The National Times - Bitkom: Zwei Drittel nutzen Apps beim Lebensmitteleinkauf

Bitkom: Zwei Drittel nutzen Apps beim Lebensmitteleinkauf


Bitkom: Zwei Drittel nutzen Apps beim Lebensmitteleinkauf
Bitkom: Zwei Drittel nutzen Apps beim Lebensmitteleinkauf / Foto: © AFP/Archiv

Zwei Drittel der Kunden nutzen Apps beim Lebensmitteleinkauf. Wie aus einer am Freitag veröffentlichten Umfrage des Digitalverbands Bitkom unter 1120 Internetnutzerinnen und -nutzern hervorgeht, verwenden 67 Prozent beim Einkauf mindestens eine App, die etwa Rabatte oder Treuepunkte verspricht.

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Viele haben sogar mehrere solcher Apps. Knapp jede und jeder Fünfte (21 Prozent) gibt demnach an, fünf oder mehr Apps zum Lebensmitteleinkauf zu verwenden. Acht Prozent nutzen vier Apps und zwölf Prozent drei Apps. 14 Prozent der Befragten haben zwei solcher Anwendungen und zwölf Prozent eine. Im Schnitt haben damit Kunden vier Apps von Lebensmittelhändlern auf ihrem Smartphone installiert.

Es geht vor allem ums Sparen. Mehr als drei Viertel der Befragten verwenden Angebote und Rabatte (77 Prozent), 73 Prozent nutzen über die App digitale Kundenkarten und Treueprogramme. Services wie digitale Kassenbons werden von 44 Prozent in Anspruch genommen, wie Bitkom in Berufung auf die repräsentative Umfrage weiter mitteilte.

Funktionen wie digitale Einkaufsplanung oder Kochrezepte nutzt nur rund jede und jeder Fünfte (22 Prozent). Etwa genauso viele verwenden Apps für Informationen etwa zu Öffnungszeiten oder die Onlinebestellung von Lebensmitteln.

Aus Sicht von Verbraucherexperten verleiten solche Supermarkt-Apps allerdings dazu, mehr Geld auszugeben. Nach einer am Freitag veröffentlichten Befragung im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) tätigten zwei Drittel der Supermarkt-App-Nutzer (67 Prozent) in den vergangenen zwei Jahren zusätzliche Käufe, um Angebote oder Vergünstigungen in der App zu erhalten.

Gleichzeitig haben Verbraucher demnach das Gefühl, dass sie durch Coupons und Rabattmöglichkeiten in der App bei ihrem Einkauf manchmal (69 Prozent) oder sogar bei jedem Einkauf (24 Prozent) Geld sparen. Die tatsächliche Ersparnis liegt laut dem Preisvergleichsportal Smhaggle im Durchschnitt allerdings bei maximal zwei Prozent.

"App-Nutzer und -Nutzerinnen geben persönliche Daten preis", kritisierte Ramona Pop, Vorständin des Verbraucherzentrale Bundesverbands. "Supermärkte können so gezielt das Einkaufs- und Ernährungsverhalten beeinflussen. Das sehen wir kritisch." Gerade in Zeiten hoher Lebensmittelpreise dürften Rabatte nicht von der App-Nutzung abhängen.

Befragt wurden im Auftrag des vzbv vom 29. Oktober bis 3. November 2025 1000 Internetnutzer ab 16 Jahren.

S.Cooper--TNT

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