The National Times - Wirtschaftsweise: "Große Verwunderung" über Nichtverlängerung von Malmendier

Wirtschaftsweise: "Große Verwunderung" über Nichtverlängerung von Malmendier


Wirtschaftsweise: "Große Verwunderung" über Nichtverlängerung von Malmendier
Wirtschaftsweise: "Große Verwunderung" über Nichtverlängerung von Malmendier / Foto: © AFP

Die Wirtschaftsweisen haben mit "großer Verwunderung" auf die Nichtverlängerung des Mandats der Ökonomin Ulrike Malmendier reagiert, die nach nur dreieinhalb Jahren aus dem Gremium ausscheidet. Der Sachverständigenrat Wirtschaft nehme die Entscheidung mit "allergrößtem Bedauern" zur Kenntnis, hieß es in einer am Samstag verbreiteten Erklärung. Das Gremium verliere damit ein hochgeschätztes Mitglied mit einem internationalen wissenschaftlichen Renommee.

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Malmendier war noch unter dem damaligen Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) in das Beratungsgremium der Bundesregierung gestoßen. Medienberichten zufolge legten nun aber das mittlerweile CDU-geführte Wirtschaftsministerium sowie auch das Kanzleramt ein Veto gegen die Verlängerung von Malmendiers Mandat ein. Laut "Handelsblatt" hätte unter anderem das SPD-geführte Finanzministerium Malmendiers Berufung hingegen gerne verlängert.

Malmendier selbst reagierte ebenfalls "mit großem Bedauern" auf die Entscheidung, dass ihr Mandat nicht verlängert wird. "Es war mir eine große Ehre, sowohl mit meiner wissenschaftlichen Expertise als auch mit meinem Blick von außen und aus den USA zur Arbeit dieses Gremiums und für unser Land Beiträge leisten zu können", führte sie aus.

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, wie das Gremium vollständig heißt, soll der Bundesregierung mit seinem Fachwissen eine wichtige Hilfestellung bei der Beurteilung der konjunkturellen Lage leisten. Der Sachverständigenrat erstellt Konjunkturprognosen und regelmäßige Gutachten zur Wirtschaftslage und bringt Vorschläge für Reformen ein.

Er besteht aus fünf Mitgliedern. Malmendier war seit September 2022 Mitglied. Sie studierte in Bonn und an der Harvard University und lehrt an der Eliteuniversität in Berkeley in Kalifornien. Wer ihr nun folgt, ist noch unklar.

Q.Marshall--TNT

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