The National Times - Stärkung von Freiwilligendiensten: Grüne fordern bessere Finanzierung

Stärkung von Freiwilligendiensten: Grüne fordern bessere Finanzierung


Stärkung von Freiwilligendiensten: Grüne fordern bessere Finanzierung
Stärkung von Freiwilligendiensten: Grüne fordern bessere Finanzierung / Foto: © AFP/Archiv

Die Grünen begrüßen die von Familienministerin Karin Prien (CDU) angekündigte Stärkung der Freiwilligendienste - fordern aber zugleich eine bessere Finanzierung. "Freiwilligendienste zu stärken ist richtig und überfällig, darf aber nicht bei Symbolpolitik stehen bleiben", sagte Grünen-Fraktionsvize Misbah Khan am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. "Eine neue gesetzliche Grundlage allein wird die bestehenden Probleme nicht lösen." Entscheidend sei "eine verlässliche und auskömmliche Finanzierung im Bundeshaushalt".

Textgröße ändern:

Die Träger der Dienste würden sich seit Jahren in finanzieller Unsicherheit bewegen und müssten bei jeder neuen Haushaltsrunde um ihre Mittel kämpfen, kritisierte Khan. "Unter diesen Bedingungen kann keine nachhaltige Weiterentwicklung gelingen."

An der Bereitschaft junger Menschen, Verantwortung zu übernehmen, mangele es nicht, betonte die Grünen-Politikerin. Stattdessen würden jedes Jahr motivierte Bewerberinnen und Bewerber abgewiesen, weil Plätze fehlten. "Das zentrale Defizit ist daher nicht fehlendes Engagement, sondern fehlende Kapazität", gab Khan zu bedenken. "Konsequenterweise müsste das politische Ziel ein Rechtsanspruch für alle auf einen Freiwilligendienst sein."

Khan forderte weiter, Freiwilligendienste "generationenübergreifend" zu denken. "Erwachsene und Menschen in späteren Lebensphasen sind bereit, sich einzubringen und Verantwortung zu übernehmen", sagte sie AFP.

Bundesfamilienministerin Prien kündigte in der "Rheinischen Post" einen Gesetzentwurf zur Stärkung der Freiwilligendienste noch für dieses Jahr an. Prien sieht dies auch als Vorbereitung auf einen Zivildienst, falls es zu einer Wehrpflicht kommt.

R.Evans--TNT

Empfohlen

Prien hält Umgang mit digitalen Medien in der Gesellschaft für fahrlässig

Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) hält den gesellschaftlichen Umgang mit digitalen Medien für fahrlässig. "In Wahrheit haben wir es mit einem großen Menschheitsversuch zu tun", sagte Prien den Zeitungen der Mediengruppe Bayern (Freitagsausgaben). "Wir nutzen seit knapp 20 Jahren Smartphones, eine sich schnell verändernde Technologie, ohne eine Risikofolgen-Abschätzung zu machen."

Wohnungsbau: Auch im Juli mehr Baugenehmigungen erteilt - Anstieg aber gering

Der Aufwärtstrend im Wohnungsbau hält an, hat sich aber wegen gestiegener Bauzinsen deutlich abgeschwächt: Im Juli stieg die Zahl der Baugenehmigungen im Vorjahresvergleich nur um 1,9 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte. In den sieben Monaten von Januar bis Juli betrug der Anstieg demnach 13,5 Prozent.

Zahl überschuldeter Menschen steigt - Alleinerziehende besonders betroffen

Ob durch Krankheit, Trennung oder Jobverlust: Die Zahl der überschuldeten Menschen in Deutschland steigt. Wie aus dem neuen Überschuldungsreport des Hamburger Instituts für Finanzdienstleistungen (iff) hervorgeht, waren im vergangenen Jahr rund 5,67 Millionen Erwachsene überschuldet – 111.000 mehr als 2024. Besonders betroffen sind demnach Alleinerziehende. Für junge Erwachsene birgt vor allem der digitale Konsum ein Risiko.

Frankreichs Premier Lecornu will 54 Milliarden Euro einsparen

Der französische Premierminister Sébastien Lecornu plant im kommenden Jahr Einsparungen in Höhe von 54 Milliarden Euro. Dabei solle die Steuerlast gleich bleiben, sagte Lecornu in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview mit der Zeitung "Le Figaro". Für 2027 strebe er ein Defizit von fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts an, sagte Lecornu - ein Ziel, das Finanz- und Wirtschaftsminister Roland Lescure vor wenigen Tagen noch als unrealistisch bezeichnet hatte.

Textgröße ändern: