The National Times - Teurere Nahrungsmittel verstärken Anstieg der Verbraucherpreise zu Jahresbeginn

Teurere Nahrungsmittel verstärken Anstieg der Verbraucherpreise zu Jahresbeginn


Teurere Nahrungsmittel verstärken Anstieg der Verbraucherpreise zu Jahresbeginn
Teurere Nahrungsmittel verstärken Anstieg der Verbraucherpreise zu Jahresbeginn / Foto: © AFP

Schokolade, Obst oder Rindfleisch: Insbesondere die Preissteigerungen bei Nahrungsmitteln haben zu Jahresbeginn die Teuerung verstärkt. Insgesamt stiegen die Verbraucherpreise im Januar um 2,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte und damit sein vorläufiges Ergebnis bestätigte. Auch teurere Dienstleistungen wirkten sich auf die Inflationsrate aus. Günstiger als im Januar 2025 waren dagegen Energieprodukte.

Textgröße ändern:

Nahrungsmittel verteuerten sich im Januar "stärker als in den vorangegangenen Monaten", erläuterte die Präsidentin des Statistikamtes, Ruth Brand. Schokolade etwa kostete 21 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, Obst rund sechs Prozent, Rindfleisch knapp 15 Prozent. Deutlich günstiger dagegen waren Butter - hier fiel der Preis um 33 Prozent - und Kartoffeln (minus zehn Prozent).

Die Preise für Dienstleistungen erhöhten sich überdurchschnittlich um 3,2 Prozent, wie das Statistikamt weiter mitteilte. Seit Januar 2024 lag die Teuerung hier durchgängig oberhalb der Gesamtteuerung. Aktuell stiegen vor allem die Preise für Dienstleistungen sozialer Einrichtungen und für die sogenannte kombinierte Personenbeförderung - so für das Deutschlandticket, das seit Januar nicht mehr 58 Euro, sondern 63 Euro pro Monat kostet. Und trotz der Mehrwertsteuersenkung für Speisen in der Gastronomie stiegen die Preise für Gaststättendienstleistungen um 3,6 Prozent.

Energieprodukte dagegen waren insgesamt 1,7 Prozent günstiger als im Januar 2025. Verbraucherinnen und Verbraucher mussten etwa 3,2 Prozent weniger für Strom bezahlen und 2,5 Prozent weniger für Gas. Die Kraftstoffpreise stiegen laut Statistikamt um 0,5 Prozent im Jahresvergleich.

Im Vergleich zum Vormonat Dezember kletterte die Inflationsrate um 0,1 Prozent. Hier zogen vor allem die Kraftstoffpreise an, und zwar um 5,6 Prozent. Ein Grund war der stark gestiegene Rohölpreis infolge der zunehmenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran, wie Silke Tober vom Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung erklärte. Zudem stieg der staatlich verordnete Preis pro Tonne ausgestoßenes CO2 - von 55 auf 65 Euro pro Tonne. Die Preise für Benzin und Diesel stiegen in der Folge laut Bundeskartellamt "sprunghaft" an, im Schnitt um neun Cent pro Liter.

S.Lee--TNT

Empfohlen

Deutsch-französischer Rüstungskonzern KNDS verschiebt Börsengang

Der deutsch-französische Rüstungskonzern KNDS hat seinen Börsengang verschoben. Das Unternehmen wolle angesichts der "Volatilität des europäischen Verteidigungssektors" auf "günstigere Marktbedingungen" warten, teilte der Hersteller des Leopard-2-Kampfpanzers am Mittwochabend mit. Der Börsengang von KNDS in Paris und Frankfurt am Main war in der vergangenen Woche angekündigt worden und sollte den Einstieg des Bundes bei dem Rüstungskonzern ermöglichen.

Keine Verlängerung von Nordamerikanischem Handelsabkommen

Die USA haben eine Verlängerung des Freihandelsabkommens mit Kanada und Mexiko in seiner jetzigen Form abgelehnt. Die Vereinigten Staaten hätten einer Verlängerung des Handelsabkommen USMCA (United States-Mexico-Canada Agreement) "in seiner derzeitigen Form nicht zugestimmt", teilte der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer am Mittwoch mit. Folglich werde das Regelwerk "nicht verlängert".

Google soll wegen Wettbewerbsverstoß 1,7 Milliarden Euro an Klarna zahlen

Google soll in Schweden eine Entschädigung in Milliardenhöhe wegen jahrelanger Wettbewerbsverstöße zahlen. Das schwedische Gericht für Patente und Wettbewerb verurteilte den US-Konzern am Mittwoch zu einer Zahlung von umgerechnet 1,7 Milliarden Euro an das Preisvergleichsportal Pricerunner. Die Richter sahen es als erwiesen an, "dass Google über viele Jahre hinweg seinen eigenen Preisvergleichsdienst unrechtmäßig begünstigt hat". Pricerunner gehört zu dem schwedischen Unternehmen hinter dem Zahlungsdienstleister Klarna.

Google soll wegen Wettbewerbsverstoß 1,3 Milliarden Euro an Klarna zahlen

Google soll in Schweden eine Entschädigung in Milliardenhöhe wegen jahrelanger Wettbewerbsverstöße zahlen. Das schwedische Gericht für Patente und Wettbewerb verurteilte den US-Konzern am Mittwoch zu einer Zahlung von 14,3 Milliarden Kronen (1,3 Milliarden Euro) an das Preisvergleichsportal Pricerunner. Die Richter sahen es als erwiesen an, "dass Google über viele Jahre hinweg seinen eigenen Preisvergleichsdienst unrechtmäßig begünstigt hat". Pricerunner gehört zu dem schwedischen Unternehmen hinter dem Zahlungsdienstleister Klarna.

Textgröße ändern: