The National Times - Tarifkonflikt in öffentlichem Dienst: Warnstreiks an über 20 Universitätskliniken

Tarifkonflikt in öffentlichem Dienst: Warnstreiks an über 20 Universitätskliniken


Tarifkonflikt in öffentlichem Dienst: Warnstreiks an über 20 Universitätskliniken
Tarifkonflikt in öffentlichem Dienst: Warnstreiks an über 20 Universitätskliniken / Foto: © AFP/Archiv

Bundesweit sind am Dienstag Beschäftigte von mehr als 20 Universitätskrankenhäusern in Warnstreiks getreten. An einem Branchenstreiktag der Gewerkschaft Verdi sollten sich nach deren Angaben unter anderem die Mitarbeitenden von Unikliniken in Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Bayern beteiligen. Hintergrund ist ein Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst von 15 Bundesländern. Hessen verhandelt nicht mit.

Textgröße ändern:

"An den betroffenen Kliniken ist mit deutlichen Einschränkungen zu rechnen, für eine Notfallversorgung ist jedoch gesorgt", erklärte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler. Es gälten entsprechende Notdienstvereinbarungen. Die Beschäftigten an den Uniklinkiken seien "stinksauer", fügte sie an. Es gehe für diese in dem Tarifstreit unter anderem zusätzlich um die Höhe von Schicht- und Wechselschichtzulagen.

Derzeit laufen die Tarifgespräche für die Beschäftigten der Länder. Zwei Verhandlungsrunden verliefen bislang ergebnislos, eine dritte Runde ist ab 11. Februar in Potsdam geplant. Im Vorfeld wollen die Gewerkschaften mit verschärften Warnstreiks den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Die Proteste im Gesundheitswesen sollen laut Verdi am Mittwoch weitergehen, zudem sind weitere Branchenstreiktage geplant. Für Donnerstag rufen die Gewerkschaften bereits zu Arbeitsniederlegungen im Bildungsbereich auf.

Die Gewerkschaften fordern sieben Prozent, monatlich jedoch mindestens 300 Euro mehr Geld. Die Länderfinanzminister wiesen die Forderung als überhöht zurück. Sie legten bisher kein eigenes Angebot vor, sondern nur einen sogenannten Einigungskorridor. Dieser sieht im Wesentlichen einen Inflationsausgleich bei einer Laufzeit von 29 Monaten vor. Von den Gewerkschaften wurde der Vorschlag als inakzeptabel zurückgewiesen.

Konkret verhandelt wird in der Tarifrunde für alle nicht verbeamteten Beschäftigten von 15 Ländern. Hessen schließt separate Vereinbarungen ab. Die Tarifabschlüsse werden später in der Regel auf die verbeamteten Länderbeschäftigten sowie Pensionäre übertragen. Laut Verdi wird in der Tarifrunde für insgesamt 2,2 Millionen Länderbeschäftigte verhandelt.

C.Blake--TNT

Empfohlen

Einsparungen von halber Milliarde: Bahn-Chefin Palla will Konzernleitung verschlanken

Bahn-Chefin Evelyn Palla hat "eine deutliche Verschlankung der Konzernleitung" angekündigt. Dies werde jährliche Einsparungen in Höhe von 500 Millionen Euro bringen, sagte Palla am Montagabend bei einem Neujahrsempfang in Berlin. Mit Blick auf die Pünktlichkeit der Züge schwor sie Bahnfahrer in Deutschland auf ein weiteres schwieriges Jahr ein.

Deutschlandticket: Trotz Preiserhöhung keine Kündigungswelle

Die Preiserhöhung für das Deutschlandticket von 58 auf 63 Euro im Monat hat nach Angaben der Verkehrsunternehmen nicht zu einer Kündigungswelle geführt. Zum Jahreswechsel hätten 5,75 Prozent der Kundinnen und Kunden ihr Ticket gekündigt, teilte der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) am Dienstag mit. Das liege im "normalen Rahmen", sagte VDV-Präsident Ingo Wortmann. Vor einem Jahr, als das Ticket erstmals teurer wurde, hatten rund acht Prozent der Kunden gekündigt.

Puma bekommt chinesischen Großaktionär

Der deutsche Sportbekleidungshersteller Puma bekommt einen neuen Großaktionär aus China: Der chinesische Sportartikelhersteller Anta Sports will Puma-Aktien im Wert von rund 1,51 Milliarden Euro und somit 29 Prozent der Anteile an dem Unternehmen übernehmen. Anta gab dies am Dienstag in einer Börsenerklärung in Hongkong bekannt. Die Chinesen kaufen demnach die Puma-Anteile des bisherigen größten Anteilseigners, der Artémis-Holding des französischen Milliardärs François Pinault.

EU-Neuwagenmarkt 2025 gewachsen - Deutliches Plus bei Hybrid- und E-Autos

Ein deutliches Plus bei Hybrid- und Elektroautos hat dem EU-Neuwagenmarkt im vergangenen Jahr ein Wachstum beschert. Von Januar bis Dezember wurden mit insgesamt gut 10,8 Millionen Fahrzeugen 1,8 Prozent mehr Autos zugelassen als 2024, wie der Herstellerverband Acea am Dienstag mitteilte. Die Gesamtmenge liege damit jedoch weiterhin "deutlich" unter dem Niveau vor der Corona-Pandemie.

Textgröße ändern: