The National Times - Bund beteiligt sich mit 3,3 Milliarden Euro an Netzbetreiber Tennet

Bund beteiligt sich mit 3,3 Milliarden Euro an Netzbetreiber Tennet


Bund beteiligt sich mit 3,3 Milliarden Euro an Netzbetreiber Tennet
Bund beteiligt sich mit 3,3 Milliarden Euro an Netzbetreiber Tennet / Foto: © AFP/Archiv

Der deutsche Staat steigt beim Übertragungsnetzbetreiber Tennet ein. Wie die niederländische Tennet Holding am Dienstag mitteilte, wurde mit der staatlichen KfW-Förderbank der Kauf eines 25,1-Prozent-Anteils an Tennet Deutschland für einen Betrag von rund 3,3 Milliarden Euro vereinbart. Diese Investition stärke die Finanzlage von Tennet Deutschland als Eigentümer strategisch wichtiger Infrastruktur in Deutschland, hob das Unternehmen hervor.

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Die niederländische Holding bleibt demnach weiterhin mit 28,9 Prozent an Tennet Deutschland beteiligt. Tennet-Chefin Manon van Beek begrüßte bei einer Pressekonferenz den Einstieg des deutschen Staates als Anteilseigner - auch mit Blick auf steigende Investitionen und "die neue geopolitische Realität". Tennet setze sich weiterhin "für eine zuverlässige, nachhaltige und bezahlbare Stromversorgung ein", bekräftigte sie.

Tennet ist der größte der vier Übertragungsnetzbetreiber in Deutschland und betreibt ein rund 14.000 Kilometer langes Hochspannungsstromnetz zwischen Schleswig-Holstein und Bayern. Das Unternehmen ist eine Tochter der niederländischen Tennet, die dem Staat gehört. Den Haag will schon seit längerem nicht mehr ins deutsche Stromnetz investieren. Mitte 2024 waren Gespräche über eine Beteiligung Berlins zwischen der deutschen und der niederländischen Regierung aber an den deutschen Haushaltsengpässen gescheitert.

Zuletzt hatte der Haushaltsausschuss des Bundestages allerdings grünes Licht für einen Einstieg gegeben. Im September hatte Tennet zudem den milliardenschweren Einstieg neuer Investoren für seine deutsche Tochter verkündet, die den Netzausbau entscheidend voranbringen sollen. Der niederländische Rentenfonds APG, der norwegische Staatsfonds NBIM und der Staatsfonds GIC aus Singapur steuern bis zu 9,5 Milliarden Euro bei.

O.Nicholson--TNT

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