The National Times - Bundesnetzagentur zieht Millionen mangelhafter Elektrogeräte aus dem Verkehr

Bundesnetzagentur zieht Millionen mangelhafter Elektrogeräte aus dem Verkehr


Bundesnetzagentur zieht Millionen mangelhafter Elektrogeräte aus dem Verkehr
Bundesnetzagentur zieht Millionen mangelhafter Elektrogeräte aus dem Verkehr / Foto: © GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP

Die Bundesnetzagentur hat im vergangenen Jahr erneut Millionen mangelhafter elektronischer Geräte aus dem Verkehr gezogen. Wie die Bonner Behörde am Donnerstag mitteilte, ermittelte sie mehr als 3000 unzulässige Gerätetypen im Online- und Einzelhandel und arbeitete darüber hinaus mit dem Zoll bei der Wareneinfuhr zusammen. Insgesamt wurden so 7,7 Millionen Geräte vom Markt genommen.

Textgröße ändern:

Die Bundesnetzagentur führt Stichproben durch und prüft Produkte etwa auf fehlende CE-Kennzeichnungen oder Angaben zum verantwortlichen Unternehmen. Häufig werden laut Behörde zudem technische Probleme wie die Überschreitung von Störaussendungsgrenzwerten festgestellt. Der Zoll zieht die Netzagentur bei verdächtigen Warensendungen hinzu.

Im Online-Handel stießen die Prüfer demnach auf 1266 auffällige Angebote - etwas weniger als im vergangenen Jahr. Die Stückzahl betroffener Einzelgeräte lag mit fünf Millionen aber bedeutend höher als im Vorjahr. Ein großer Anteil betraf laut Netzagentur Smartwatch- und Funkgerätemodelle. Viele angebotene Smartwatches etwa dürften nach EU-Recht nicht verkauft werden, "weil diese eine Blutzuckermessung anbieten, die jedoch nur simuliert ist".

Im stationären Einzelhandel überprüfte die Behörde gut 2100 Gerätetypen, 58 Prozent von ihnen hielten die Vorgaben nicht ein. In der Folge wurden 1,9 Millionen Geräte aus dem Verkehr gezogen. So fiel ein Wechselrichter für Batteriespeicher bei Photovoltaikanlagen auf, der erhebliche Störsignale aussendete. "Bei so einem Fall besteht das Risiko, dass unter anderem IP-Dienstprodukte wie Heimrouter im nahen Umfeld gestört werden", erklärte die Behörde.

Der Zoll meldete der Bundesnetzagentur 8202 verdächtige Warensendungen - deutlich mehr als 2024 mit 5005. 89 Prozent der Sendungen erhielten dann tatsächlich keine Freigabe, dadurch durften 359.000 Geräte nicht eingeführt werden.

R.Hawkins--TNT

Empfohlen

Greenpeace protestiert in Mailand gegen Ölkonzern Eni als Olympia-Sponsor

Einen Tag vor der Eröffnung der Olympischen Winterspiele in Norditalien hat Greenpeace in Mailand gegen den italienischen Ölkonzern Eni als Sponsor der Sportwettkämpfe protestiert. Aktivisten der Umweltorganisation forderten am Donnerstag auf Bannern vor der berühmten Kathedrale von Mailand: "Schmeißt die Umweltverschmutzer raus aus den Spielen." Zudem hielten sie ein Modell der Olympischen Ringe hoch, das aussah, als wäre es durch schwarzes Öl verschmiert.

Koalition einigt sich auf Investitionspflicht für Streamingdienste und Sender

Die Bundesregierung und die Koalitionsfraktionen haben sich auf die Einführung einer verpflichtenden Investitionsabgabe für Streamingdienste und TV-Sender geeinigt. Die gesetzlich festgeschriebene Quote solle acht Prozent des jährlichen Umsatzes betragen, teilte Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) am Donnerstag mit. Dies ist demnach verknüpft mit Vorgaben etwa bei der Produktion von Filmen oder Serien auf Deutsch oder bei der Rechteteilung mit unabhängigen Produzenten.

Wegen zu vieler Touristen: Beliebtes Kirschblütenfest am Fuji abgesagt

Verkehrsstaus, Zigarettenstummel auf den Bürgersteigen und menschliche Ausscheidungen in Privatgärten: Weil die Menschen am Fuji genug vom schlechten Benehmen der Touristenmassen haben, hat die an Japans berühmtesten Berg liegende Stadt Fujiyoshida das jährliche Kirschblütenfest abgesagt. "Um die Würde und das Lebensumfeld unserer Bürger zu schützen, haben wir beschlossen, das zehn Jahre alte Festival zu beenden", erklärte Bürgermeister Shigeru Horiuchi.

Kartellamt: Amazon soll wegen Preiskontrollen knapp 59 Millionen Euro zahlen

Der US-Konzern Amazon soll in Deutschland fast 59 Millionen Euro wegen kartellrechtlicher Verstöße zahlen. Das Bundeskartellamt untersagte Amazon am Donnerstag die Preiskontrolle von Drittanbietern auf seiner Händlerplattform. Da der Konzern auch selber als Händler auftrete, dürfe er nicht zugleich Einfluss auf die Preise nehmen, erklärte Kartellamtschef Andreas Mundt. Als Ausgleich für den auf diese Weise unrechtmäßig erlangten Vorteil soll Amazon zahlen. Der Konzern kündigte umgehend an, das "entschieden" anzufechten.

Textgröße ändern: