The National Times - Umfrage: Deutsche Exporteure sehen immer mehr Handelshemmnisse

Umfrage: Deutsche Exporteure sehen immer mehr Handelshemmnisse


Umfrage: Deutsche Exporteure sehen immer mehr Handelshemmnisse
Umfrage: Deutsche Exporteure sehen immer mehr Handelshemmnisse / Foto: © AFP

Höhere Zölle, Exportkontrollen oder mehr Sicherheitsanforderungen: Deutsche Unternehmen mit Exportgeschäft sehen sich einer Umfrage zufolge mit immer mehr Handelshemmnissen konfrontiert. Der Anteil der Firmen, die eine Zunahme bei ihren internationalen Geschäften wahrnehmen, sei auf 69 Prozent gestiegen, teilte die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) am Dienstag mit. Das seien elf Prozent mehr als 2025 und ein Höchststand seit Beginn der jährlichen Erhebung "Going International".

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Der Umfrage zufolge bewerteten die Unternehmen ihre Geschäftsperspektiven zwar weniger pessimistisch als in den beiden vergangenen Jahren. Doch Handelshemmisse "erschweren ihre internationalen Aktivitäten und bremsen ihre Geschäftsentwicklung". "Unsere Unternehmen stoßen weltweit auf mehr Zölle, mehr Auflagen, mehr Unsicherheit", erklärte DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier.

Knapp zwei Drittel der Unternehmen, die mehr Handelshemmnisse wahrnahmen, nannten höhere Zölle als Hürde, wie die DIHK weiter mitteilte. Vor allem im Handel mit den USA kommen die Zollbelastungen für 86 Prozent der Firmen besonders zum Tragen. Aber auch lokale Zertifizierungsanforderungen, strengere Sicherheitsanforderungen sowie verschärfte Exportkontrollen belasten die Exporteure den Angaben nach deutlich.

Hemmnisse sehen die Unternehmen auch innerhalb Europas. "83 Prozent der Unternehmen sehen hausgemachte Handelshemmnisse in Deutschland und Europa als Herausforderung für ihr internationales Geschäft", erklärte die DIHK. Beispiele auf EU-Ebene seien Lieferkettenvorgaben und Verpackungsregeln oder der CO2-Grenzausgleich (CBAM).

An der bundesweiten Umfrage beteiligten sich laut DIHK vom 2. bis zum 13. Februar 2400 Unternehmen mit Sitz in Deutschland und Auslandsaktivitäten. Die Erhebung lief somit noch vor Beginn des Iran-Krieges. Treier verwies auf die Auswirkungen des Konflikts auf den internationalen Handel: "Containerhandel und Luftfracht werden dadurch zusätzlich erheblich teurer."

S.Lee--TNT

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