The National Times - Fed-Zinspause erzürnt Trump - US-Präsident fordert "erhebliche" Senkung

Fed-Zinspause erzürnt Trump - US-Präsident fordert "erhebliche" Senkung


Fed-Zinspause erzürnt Trump - US-Präsident fordert "erhebliche" Senkung
Fed-Zinspause erzürnt Trump - US-Präsident fordert "erhebliche" Senkung / Foto: © AFP

Die jüngste Zinspause der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) stößt bei US-Präsident Donald Trump auf scharfe Kritik. Es gebe "absolut keinen Grund", die Zinsen hochzuhalten, schrieb Trump am Donnerstag in seinem Online-Netzwerk Truth Social. Nötig sei stattdessen eine "erhebliche" Absenkung. Den Chef der Notenbank, Jerome Powell, bezeichnete der US-Präsident erneut als "Schwachkopf".

Textgröße ändern:

Die Fed hatte am Mittwoch mit zehn zu zwei Stimmen in ihrem Offenmarktausschuss mehrheitlich beschlossen, den Leitzins nach zuletzt drei Absenkungen in Folge unverändert zu lassen. Powell begründete die Zurückhaltung der Notenbank mit der ökonomischen Lage. "Die Wirtschaft wächst in solidem Tempo, die Arbeitslosenquote ist weitgehend stabil und die Inflation bleibt etwas erhöht", sagte er.

Trump schrieb am Donnerstag hingegen: "Jerome 'Too Late' (zu spät) Powell hat sich erneut geweigert, die Zinsen zu senken, obwohl es absolut keinen Grund gibt, sie so hoch zu halten." Auch Powell habe zugegeben, "dass die Inflation kein Problem oder keine Bedrohung mehr ist".

Trump versucht bereits seit geraumer Zeit, die Fed auf Linie zu bringen, um eine deutliche Leitzinssenkung zu erreichen, was Kredite verbilligen würde, aber auch die Teuerung der Verbraucherpreise anheizen könnte. Den Fed-Chef hatte er bereits in der Vergangenheit als "Schwachkopf" und "Verlierer" bezeichnet.

S.Arnold--TNT

Empfohlen

Bundesregierung: Vorerst keine weiteren Maßnahmen wegen Sprit- und Energiepreisen

Die Bundesregierung will vorerst keine weiteren Maßnahmen angesichts der gestiegenen Sprit- und Energiepreise auf den Weg bringen. Erste wichtige Schritte seien mit dem Spritpreispaket unternommen worden, sagte der stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille am Freitag. "Diese Maßnahmen müssen erstmal in Kraft treten können und ihre Wirkung entfalten, bevor man weitere Maßnahmen in den Blick nimmt."

Verbraucherzentrale: Gericht ordnet Änderungen bei Tiktok an

Ein bayerisches Gericht hat die Videoplattform Tiktok nach Angaben von Verbraucherschützern zu Änderungen seiner Nutzeroberfläche verurteilt. Tiktok müsse App-Einstellungen zu seinem Empfehlungssystem sowie die Möglichkeiten zur Meldung rechtswidriger Inhalte einfacher zugänglich machen, erklärte die Verbraucherzentrale Bayern am Freitag. Das Urteil ist demnach noch nicht rechtskräftig.

Reservegleise und mehr Puffer im Fahrplan: Vorschläge für pünktlichere Bahn

Reservegleise für verspätete Züge und mehr Puffer im Fahrplan: Eine vom Bundesverkehrsministerium eingerichtete Arbeitsgruppe hat eine Reihe von Maßnahmen für kurzfristige Verbesserungen der Pünktlichkeit der Deutschen Bahn vorgelegt. Die "Taskforce zuverlässige Bahn", der Vertreterinnen und Vertreter von Bund, Ländern, Behörden, der Bahn und weiteren Eisenbahnverkehrsunternehmen sowie von Verbänden und Gewerkschaften angehören, legte am Freitag ihren Abschlussbericht vor. Darin sind 22 Maßnahmen aufgeführt.

Bundestag debattiert über Pränataltests - Antrag fordert breitere Datengrundlage

Der Bundestag hat am Freitag über eine stärkere Regulierung von Bluttests debattiert, mit denen bestimmte genetische Auffälligkeiten von Kindern noch vor der Geburt festgestellt werden können. Mehr als hundert Abgeordnete von CDU, CSU, SPD, Grünen und Linken fordern in einem fraktionsübergreifenden Antrag eine genauere Regelung, wann diese so genannten "nicht invasiven Pränataltests" (NIPT) zur Feststellung von Trisomie-Erkrankungen angewendet werden sollen.

Textgröße ändern: