The National Times - Iran-Krieg: USA lockern Schifffahrtsregeln für 60 Tage

Iran-Krieg: USA lockern Schifffahrtsregeln für 60 Tage


Iran-Krieg: USA lockern Schifffahrtsregeln für 60 Tage
Iran-Krieg: USA lockern Schifffahrtsregeln für 60 Tage / Foto: © AFP

Im Iran-Krieg lockern die USA ihre Schifffahrtsregeln für 60 Tage. Die Entscheidung von Präsident Trump sei "ein weiterer Schritt, um die kurzfristigen Störungen auf dem Ölmarkt abzufedern", erklärte die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, am Mittwoch im Onlinedienst X. Damit könnten Güter wie Erdöl, Erdgas, Dünger und Kohle leichter in US-Häfen gelangen.

Textgröße ändern:

Trump genehmigte eine 60-tägige Ausnahme vom Jones Act von 1920. Das mehr als hundert Jahre alte Gesetz sieht vor, dass Frachtgut zwischen US-Häfen nur auf Schiffen transportiert werden darf, die in den USA gebaut wurden, in US-Besitz sind und deren Besetzung aus den USA stammt. Kritiker bemängeln, der Jones Act steigere die Kosten für Reeder und damit für die Verbraucher.

Im Iran-Krieg waren die Öl- und Gaspreise seit Ende Februar in die Höhe geschnellt. Das betrifft auch die USA, denn die Energiepreise werden am Weltmarkt gehandelt. Nach Angaben des US-Automobilclubs AAA sind die Treibstoffpreise in den Vereinigten Staaten seit Beginn der US-israelischen Luftangriffe um mehr als 27 Prozent gestiegen. Trump steht deshalb innenpolitisch unter Druck.

K.M.Thompson--TNT

Empfohlen

DIHK: Geschäfte deutscher Unternehmen im Ausland unter Druck

Ob steigende Energiepreise oder gestörte Lieferketten - die Schockwellen des Iran-Kriegs machen einer Umfrage zufolge auch den deutschen Unternehmen im Ausland zu schaffen. Wie die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) am Dienstag mitteilte, rutschten die Konjunkturerwartungen der befragten Firmen deutlich ins Minus. Zugleich wird die eigene Geschäftslage von den Unternehmen im Schnitt sogar leicht besser bewertet als im Herbst - allerdings mit Unterschieden je nach Region.

Fachkräftemangel: Trotz Wirtschaftsflaute weiterhin Engpässe in MINT-Berufen

Trotz der derzeit schwierigen Lage für die deutsche Wirtschaft gibt es einer Studie zufolge weiterhin Engpässe in den sogenannten MINT-Berufen. Im März fehlten in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik rechnerisch 133.900 Fachkräfte, wie das nationale MINT-Forum am Dienstag in Berlin mitteilte. Entscheidend für die künftige Sicherung von Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit ist demnach auch, Fachkräftepotenziale von Frauen, Älteren und Zugewanderten zu heben.

EU und Armenien vertiefen Zusammenarbeit bei Verkehr und Sicherheit

Die EU und Armenien haben die Vertiefung ihrer Zusammenarbeit in mehreren Bereichen vereinbart. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und der armenische Regierungschef Nikol Paschinjan unterzeichneten am Dienstag in Eriwan mehrere Abkommen, darunter eine Partnerschaft für die Vernetzung in den Bereichen Transport, Energie und Digitales. Brüssel sagte Eriwan zudem weitere Unterstützung beim Schutz der anstehenden Parlamentswahlen und generell bei der Abwehr von Cyberattacken und Desinformationskampagnen zu.

Unicredit meldet starkes Gewinnplus - Angebot für Commerzbank-Übernahme erwartet

Die italienische Großbank Unicredit hat für das erste Quartal ein deutliches Gewinnplus verbucht. Der Nettogewinn legte im Vergleich zum Vorjahresquartal um 16,1 Prozent auf 3,2 Millionen Euro zu, wie die Bank am Dienstag mitteilte. Im Laufe des Tages wurde erwartet, dass die Unicredit offiziell ihr Angebot an die Commerzbank-Aktionäre für eine feindliche Übernahme der deutschen Bank abgibt.

Textgröße ändern: