The National Times - Straße von Hormus: Trump wirft Ländern mangelnde Hilfsbereitschaft vor

Straße von Hormus: Trump wirft Ländern mangelnde Hilfsbereitschaft vor


Straße von Hormus: Trump wirft Ländern mangelnde Hilfsbereitschaft vor
Straße von Hormus: Trump wirft Ländern mangelnde Hilfsbereitschaft vor / Foto: © AFP

Im Iran-Krieg hat US-Präsident Donald Trump einer Reihe von Ländern mangelnde Hilfsbereitschaft in der Straße von Hormus vorgeworfen. Einige hätten "nicht besonders begeistert" auf seine Forderung nach einem Nato-Einsatz zur Sicherung der Meerenge reagiert, kritisierte Trump am Montag in Washington. Darunter seien Staaten, die von den USA seit Jahrzehnten beschützt würden und in denen Zehntausende US-Soldaten stationiert seien, sagte der Präsident.

Textgröße ändern:

Trump nannte Deutschland und andere Länder nicht namentlich. In der Bundesrepublik ist jedoch das größte Kontingent von US-Soldaten stationiert.

Die Bundesregierung hatte eine militärische Beteiligung an einem solchen Einsatz zuvor ausgeschlossen. "Es ist nicht unser Krieg, wir haben ihn nicht begonnen", sagte Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD). Regierungssprecher Stefan Kornelius stellte zudem klar: "Das ist nicht der Krieg der Nato." Die Nato sei "ein Bündnis zur Verteidigung des Bündnisgebietes", für einen Einsatz in der Straße von Hormus fehle ihr ein Mandat.

Trump hatte in einem am Sonntag veröffentlichten Interview Unterstützung durch Verbündete in der Straße von Hormus eingefordert. Bleibe sie aus, wäre dies nach Angaben des Präsidenten "sehr schlecht für die Zukunft der Nato".

Die US-Regierung habe die Ukraine in ihrem Krieg gegen Russland unterstützt, erklärte Trump. Er erwarte daher Hilfe von den europäischen Verbündeten Washingtons in der vom Iran de facto gesperrten Straße von Hormus.

A.Little--TNT

Empfohlen

Frankreichs Premier Lecornu will 54 Milliarden Euro einsparen

Der französische Premierminister Sébastien Lecornu plant im kommenden Jahr Einsparungen in Höhe von 54 Milliarden Euro. Dabei solle die Steuerlast gleich bleiben, sagte Lecornu in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview mit der Zeitung "Le Figaro". Für 2027 strebe er ein Defizit von fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts an, sagte Lecornu - ein Ziel, das Finanz- und Wirtschaftsminister Roland Lescure vor wenigen Tagen noch als unrealistisch bezeichnet hatte.

Merz: Bas-Plan gegen Sozialmissbrauch am Mittwoch im Kabinett

Das Bundeskabinett wird den Aktionsplan zur Bekämpfung von Sozialleistungsmissbrauch in der kommenden Woche auf den Weg bringen. In der nächsten Sitzung am Mittwoch komme der Plan auf die Kabinettsliste, sagte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Donnerstag in Berlin. "Damit unser Sozialstaat für die da ist, die ihn wirklich brauchen. und nicht für diejenigen, die ihn ausnutzen." Der Plan von Bundessozialministerin Bärbel Bas (SPD), der sich vor allem gegen Sozialleistungsmissbrauch durch EU-Bürger richtet, stieß bei Verbänden auf ein gemischtes Echo.

Merz verteidigt Reformkurs: "Wir holen nach, was wir längst hätten machen müssen"

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die geplanten Sozialreformen verteidigt und dabei insbesondere junge Menschen in den Blick genommen. "Wir holen jetzt nach, was wir längst hätten machen müssen", sagte Merz am Donnerstag in Berlin. "Und die Sozialdemokraten gehen mit uns diesen Weg."

Drohender Streik: Micron-Beschäftigte in Taiwan lehnen Bonus von 68 Monatsgehältern ab

Angesichts eines drohenden Streiks hat der US-Chiphersteller Micron Technology seinen Beschäftigten in Taiwan eine Bonuszahlung von 68 Monatsgehältern angeboten - der Belegschaft ist das aber nicht genug. Hunderte Beschäftigte folgten am Donnerstag einem Aufruf der Gewerkschaften und versammelten sich zu einer Protestkundgebung am Micron-Werk in Taoyuan.

Textgröße ändern: