The National Times - HSV-Legende Uwe Seeler laut "Bild" mit 85 Jahren gestorben

HSV-Legende Uwe Seeler laut "Bild" mit 85 Jahren gestorben


HSV-Legende Uwe Seeler laut "Bild" mit 85 Jahren gestorben
HSV-Legende Uwe Seeler laut "Bild" mit 85 Jahren gestorben / Foto: © AFP/Archiv

"Uns Uwe" ist tot: Die Hamburger Fußball-Legende Uwe Seeler starb im Alter von 85 Jahren, wie die "Bild"-Zeitung am Donnerstag berichtete. Demnach schlief der langjährige Stürmer des Hamburger Sport Vereins (HSV) und Nationalspieler friedlich im Kreise seiner Familie ein.

Textgröße ändern:

Seeler kämpfte seit längerer Zeit mit gesundheitlichen Problemen - zuletzt war er im Frühjahr in seinem Haus gestürzt und musste sich im Krankenhaus behandeln lassen.

Seeler galt als die Verkörperung des volksnahen, bodenständigen Fußballers. Obwohl er als einer der größten Spieler seiner Zeit galt, lehnte er Angebote von anderen Vereinen ab und blieb beim HSV. Für den mittlerweile in der zweiten Bundesliga spielenden Verein stand er von 1946 bis 1972 auf dem Platz.

Für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft spielte Seeler 72 Mal und schoss dabei 43 Tore. Er war bei vier Weltmeisterschaften dabei. 1966 führte er die deutsche Mannschaft als Kapitän ins WM-Finale im Londoner Wembley-Stadion gegen England, das Deutschland in der Verlängerung und auch wegen des bis heute umstrittenen Wembley-Tors verlor. Sein letztes Turnier war die Weltmeisterschaft 1970. Nach seiner Karriere wurde Seeler zum Ehrenspielführer ernannt.

Seeler wurde mit dem HSV deutscher Meister und gewann auch den DFB-Pokal, wiederholt wurde er zum Fußballer des Jahres gewählt. Von 1995 bis 1998 war er Präsident des HSV. Als Werbegesicht, mit verschiedenen sozialen Aktivitäten, aber auch viel gefragter Interviewpartner blieb Seeler nach seiner sportlichen Laufbahn öffentlich präsent. 2003 wurde er Hamburger Ehrenbürger. Seeler hinterlässt seine Frau, drei Töchter und sieben Enkelkinder.

T.Ward--TNT

Empfohlen

Drohender Streik: Micron-Beschäftigte in Taiwan lehnen Bonus von 68 Monatsgehältern ab

Angesichts eines drohenden Streiks hat der US-Chiphersteller Micron Technology seinen Beschäftigten in Taiwan eine Bonuszahlung von 68 Monatsgehältern angeboten - der Belegschaft ist das aber nicht genug. Hunderte Beschäftigte folgten am Donnerstag einem Aufruf der Gewerkschaften und versammelten sich zu einer Protestkundgebung am Micron-Werk in Taoyuan.

Glücksspiel im Internet: BGH prüft Rückforderung von verlorenen Einsätzen

Die Frage, ob Spieler verlorene Einsätze von möglicherweise verbotenen Glücksspielen im Internet zurückbekommen, wird nun grundsätzlich vom Bundesgerichtshof (BGH) geklärt. Am Donnerstag verhandelte er in Karlsruhe über einen Fall, den er zum Leitentscheidungsverfahren erklärte. Andere Gerichte können sich später an dem Urteil orientieren - noch fiel aber keine Entscheidung. (Az.I ZR 216/25 und I ZR 78/25)

KI-Aufholjagd: Europa macht bei industriellen Anwendungen Boden gut

Bei Künstlicher Intelligenz (KI) droht Europa bei großen Sprachmodellen wie ChatGPT und Co. den Anschluss zu verlieren – bei industrieller KI gibt es laut einer Studie jedoch eine Aufholjagd: Die Investitionen in KI-Anwendungen, die in der Realwirtschaft zum Einsatz kommen, nähern sich dem US-Niveau, wie das Beratungsunternehmen McKinsey und das Software-Branchennetzwerk Boardwave am Donnerstag mitteilten. Laut Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) haben Deutschland und Europa das Potenzial, "zur führenden Kraft der industriellen KI zu werden".

US-Kongress will Haushalte vor steigenden Stromkosten durch Rechenzentren schützen

Das US-Repräsentantenhaus hat einen Gesetzentwurf zum Schutz von Privatleuten vor steigenden Stromkosten durch Rechenzentren verabschiedet. Für den parteiübergreifenden Entwurf stimmten am Mittwoch (Ortszeit) in Washington 417 Abgeordnete - nur drei votierten dagegen. Das Gesetz schreibt Kontrollen durch die Aufsichtsbehörden vor, um sicherzustellen, dass die Betreiber von Rechenzentren die zusätzlichen Kosten für den immensen Strombedarf sowie die dafür erforderliche Infrastruktur tragen.

Textgröße ändern: