The National Times - Staatshilfen: EU-Kommission ermittelt gegen Windturbinen-Hersteller aus China

Staatshilfen: EU-Kommission ermittelt gegen Windturbinen-Hersteller aus China


Staatshilfen: EU-Kommission ermittelt gegen Windturbinen-Hersteller aus China
Staatshilfen: EU-Kommission ermittelt gegen Windturbinen-Hersteller aus China / Foto: © AFP/Archiv

Die EU-Kommission ermittelt wegen mutmaßlich illegaler Staatshilfen gegen den chinesischen Windturbinen-Hersteller Goldwind. Brüssel vermutet, dass Subventionen aus Peking dem Unternehmen einen unfairen Vorteil auf dem europäischen Markt verschafft haben, wie die Kommission am Dienstag mitteilte. Europäische Firmen hätten dadurch einen Nachteil, weil sie ihre Produkte teurer verkaufen müssen als die chinesische Konkurrenz.

Textgröße ändern:

Goldwind könnte nach Angaben der Kommission von direkten Zahlungen aus Peking, einer bevorzugte Steuerregelung und vergünstigten Krediten profitiert haben. Die Ermittlungen gegen mehrere chinesische Windturbinen-Hersteller laufen bereits seit fast zwei Jahren. Goldwind ist das erste Unternehmen, dem die Kommission nun konkrete Vorwürfe macht.

Der chinesische Konzern kann nun darauf reagieren und Änderungen vorschlagen, um die Wettbewerbsbedenken aus Brüssel auszuräumen - etwa einen Mindestpreis für seine Produkte in Europa. Kommt keine Einigung zustande, könnte die Kommission Goldwind den Zugang zu öffentlichen Ausschreibungen in Europa verbieten.

"Wir hoffen, bis Herbst 2027 eine endgültige Entscheidung zu treffen", sagte ein Kommissionssprecher in Brüssel. Bis dahin kann die Kommission weitere Dokument vom Unternehmen verlangen. Eine rechtliche Frist für die Ermittlungen gibt es nicht.

Die chinesische Handelskammer in Brüssel beklagte, das entsprechende EU-Gesetz gegen unfaire Subventionen aus dem Ausland werde "wiederholt und unverhältnismäßig" gegen chinesische Firmen eingesetzt. Die Kommission "schreckt chinesische Investoren ab und beschränkt den fairen Zugang zu öffentlichen Aufträgen in der EU", teilte die Handelskammer mit.

Die EU-Kommission macht Peking in mehreren Sektoren ähnliche Vorwürfe. Neben den Windturbinen betrifft das auch die Solarbranche, Medizinprodukte und Elektroautos. Brüssel hat deshalb bereits Zusatzzölle auf chinesische Elektroautos verhängt. Beide Seiten verhandeln seit Monaten über eine Lösung in dem Handelsstreit.

P.Jones--TNT

Empfohlen

Spahn verteidigt Attest-Pflicht - Klingbeil verspricht "vernünftige Regelung"

Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) hat die Koalitionsentscheidung zur Einführung einer verpflichtenden Krankschreibung verteidigt. Die Pflicht zur Vorlage eines Attests ab dem ersten Krankheitstag werde die Zahl der Krankmeldungen von Arbeitnehmerinnen und -nehmern reduzieren, sagte Spahn am Freitagmorgen im ZDF: "Wer tatsächlich vielleicht an dem jeweiligen Morgen nicht wirklich krank ist, aber noch überlegt, ob er hingehen sollte, der entscheidet sich dann im Zweifel vielleicht doch fürs Arbeiten."

Adoptionen in Deutschland sinken auf niedrigsten Stand seit Wiedervereinigung

Die Zahl der Adoptionen in Deutschland ist auf den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung gesunken. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 3517 Kinder von Familien adoptiert und damit vier Prozent oder 145 weniger als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte. Damit setzte sich der langfristige Rückgang fort.

Kanada startet neues Projekt für Öl-Pipeline Richtung Westküste

Kanada hat ein neues Pipeline-Projekt für den Transport von Öl aus Alberta an die Westküste des Landes gestartet. Das Vorhaben sei nun offiziell bei den Bundesbehörden eingereicht worden, sagte Premierminister Mark Carney am Donnerstag in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der Regierungschefin von Alberta, Danielle Smith, in Calgary. Die westliche Provinz British Columbia hatte sich lange gegen das Projekt gewehrt, willigte nun jedoch ein.

KI-Boom treibt Marktwert: Wertvollste Unternehmen weltweit noch wertvoller

Die wertvollsten börsennotierten Unternehmen der Welt haben ihren Marktwert im ersten Halbjahr weiter deutlich gesteigert. Zusammengenommen waren die 100 teuersten Unternehmen weltweit Ende Juni 61,9 Billionen Dollar wert - 18 Prozent mehr als zu Jahresbeginn, wie die Beratungsfirma EY am Freitag mitteilte. Besonders stark entwickelten sich erneut große US-Techkonzerne vor dem Hintergrund des KI-Booms.

Textgröße ändern: