The National Times - WM 2026: Fan-Organisation und Verbraucherschützer reichen Beschwerde gegen Fifa ein

WM 2026: Fan-Organisation und Verbraucherschützer reichen Beschwerde gegen Fifa ein


WM 2026: Fan-Organisation und Verbraucherschützer reichen Beschwerde gegen Fifa ein
WM 2026: Fan-Organisation und Verbraucherschützer reichen Beschwerde gegen Fifa ein / Foto: © AFP

Wegen "exzessiver Ticketpreise" bei der Fußball-Weltmeisterschaft haben die europäische Fan-Organisation Football Supporters Europe (FES) und Verbraucherschützer am Dienstag bei der EU-Kommission Beschwerde gegen den Weltfußballverband Fifa eingereicht. In einer Mitteilung bezeichneten die FSE und der Dachverband Euroconsumers die Tickets für die vom 11. Juni bis 19. Juli dauernde WM in den USA, Mexiko und Kanada als überteuert und warfen der Fifa einen Missbrauch ihrer Monopolstellung vor.

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Die Fifa habe vor der WM 2026 "ihre Monopolstellung missbraucht, um exzessive Ticketpreise einzuführen sowie undurchsichtige und unfaire Einkaufsbedingungen für europäische Fans", erklärte die FSE. Wegen ihres Monopols für den Ticketverkauf habe die Fifa "diese Macht genutzt, um Bedingungen für Fans zu erlassen, die in einem wettbewerbsfähigen Markt niemals akzeptabel wären", erklärte die Fan-Organisation weiter.

Die Preise für das Finale lägen weit über denen für das Finale 2022 in Katar. "Die günstigsten frei erhältlichen Tickets für das Finale kosten derzeit ab 4185 Dollar - mehr als das Siebenfache der Kosten für das billigste Ticket für das WM-Finale 2022", hieß es weiter. In den Ausschreibungsunterlagen der Fifa sei ein durchschnittlicher Ticketpreis von 1408 Dollar angegeben worden, doch dieser Preis werde inzwischen weit übertroffen, kritisierte die FSE.

Nach Angaben der Fifa wurden insgesamt fast sieben Millionen Tickets zum Verkauf angeboten. Jede Person kann pro Spiel maximal vier Tickets kaufen und höchstens 40 Karten für die gesamte WM.

Insgesamt werden bei der WM 104 Spiele ausgetragen, da erstmals 48 Mannschaften antreten. Für die gefragtesten Spiele schnellten die Preise massiv in die Höhe.

FSE zufolge hatten die nordamerikanischen WM-Länder zunächst versprochen, dass auch Tickets für 21 Dollar erhältlich sein würden. Stattdessen kosteten die billigsten Tickets nun 60 Dollar, etwa für das Eröffnungsspiel der Gruppe J zwischen Österreich und Jordanien im Levi's Stadion in Kalifornien. Für spannendere Spiele kosten die meisten Tickets mindestens 200 Dollar.

Astronomische Höhen erreichen die Ticketpreise für das Finale auf der offiziellen Resale-Website der Fifa. Ein Sitzplatz der Kategorie drei im MetLife Stadion in New Jersey wurde für atemberaubende 143.750 Dollar angeboten - 41 mal höher als der ursprüngliche Preis von 3450 Dollar.

Fifa-Präsident Gianni Infantino erklärte, die Ticketpreise seien lediglich eine Folge der starken Nachfrage. "Vor allem in den USA gibt es das sogenannte dynamische Preiswesen, was bedeutet, dass die Preise rauf oder runter gehen", je nachdem, um welches Spiel es sich handele, sagte Infantino.

Die Fan-Organisation FSE erklärte dazu, das Problem bei dem dynamischen Preiswesen sei, dass es nach oben kein Limit gebe. Seitens der Fifa gebe es weder eine Obergrenze noch Transparenz, wie die Preise zustande kämen. In einigen Fällen seien die Ticketpreise während der Verkaufsphase um 25 Prozent teurer geworden, was für die Käufer zunächst nicht absehbar gewesen sei.

Nachdem die Fifa wegen der anhaltenden Kritik eine billigere Ticket-Kategorie angekündigt habe, seien diese 60-Dollar-Tickets jedoch nur den Fans der qualifizierten Mannschaften vorbehalten gewesen, kritisierte FES. Zudem hätten sie nur zehn Prozent des Kontingents der einzelnen Nationen ausgemacht.

"Die Fifa hat wiederholt mit 60-Dollar-Tickets für die Gruppenphase geworben", erklärte die FSE. "In der Praxis waren diese jedoch so rar, dass der gesamte Vorrat dieser Kategorie 4 praktisch schon ausverkauft war, bevor der allgemeine Vorverkauf begann."

O.Nicholson--TNT

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