The National Times - Puma bekommt chinesischen Großaktionär

Puma bekommt chinesischen Großaktionär


Puma bekommt chinesischen Großaktionär
Puma bekommt chinesischen Großaktionär / Foto: © AFP/Archiv

Der deutsche Sportbekleidungshersteller Puma bekommt einen neuen Großaktionär aus China: Der chinesische Sportartikelhersteller Anta Sports will Puma-Aktien im Wert von rund 1,51 Milliarden Euro und somit 29 Prozent der Anteile an dem Unternehmen übernehmen. Anta gab dies am Dienstag in einer Börsenerklärung in Hongkong bekannt. Die Chinesen kaufen demnach die Puma-Anteile des bisherigen größten Anteilseigners, der Artémis-Holding des französischen Milliardärs François Pinault.

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Den Angaben nach wurde der Kauf von etwas mehr als 43 Millionen Aktien zum Preis von 35 Euro pro Stück vereinbart. Dies entspricht einem Aufschlag von 62 Prozent gegenüber dem letzten Schlusskurs von Puma am Montag. Pumas Aktienkurs in den vergangenen Monaten spiegele "das langfristige Potenzial der Marke nicht vollständig wider", erklärte Anta-Chef Ding Shizhong.

Der Kauf soll vorbehaltlich der entsprechenden behördlichen Genehmigungen und üblichen Abschlussbedingungen bis Ende 2026 abgeschlossen sein. Anta erklärte, die erworbene Beteiligung werde voraussichtlich Pumas "Präsenz und Markenbekanntheit auf dem globalen Sportartikelmarkt weiter stärken und damit seine internationale Gesamtwettbewerbsfähigkeit erhöhen". Der chinesische Sportartikelriese will demnach daran arbeiten, die "starke Markenidentität und -tradition zu bewahren, mit dem Ziel, Puma dabei zu helfen, sein Markenpotenzial voll auszuschöpfen".

Das Unternehmen erklärte, es gebe keine Pläne für eine vollständige Übernahme Pumas. Jedoch werde "die Möglichkeit einer weiteren Vertiefung der Partnerschaft zwischen beiden Parteien in Zukunft sorgfältig" geprüft.

Artémis begründet den Verkauf seinerseits mit dem Wunsch, sich "auf Vermögenswerte zu konzentrieren, über die das Unternehmen die Kontrolle hat". Der Konzern wolle "seine Ressourcen in neue wertschöpfende Sektoren umschichten", erklärte er. Zur Artémis-Holding gehört unter anderem der Luxusgüterkonzern Kering mit Marken wie Gucci und Saint Laurent.

Anta hat seinen Sitz in der südöstlichen chinesischen Provinz Fujian und ist einer der größten Sportartikelhersteller der Welt. Durch seine Tochtergesellschaft Amer Sports ist Anta Mutterunternehmen vieler globaler Marken, darunter Wilson, Arcteryx und Salomon. Zudem kontrolliert es die Rechte im riesigen chinesischen Markt für ausländische Sportbekleidungsfirmen wie Fila und Descente.

Puma kämpft seit einigen Monaten mit einer schwachen Nachfrage und verzeichnete im dritten Quartal des vergangenen Jahres einen Umsatzrückgang von mehr als 15 Prozent. Geschäftsführer Arthur Hoeld, der im vergangenen Jahr die Leitung des Unternehmens übernommen hatte, erklärte, die Marke sei "zu kommerziell" geworden und habe im vergangenen Jahr einen "Reset" vollzogen, um Markenattraktivität, Vertriebsqualität und Produktangebot zu verbessern.

Die Puma-Aktie legte am Dienstagvormittag um rund acht Prozent zu. An der Hongkonger Börse schloss Anta Sport mit einem Plus von gut zwei Prozent.

S.Arnold--TNT

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