The National Times - Frankreich will Abschuss von Wölfen erleichtern

Frankreich will Abschuss von Wölfen erleichtern


Frankreich will Abschuss von Wölfen erleichtern
Frankreich will Abschuss von Wölfen erleichtern / Foto: © AFP/Archiv

In Frankreich sollen Landwirte und andere Tierhalter künftig leichter als bisher Wölfe abschießen können. "Egal ob die Herde gesichert ist oder nicht, Landwirte werden das Recht zum Verteidigungsschuss haben", sagte Landwirtschaftsministerin Annie Genevard am Montag bei einem Besuch im nordostfranzösischen Département Haute-Marne. Es ist besonders stark von Wolfsangriffen betroffen.

Textgröße ändern:

Künftig sollen Landwirte auch Wölfe abschießen dürfen, die ungesicherte Herden angreifen. Bislang ist dies nur Landwirten erlaubt, die ihre Herde bereits durch Zäune und andere Sicherheitsmaßnahmen geschützt hatten. "Angesichts so vieler Angriffe kann es nicht weitergehen wie bisher", sagte Umweltminister Mathieu Lefèvre.

Auch spezialisierte Einsatzkräfte sollen künftig Wölfe abschießen können. Die neuen Regeln sollen in Kürze per Dekret in Kraft gesetzt werden.

Wölfe haben sich in Frankreich in den vergangenen zehn Jahren immer weiter ausgebreitet. Inzwischen gibt es die Raubtiere in mehr als der Hälfte der französischen Départements. Im Département Haute-Marne wurden nach offiziellen Angaben im vergangenen Jahr etwa 800 Nutztiere durch Wölfe getötet, im gesamten Land waren es rund 12.000.

So wie in Deutschland war der Wolf in Frankreich zwischenzeitlich komplett ausgerottet. Anfang der 90er Jahre kamen die ersten Tiere aus Italien über die Alpen zurück und breiteten sich seitdem immer weiter aus.

T.F.Russell--TNT

Empfohlen

Stärkung von Freiwilligendiensten: Grüne fordern bessere Finanzierung

Die Grünen begrüßen die von Familienministerin Karin Prien (CDU) angekündigte Stärkung der Freiwilligendienste - fordern aber zugleich eine bessere Finanzierung. "Freiwilligendienste zu stärken ist richtig und überfällig, darf aber nicht bei Symbolpolitik stehen bleiben", sagte Grünen-Fraktionsvize Misbah Khan am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. "Eine neue gesetzliche Grundlage allein wird die bestehenden Probleme nicht lösen." Entscheidend sei "eine verlässliche und auskömmliche Finanzierung im Bundeshaushalt".

Ifo: Politik muss Schrumpfen der Bevölkerung bis 2070 stärker einbeziehen

Die Bevölkerung in Deutschland dürfte in den kommenden Jahrzehnten deutlicher schrumpfen als bislang angenommen - das Ifo-Institut hat die Politik vor diesem Hintergrund am Dienstag dazu gedrängt, diese Entwicklung stärker zu berücksichtigen. Das Forschungsinstitut verwies zudem auf zu erwartende deutliche regionale Unterschiede.

Stärkerer Anstieg der Lebensmittelpeise treibt Inflation zu Jahresbeginn

Schokolade, Obst oder Rindfleisch: Insbesondere die Preissteigerungen bei Nahrungsmitteln haben zu Jahresbeginn die Teuerung verstärkt. Insgesamt stiegen die Verbraucherpreise im Januar um 2,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte und damit sein vorläufiges Ergebnis bestätigte. Dienstleistungen verteuerten sich weiterhin deutlich, dennoch flachte der Preisanstieg hier ab. Energieprodukte verbilligten sich stärker als im Vormonat.

US-Bürgerrechtsaktivist Jesse Jackson im Alter von 84 Jahren gestorben

Der bekannte US-Bürgerrechtsaktivist Jesse Jackson ist tot. Der schwarze Politiker, Pastor und Weggefährte von Martin Luther King starb am Dienstag im Alter von 84 Jahren, wie seine Familie mitteilte. "Sein unerschütterlicher Glaube an Gerechtigkeit, Gleichheit und Liebe hat Millionen Menschen inspiriert," hieß es in einer Erklärung.

Textgröße ändern: