The National Times - Deutsch-französischer Rüstungskonzern KNDS verschiebt Börsengang

Deutsch-französischer Rüstungskonzern KNDS verschiebt Börsengang


Deutsch-französischer Rüstungskonzern KNDS verschiebt Börsengang
Deutsch-französischer Rüstungskonzern KNDS verschiebt Börsengang / Foto: © AFP/Archiv

Der deutsch-französische Rüstungskonzern KNDS hat seinen Börsengang verschoben. Das Unternehmen wolle angesichts der "Volatilität des europäischen Verteidigungssektors" auf "günstigere Marktbedingungen" warten, teilte der Hersteller des Leopard-2-Kampfpanzers am Mittwochabend mit. Der Börsengang von KNDS in Paris und Frankfurt am Main war in der vergangenen Woche angekündigt worden und sollte den Einstieg des Bundes bei dem Rüstungskonzern ermöglichen.

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"KNDS und seine Aktionäre werden die Bedingungen an den Kapitalmärkten weiterhin genau beobachten", hieß es in der Erklärung des deutsch-französischen Rüstungskonzerns. Das Unternehmen stehe bereit, "den Börsengang wieder aufzunehmen, sobald die Marktbedingungen dies zulassen".

KNDS stellt neben dem Kampfpanzer Leopard 2 auch den Schützenpanzer Puma, gepanzerte Boxer-Fahrzeuge und Artilleriesysteme wie die Panzerhaubitze 2000 her. Erst Anfang vergangener Woche hatten Deutschland und Frankreich die Einigung auf eine Beteiligung der Bundesregierung an dem Rüstungskonzern verkündet.

Aktuell halten der französische Staat und die deutsche Eigentümerfamilie Wegmann jeweils 50 Prozent an KNDS. Der französische Anteil sollte laut der von Paris und Berlin verkündeten Einigung im Zuge eines Börsengangs auf 40 Prozent sinken, der Bund sollte einen Anteil in derselben Höhe von der Wegmann-Familie übernehmen. Die restlichen 20 Prozent sollten an die Börse gebracht werden - dies wurde nun verschoben.

Die Kosten für den Einstieg den Einstieg des Bundes wurden laut einem "Spiegel"-Bericht auf bis zu 7,2 Milliarden Euro geschätzt.

Rüstungsaktien, die in der Folge des russischen Angriffs auf die Ukraine stark zugelegt hatten, schwankten zuletzt teilweise stark. Im Januar hatte der tschechische Rüstungskonzern CSG zwar einen starken Start beim Börsengang hingelegt. Inzwischen hat das Papier aber mehr als die Hälfte seines Wertes verloren.

H.Davies--TNT

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