The National Times - Erhebung: Deutsche Unternehmen zahlen ihre Rechnungen wieder etwas pünktlicher

Erhebung: Deutsche Unternehmen zahlen ihre Rechnungen wieder etwas pünktlicher


Erhebung: Deutsche Unternehmen zahlen ihre Rechnungen wieder etwas pünktlicher
Erhebung: Deutsche Unternehmen zahlen ihre Rechnungen wieder etwas pünktlicher / Foto: © AFP/Archiv

Die Zahlungsmoral der Firmen in Deutschland hat sich im dritten Quartal wieder etwas verbessert. Der durchschnittliche Zahlungsverzug verkürzte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,1 Tage auf 7,3 Tage, wie die Auskunftei Creditreform am Montag mitteilte. Nach einer "deutlichen Verschlechterung im Krisenjahr 2024" entspanne sich die Lage etwas. Am spätesten zahlt weiterhin das Baugewerbe mit einem Verzug von 12,3 Tagen im Schnitt.

Textgröße ändern:

Damit verbesserte sich die Branche immerhin etwas - im Vorjahr waren es noch im Schnitt 12,6 Tage gewesen, wie Creditreform weiter mitteilte. Deutlich pünktlicher zahlten die Unternehmen im Großhandel, die statt mit 9,4 Tagen nun mit 5,5 Tagen Verzug bezahlten. Die Einzelhändler verkürzten die Verzögerung von 7,3 auf 6,1 Tage. Die Firmen der Chemie- und Kunststoffindustrie zahlten 4,5 Tage später als vereinbart, im Vorjahr waren es 5,3 Tage gewesen. "Dies deutet auf eine gewisse Erholung der Konsumnachfrage und eine stabilere Liquiditätslage hin" erklärte Creditreform.

Die Auskunftei sah dennoch keinen Umschwung: "Viele Unternehmen kämpfen weiterhin mit hohen Kosten, schwacher Nachfrage und schwieriger Finanzierung", erklärte der Leiter der Wirtschaftsforschung bei Creditreform, Patrik Ludwig Hantzsch. "Die leichte Verbesserung ist deshalb eher eine Stagnation als eine Trendwende."

Die Erhebung beruht auf einem Register, in dem nach Angaben von Creditreform monatlich etwa 13 Millionen Zahlungserfahrungen über deutsche Unternehmen ausgewertet werden. Der Zahlungsverzug ermittelt sich demnach aus der Differenz zwischen vereinbartem Zahlungsziel und tatsächlichem Zahlungseingang.

B.Scott--TNT

Empfohlen

Biontech-Gründer ziehen sich zurück und starten neues Unternehmen

Die Gründer der erfolgreichen Pharmafirma Biontech, das Ehepaar Ugur Sahin und Özlem Türeci, wollen ihre Managementposten bis Ende 2026 abgeben und ein neues Unternehmen gründen. Das teilte Biontech in Mainz am Dienstag mit. Das 2008 gegründete Unternehmen war mit seinem Impfstoff gegen Corona auf Basis der mRNA-Technologie enorm erfolgreich. Nach Bekanntgabe des Führungswechsels fiel die Aktie am Dienstag stark - zeitweise um mehr als 19 Prozent.

Ausbleibende Öl- und Gaslieferungen sorgen für Unruhe in Asien

Viele asiatische Länder sind besonders abhängig von Öl- und Gaslieferungen aus dem Nahen Osten - in der zweiten Woche des Iran-Kriegs nimmt die Unruhe wegen steigender Spritpreise und Sorgen um die Versorgungssicherheit vielerorts spürbar zu. Am Dienstag reagierten weitere Länder mit Rationierungen und weiteren Maßnahmen: In Indien verschärften die Behörden die Kontrolle der Gasverteilung, Taiwan aktivierte ein Notfallinstrument für Ölprodukte und in Thailand wurden staatliche Bedienstete zum Homeoffice aufgerufen.

ADAC: Benzinpreis im Tagesdurchschnitt nun auch bei über zwei Euro

An Deutschlands Tankstellen ist nun auch der Tagesdurchschnittspreis für Benzin auf über zwei Euro gestiegen. Am Montag lag dieser Durchschnittspreis bei 2,028 Euro, wie der ADAC am Dienstag mitteilte. Der Preis für Diesel hatte die Marke schon vor Tagen übersprungen. Er lag am Montag im Tagesschnitt bei 2,171 Euro.

Umfrage: 80 Prozent zockten schon bei Glücksspiel

Etwa 80 Prozent der Menschen zwischen 16 und 70 Jahren in Deutschland haben schon einmal bei einem Glücksspiel gezockt. Das ergab eine am Dienstag in Berlin veröffentlichte Forsa-Umfrage für den Verband der Deutschen Automatenindustrie (VDAI). Bei 0,37 Prozent der Befragten deutet sich demnach ein problematisches Spielverhalten an, weitere 0,28 Prozent weisen ein pathologisches, also krankhaftes Zocken auf.

Textgröße ändern: