The National Times - Zahl der Erwerbstätigen trotz schwacher Konjunktur 2025 fast unverändert

Zahl der Erwerbstätigen trotz schwacher Konjunktur 2025 fast unverändert


Zahl der Erwerbstätigen trotz schwacher Konjunktur 2025 fast unverändert
Zahl der Erwerbstätigen trotz schwacher Konjunktur 2025 fast unverändert / Foto: © AFP/Archiv

Trotz der schwachen Konjunktur in Deutschland ist die Zahl der Erwerbstätigen im vergangenen Jahr nahezu unverändert geblieben - Jobverluste in der Industrie und im Baugewerbe wurden durch Beschäftigungsgewinne in verschiedenen Dienstleistungsbereichen ausgeglichen, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte. Laut einer ersten Schätzung waren im Jahresdurchschnitt rund 46 Millionen Menschen erwerbstätig, das waren nur 5000 weniger als 2024. In dem Jahr hatte es so viele Erwerbstätige wie noch nie seit der Wiedervereinigung 1990 gegeben.

Textgröße ändern:

Die Entwicklung 2025 war gegenläufig: Im Produzierenden Gewerbe sank die Zahl der Beschäftigten kräftig um 143.000 auf 7,9 Millionen, wie das Statistikamt berechnete. Im Baugewerbe ging die Zahl der Erwerbstätigen um 23.000 auf 2,6 Millionen zurück. Auch in der Land- und Forstwirtschaft sank die Zahl der Erwerbstätigen, dieser Trend hält schon seit Jahren an.

Im öffentlichen Dienst sowie in den Bereichen Erziehung und Gesundheit dagegen gab es einen Zuwachs um 205.000 Beschäftigte - der Gesundheitsbereich hatte laut Statistikamt den größten Anteil daran. Auch im Bereich Finanz- und Versicherungsdienstleistungen wuchs die Zahl der Erwerbstätigen.

Konjunkturempfindliche Unternehmensdienstleister dagegen bauten Personal ab - im Bereich Zeitarbeit etwa waren es 64.000 Beschäftigte weniger als 2024, im Bereich Information und Kommunikation 10.000 weniger. In den Bereichen Handel, Verkehr und Gastgewerbe sank die Zahl der Erwerbstätigen dagegen nur leicht um 0,1 Prozent. In Deutschland arbeiten 75,9 Prozent aller Erwerbstätigen in den Dienstleistungsbereichen.

Neben der Konjunktur hat auch der demografische Wandel Auswirkungen auf die Beschäftigungsentwicklung, wie die Statistiker betonten. Für die aus dem Erwerbsleben ausscheidenden geburtenstarken Jahrgänge rücken immer weniger junge Erwerbstätige nach. "Stützend" für den Arbeitsmarkt waren auch 2025 die Nettozuwanderung ausländischer Arbeitskräfte sowie die höhere Erwerbsquote von älteren Menschen und Frauen.

P.Murphy--TNT

Empfohlen

US-Jury: Elon Musk hat Aktionäre vor dem Kauf von Twitter getäuscht

Der Tech-Multimilliardär Elon Musk hat nach Auffassung einer US-Jury vor seinem Kauf von Twitter im Jahr 2022 die Aktionäre des Onlinedienstes getäuscht, um den Aktienkurs des Unternehmens zu drücken. Das nach einem dreiwöchigen Prozess vor einem Bundesgericht in San Francisco am Freitag gefällte Urteil bedeutet, dass der reichste Mann der Welt zu Schadenersatzzahlungen in Milliardenhöhe verpflichtet werden könnte. Musk will das Urteil jedoch anfechten.

Trotz Kritik: Wirtschaftsministerin Reiche will Förderung von Solaranlagen stutzen

Trotz starker Kritik an bereits vor Wochen bekannt gewordenen Entwürfen hält Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) daran fest, die Förderung privater Solaranlagen stark zu reduzieren. Die garantierte Einspeisevergütung für kleine Solaranlagen soll wegfallen und Betreiber kleiner Anlagen sollen ihren Strom selbst vermarkten, wie es am Freitag aus Kreisen von Reiches Ministeriums hieß. Eine entsprechende Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes befinde sich nun in der "Frühkoordinierung" mit den anderen Ressorts.

Völkermord an Jesiden: Dschihadist in Paris in Abwesenheit zu lebenslanger Haft verurteilt

Wegen Beteiligung am Völkermord an der Volksgruppe der Jesiden ist in Paris ein französischer Dschihadist in Abwesenheit zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Ein Schwurgericht befand Sabri Essid am Freitag des Völkermords, der Verbrechen gegen die Menschlichkeit und der Mittäterschaft bei diesen Verbrechen für schuldig. Es wird angenommen, dass Essid, der sich in Syrien der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) angeschlossen hatte, tot ist.

Russische Schattenflotte: Französische Marine setzt Öltanker im Mittelmeer fest

Die französische Marine hat im Mittelmeer einen Öltanker aufgebracht, der auf der EU-Liste für Schiffe der russischen Schattenflotte steht. Am Freitagmorgen hätten Soldaten die "Denya" abgefangen und geentert, die der russischen Schattenflotte angehöre, erklärte der französische Präsident Emmanuel Macron im Onlinedienst X. Der Iran-Krieg werde Frankreich nicht von einer weiteren Unterstützung der Ukraine abhalten, schrieb Macron weiter.

Textgröße ändern: