The National Times - US-Luxushändler Saks Global rutscht in die Insolvenz

US-Luxushändler Saks Global rutscht in die Insolvenz


US-Luxushändler Saks Global rutscht in die Insolvenz
US-Luxushändler Saks Global rutscht in die Insolvenz / Foto: © AFP/Archiv

Der hochverschuldete US-Luxuseinzelhändler Saks Global ist in die Zahlungsunfähigkeit gerutscht. Die Muttergesellschaft der Kaufhauskette Saks Fifth Avenue und der Marken Neiman Marcus und Bergdorf Goodman beantragte bei einem Gericht im Bundesstaat Texas Gläubigerschutz nach Kapitel elf des US-Insolvenzrechts, wie der Konzern am Mittwoch mitteilte. Diese geordnete Form der Insolvenz schützt Unternehmen sehr weitgehend vor ihren Gläubigern.

Textgröße ändern:

Hintergrund ist, dass die Gruppe, deren Geschichte mehr als 150 Jahre zurückreicht, in den vergangenen Monaten einige ihrer Lieferanten nicht mehr hatte bezahlen können. Zudem kämpft Saks Global mit einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld und einem veränderten Konsumverhalten der US-Verbraucher. Diese geben zwar weiter Geld aus, sind aber preisbewusster geworden und strömen nicht mehr in Scharen in das 1924 eröffnete Flaggschiff-Kaufhaus Saks Fifth Avenue in New York.

Hoffnung setzt der Luxushändler nun auf eine Finanzierung in Höhe von rund 1,75 Milliarden Dollar (1,5 Milliarden Euro), die sich Saks Global nach eigenen Angaben vom Mittwoch sicherte und die bei der Sanierung helfen soll. Der Konzern kündigte an, er werde "alle Kundenprogramme erfüllen, künftige Zahlungen an Lieferanten leisten und die Zahlung von Gehältern und Sozialleistungen an die Mitarbeiter aufrechterhalten". Auch die Geschäfte sollen demnach geöffnet bleiben.

Zugleich gab Saks Global einen Wechsel an der Konzernspitze bekannt: Der frühere Neiman-Marcus-Geschäftsführer Geoffroy van Raemdonck rückt demnach in den Chefsessel und folgt auf Richard Baker, der 2024 die rund 2,7 Milliarden Dollar schwere Übernahme von Neiman Marcus durch Saks orchestriert hatte. Er wolle nun die "Transformation" des Unternehmens fortsetzen, kündigte Van Raemdonck am Mittwoch an - "damit Saks Global auch in Zukunft eine zentrale Rolle im Luxuseinzelhandel spielen kann".

T.Ward--TNT

Empfohlen

Mercosur-Abkommen: Bauernpräsident sieht Versagen der Politik

Bauernpräsident Joachim Rukwied hat der europäischen Politik beim Handelsabkommen mit den Mercosur-Staaten Versagen vorgeworfen. Der Agrarteil sei "nicht ausgewogen" und werde sich "zum Nachteil der deutschen und europäischen Landwirtschaft" auswirken sowie "zusätzlichen Wettbewerbsdruck auslösen", sagte Rukwied am Mittwoch bei einer Pressekonferenz im Vorfeld der Grünen Woche in Berlin. "Hier hat die Politik versagt aus europäischer Sicht. Sie hat schlecht verhandelt."

Medikamente zu teuer: Kasse sieht Milliarden-Einsparpotenzial

Die finanziell angeschlagenen gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland sehen ein milliardenschweres Einsparpotenzial bei den Ausgaben für Arzneimittel. Im internationalen Vergleich seien deutsche Medikamentenpreise zu hoch, heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten Auswertung der Techniker Krankenkasse (TK). Bereits bei den 30 umsatzstärksten Medikamenten ließen sich durch Angleichungen an das internationale Preisniveau jährlich rund 4,37 Milliarden Euro an Arzneimittelausgaben für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) einsparen.

Wegen Steuererhöhungen: Ryanair will tausende Flüge in Belgien streichen

"Dummes Belgien": Die Billigfluggesellschaft Ryanair schimpft auf geplante Steuererhöhungen im deutschen Nachbarland und will deshalb tausende Flüge streichen. Das Unternehmen werde in diesem Jahr 1,1 Millionen weniger Flugtickets mit Start oder Ziel am Flughafen Charleroi verkaufen, sollte die belgische Regierung geplante Steuererhöhungen nicht zurücknehmen, sagte Ryanair-Chef Michael O'Leary am Mittwoch in Brüssel. 2027 könne eine weitere Million Passagiere wegfallen.

China verzeichnet 2025 Rekord-Handelsüberschuss

Trotz deutlich gesunkener Exporte in die USA hat China 2025 einen Rekord-Handelsüberschuss von 1,2 Billionen Dollar verzeichnet. Die chinesischen Exporteure lieferten im Vergleich zum Vorjahr in Dollar gerechnet 5,5 Prozent mehr Waren an Handelspartner in aller Welt, wie am Mittwoch aus Zahlen des Zolls hervorging. Die Importe blieben zugleich auf einem ähnlichen Niveau, so dass das Handelsvolumen nach Angaben des chinesischen Vize-Zollministers Wang Jun einen "neuen historischen Höchststand" erreicht.

Textgröße ändern: