The National Times - Rakete für letzte Tests vor Nasa-Mondmission Artemis 2 in Stellung gebracht

Rakete für letzte Tests vor Nasa-Mondmission Artemis 2 in Stellung gebracht


Rakete für letzte Tests vor Nasa-Mondmission Artemis 2 in Stellung gebracht
Rakete für letzte Tests vor Nasa-Mondmission Artemis 2 in Stellung gebracht / Foto: © AFP

In Vorbereitung ihrer Mondmission Artemis 2 hat die US-Raumfahrtbehörde Nasa ihre Riesen-Rakete SLS für letzte vorbereitende Tests auf ihre Startrampe gebracht. Die SLS auf dem Gelände des Kennedy Space Center im Bundesstaat Florida in die richtige Position zu bringen, nahm am Samstag etwa zwölf Stunden in Anspruch. Es handelte sich um eine der letzten Etappen vor der für zwischen Anfang Februar und Ende April geplanten ersten Mond-Mission seit mehr als 50 Jahren.

Textgröße ändern:

Die riesige in orange und weiß lackierte Rakete verließ im Morgengrauen (Ortszeit) die Montagehalle und wurde dann langsam zur sechseinhalb Kilometer entfernten Startrampe 39B transportiert, wo sie am Abend ankam. Dort sind nun eine Reihe von Tests geplant. Sollte alles funktionieren, kann die Rakete frühestens am 6. Februar zu einer Umrundung des Mondes starten. An der etwa zehn Tage dauernden Mission sollen drei US-Astronauten und ein Kanadier teilnehmen.

Der bislang letzte bemannte Mond-Flug war 1972 die US-Mission Apollo 17. "Wir sind dabei, Geschichte zu schreiben", sagte der für das SLS-Programm zuständige Nasa-Vertreter John Honeycutt am Freitag bei einer Pressekonferenz mit Blick auf die nun geplante Artemis-2-Mission.

Zusammen mit der Orion-Kapsel, in dem die Astronauten Reid Wiseman, Victor Glover, Christina Hammock Koch und Jeremy Hansen Platz nehmen, ist die SLS-Rakete 98 Meter hoch und damit höher als die Freiheitsstatue in New York. Die Saturn-V-Rakete, mit der US-Astronauten im Rahmen der Apollo-Missionen zum Mond geflogen waren, war mit 110 Metern allerdings noch länger.

Die vier Astronauten von Artemis 2 waren dabei, als die SLS in Stellung gebracht wurde. "Ich bin wirklich enthusiastisch, das zu sehen", sagte der Kanadier Hansen vor Journalisten. "In nur wenigen Wochen werden Sie vier Menschen um den Mond fliegen sehen, und wenn wir dazu jetzt in der Lage sind, stellen Sie sich vor, was wir als Nächstes tun können werden."

Die unbemannte Mission Artemis 1 hatte im November 2022 nach mehreren Verschiebungen und zwei erfolglosen Startversuchen stattgefunden. Die bemannte Nachfolgemission Artemis 2 ist die erste Mondmission, an der eine Frau, ein nicht-weißer Mensch und ein Mensch, der nicht aus den USA stammt, teilnehmen. Nach der Erdumrundung sollen bei der darauffolgenden Mission Menschen auf den Mond zurückkehren.

Das Artemis-Programm war während der ersten Amtszeit von US-Präsident Donald Trump gestartet worden. Erklärtes Ziel ist eine dauerhafte Präsenz von Menschen auf dem Mond und die Vorbereitung späterer Missionen auf den viel weiter entfernten Mars.

Das neue US-Mondfahrprogramm erlitt in den vergangenen Jahren immer wieder Rückschläge. Dennoch hatte die Nasa Ende 2025 überraschenderweise den Start von Artemis 2 Anfang Februar oder den folgenden Wochen angekündigt.

Die Trump-Regierung macht Druck, den Raumfahrt-Wettbewerb mit China zu gewinnen, das wie die USA bis 2030 Raumfahrer auf den Mond schicken und eine Mondbasis aufbauen will. Die bislang für 2027 geplante Mission Artemis 3 muss aber voraussichtlich verschoben werden, weil das US-Raumfahrtunternehmen SpaceX von Elon Musk Experten zufolge beim Bau der Megarakete Starship für den Flug zum Mond hinterherhinkt.

F.Hammond--TNT

Empfohlen

Autozulieferer Continental verkauft Industriegeschäft an Investmentgesellschaft

Der Autozulieferer Continental will seine Sparte Contitech an eine Tochter der Investmentgesellschaft Lone Star Funds verkaufen. Der mit der Käuferin vereinbarte Wert der Sparte mit dem Industriegeschäft und Kunststoffprodukten betrage "4,0 Milliarden Euro zuzüglich möglicher erfolgsabhängiger Komponenten von bis zu 250 Millionen Euro in den Folgejahren", erklärte Continental am Samstag. Das Unternehmen werde damit "zum ersten Mal in seiner Unternehmensgeschichte ein reiner Reifenhersteller sein".

So viele Anträge wie nie bei der Schlichtungsstelle Reise & Verkehr

Bei der Schlichtungsstelle Reise & Verkehr sind im ersten Halbjahr so viele Beschwerden über Verspätungen und Ausfälle von Flug- und Bahnreisen eingegangen wie noch nie: In den sechs Monaten bis Ende Juni erreichten rund 29.000 Schlichtungsanträge die Stelle - das sei ein bisheriger Höchststand, teilte sie am Samstag mit. Vier von fünf Anträge auf Schlichtung betreffen Flüge.

Behörde: Mehrere Gewässer in Norditalien in "kritischem Zustand"

Mehrere Gewässer in Norditalien befinden sich der Behörde des Flusses Po (ADBPO) zufolge aufgrund einer Dürre in einem "kritischen Zustand". "Der Würgegriff der Dürre zieht sich in Norditalien weiter zu", erklärte die ADBPO, die Italiens längsten Fluss überwacht, am Freitag in einer Stellungnahme. Die Wettervorhersage verheiße für die kommenden Tage nichts Gutes, erklärte die Behörde weiter.

Von der Leyen: Technische Probleme mit EU-Grenzkontrollen werden gelöst

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hat eingeräumt, dass es im Zusammenhang mit den neuen automatisierten Grenzkontrollen der EU "noch viel zu tun" gibt. "Wir arbeiten mit den Mitgliedstaaten daran, dass diese technischen Probleme gelöst werden", versicherte sie am Freitag bei einer Pressekonferenz im irischen Cork. Die Kontrollen führen seit Ende vergangenen Jahres an europäischen Flughäfen zu langen Warteschlangen.

Textgröße ändern: