The National Times - "Reputationsschaden": ADAC-Verkehrspräsident tritt nach Bekenntnis zu Klimaschutz zurück

"Reputationsschaden": ADAC-Verkehrspräsident tritt nach Bekenntnis zu Klimaschutz zurück


"Reputationsschaden": ADAC-Verkehrspräsident tritt nach Bekenntnis zu Klimaschutz zurück
"Reputationsschaden": ADAC-Verkehrspräsident tritt nach Bekenntnis zu Klimaschutz zurück / Foto: © AFP/Archiv

Der Verkehrspräsident des ADAC, Gerhard Hillebrand, ist wegen scharfer Kritik von Autofahrern an seinen Äußerungen zum Klimaschutz und zu den Spritpreisen zurückgetreten. Hillebrands Positionierung habe "zu erheblichen Irritationen bei Mitgliedern sowie zahlreichen Beschwerden und Kündigungen geführt", erklärte der Automobilclub am Montag. Der ADAC habe "Glaubwürdigkeit" eingebüßt, es sei daher richtig, "daraus persönliche Konsequenzen zu ziehen", erklärte Hillebrand.

Textgröße ändern:

Der Ex-Verkehrspräsident hatte im Dezember im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" unter anderem vor einer Lockerung der Klimaschutzziele der EU gewarnt und mehr Anreize zum Umstieg auf klimafreundliche Autos gefordert. Die CO2-Bepreisung begrüßte er als "richtiges Instrument" für den Klimaschutz.

Durch den steigenden CO2-Preis steigen allerdings die Kraftstoffpreise - von ADAC-Mitgliedern hagelte es daher massive Kritik. Die "Bild"-Zeitung berichtete über eine Kündigungswelle: 60.000 Mitglieder seien in den vergangenen vier Wochen aus dem ADAC ausgetreten. Viele Mitglieder hätten den Eindruck gehabt, der Club habe seine Rolle als Anwalt der Autofahrer verlassen, zitierte die Zeitung eine ADAC-Sprecherin.

"Hillebrand bedauert, dass seine Äußerungen Mitglieder verunsichert und verärgert sowie Glaubwürdigkeit gekostet haben", erklärte der Automobilclub. "Mit seinem Schritt übernimmt Hillebrand persönlich Verantwortung für den entstandenen Reputationsschaden."

E.Reid--TNT

Empfohlen

Autozulieferer Continental verkauft Industriegeschäft an Investmentgesellschaft

Der Autozulieferer Continental will seine Sparte Contitech an eine Tochter der Investmentgesellschaft Lone Star Funds verkaufen. Der mit der Käuferin vereinbarte Wert der Sparte mit dem Industriegeschäft und Kunststoffprodukten betrage "4,0 Milliarden Euro zuzüglich möglicher erfolgsabhängiger Komponenten von bis zu 250 Millionen Euro in den Folgejahren", erklärte Continental am Samstag. Das Unternehmen werde damit "zum ersten Mal in seiner Unternehmensgeschichte ein reiner Reifenhersteller sein".

So viele Anträge wie nie bei der Schlichtungsstelle Reise & Verkehr

Bei der Schlichtungsstelle Reise & Verkehr sind im ersten Halbjahr so viele Beschwerden über Verspätungen und Ausfälle von Flug- und Bahnreisen eingegangen wie noch nie: In den sechs Monaten bis Ende Juni erreichten rund 29.000 Schlichtungsanträge die Stelle - das sei ein bisheriger Höchststand, teilte sie am Samstag mit. Vier von fünf Anträge auf Schlichtung betreffen Flüge.

Behörde: Mehrere Gewässer in Norditalien in "kritischem Zustand"

Mehrere Gewässer in Norditalien befinden sich der Behörde des Flusses Po (ADBPO) zufolge aufgrund einer Dürre in einem "kritischen Zustand". "Der Würgegriff der Dürre zieht sich in Norditalien weiter zu", erklärte die ADBPO, die Italiens längsten Fluss überwacht, am Freitag in einer Stellungnahme. Die Wettervorhersage verheiße für die kommenden Tage nichts Gutes, erklärte die Behörde weiter.

Von der Leyen: Technische Probleme mit EU-Grenzkontrollen werden gelöst

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hat eingeräumt, dass es im Zusammenhang mit den neuen automatisierten Grenzkontrollen der EU "noch viel zu tun" gibt. "Wir arbeiten mit den Mitgliedstaaten daran, dass diese technischen Probleme gelöst werden", versicherte sie am Freitag bei einer Pressekonferenz im irischen Cork. Die Kontrollen führen seit Ende vergangenen Jahres an europäischen Flughäfen zu langen Warteschlangen.

Textgröße ändern: