The National Times - Ausbleibende Öl- und Gaslieferungen sorgen für Unruhe in Asien

Ausbleibende Öl- und Gaslieferungen sorgen für Unruhe in Asien


Ausbleibende Öl- und Gaslieferungen sorgen für Unruhe in Asien
Ausbleibende Öl- und Gaslieferungen sorgen für Unruhe in Asien / Foto: © AFP

Viele asiatische Länder sind besonders abhängig von Öl- und Gaslieferungen aus dem Nahen Osten - in der zweiten Woche des Iran-Kriegs nimmt die Unruhe wegen steigender Spritpreise und Sorgen um die Versorgungssicherheit vielerorts spürbar zu. Am Dienstag reagierten weitere Länder mit Rationierungen und weiteren Maßnahmen: In Indien verschärften die Behörden die Kontrolle der Gasverteilung, Taiwan aktivierte ein Notfallinstrument für Ölprodukte und in Thailand wurden staatliche Bedienstete zum Homeoffice aufgerufen.

Textgröße ändern:

"Der anhaltende Konflikt im Nahen Osten hat zu einer Unterbrechung der Flüssiggaslieferungen (LNG) durch die Straße von Hormus geführt", erklärte das indische Erdölministerium. Das Land ist der weltweit viertgrößte Abnehmer von LNG. Neue Vorschriften sollen laut Ministerium "eine gerechte Verteilung und die kontinuierliche Verfügbarkeit für vorrangige Sektoren gewährleisten".

Vorrangig werden demnach Haushalte und der Transportsektor beliefert. Andere Sektoren, darunter Düngemittelfabriken und die Teeindustrie, würden ebenfalls prioritär behandelt "vorbehaltlich der operativen Verfügbarkeit".

Taiwan kündigte die Aktivierung eines Notfallmechanismus an, der 60 Prozent des Preisanstiegs bei Benzin und Diesel auffangen soll. "Wir hoffen, damit die finanzielle Belastung der Bürger zu verringern", erklärte Regierungschef Cho Jung-tai.

Am Montag hatte Südkorea bereits "ein System zur Begrenzung der Preise für Erdölprodukte" angekündigt. Thailand begrenzte den Dieselpreis für 15 Tage auf umgerechnet rund 81 Cent pro Liter.

Die thailändischen Behörden setzen außerdem auf Energieeinsparungen und ordneten am Dienstag an, die Temperatur der Klimaanlagen in öffentlichen Gebäuden dürfe nicht unter 26 Grad liegen. Zudem sollen staatliche Angestellte nach Möglichkeit von zu Hause aus arbeiten.

In Bangladesch ist die Abgabe von Sprit seit Sonntag rationiert. Es kam deshalb zu Ausschreitungen, das Militär wurde eingesetzt.

N.Roberts--TNT

Empfohlen

Mehr und hochpreisige Ware angelandet: Deutsche Fischer steigern Erlöse

Die deutschen Fischerinnen und Fischer haben im vergangenen Jahr mehr Fisch an Land gebracht und ihre Einnahmen um fast ein Drittel gesteigert. Die rund 1080 Schiffe der deutschen Hochsee- und Küstenfischerei landeten im Vergleich zum Vorjahr 2025 sieben Prozent mehr Fisch an, wie die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) am Mittwoch mitteilte. Die Erlöse kletterten um 32 Prozent auf 236,4 Millionen Euro.

Rekordwert im ersten Halbjahr: Erneuerbare deckten 58 Prozent des Stromverbrauchs

Die erneuerbaren Energiequellen haben laut vorläufigen Berechnungen im ersten Halbjahr 58 Prozent des Stromverbrauchs in Deutschland gedeckt. "Ein Plus von fast drei Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum und ein neuer Rekordwert", erklärte der Bundesverband de Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) am Mittwoch. Insgesamt erzeugten Erneuerbare-Energien-Anlagen 152,2 Milliarden Kilowattstunden (kWh) Strom, vor allem Windanlagen auf See produzierten demnach deutlich mehr als im Vorjahreszeitraum.

Förderprogramm "Demokratie leben" neu aufgelegt - Überarbeitung umstritten

Das Bundesbildungsministerium hat das Förderprogramm "Demokratie leben" neu aufgelegt und die dazu geltenden neuen Förderkriterien veröffentlicht. Interessierte Organisationen könnten sich ab sofort über die aktualisierten Abläufe und Kriterien informieren und ab August digital ihre Projektideen einreichen, teilte das Ministerium am Mittwoch mit. Externe Gutachter sehen sich anschließend die eingereichten Bewerbungen ab - ausgewählte Träger dürfen dann ab Oktober konkrete Anträge stellen.

Brandenburg: Sechsjähriger Junge stürzt von Balkon in elftem Stock und stirbt

In Frankfurt an der Oder ist ein sechsjähriger Junge aus dem elften Stock eines Hochhauses in die Tiefe gestürzt und gestorben. Eine Zeugin alarmierte am Dienstagabend die Rettungskräfte, als sie den schwerst verletzten Jungen vor dem Haus auf dem Boden entdeckte, wie ein Polizeisprecher am Mittwoch in der brandenburgischen Stadt sagte. Diese kämpften um das Leben des Kinds, das jedoch noch vor Ort starb.

Textgröße ändern: