The National Times - Europas Autohersteller verkaufen im ersten Halbjahr 14 Prozent weniger

Europas Autohersteller verkaufen im ersten Halbjahr 14 Prozent weniger


Europas Autohersteller verkaufen im ersten Halbjahr 14 Prozent weniger
Europas Autohersteller verkaufen im ersten Halbjahr 14 Prozent weniger / Foto: © Patrik STOLLARZ/AFP/Archiv

Die Autoneuzulassungen in Europa sind im ersten Halbjahr um 14 Prozent im Vorjahresvergleich eingebrochen. Die Lieferengpässen schränkten die Produktion weiter ein, erklärte der Herstellerverband Acea am Freitag in Brüssel. Im Juni ging die Zahl der Neuzulassungen im Vorjahresvergleich um 15,4 Prozent zurück.

Textgröße ändern:

Neu zugelassen wurden von Januar bis Ende Juni 4,6 Millionen Pkw, wie Acea mitteilte. Besonders groß war der Rückgang im Vorjahresvergleich in Italien mit fast 23 Prozent. In Frankreich fielen die Neuzulassungen im ersten Halbjahr um rund 16 Prozent, in Deutschland und Spanien um rund elf Prozent.

Laut der Unternehmensberatung EY erreichte der EU-Neuwagenmarkt den niedrigsten Junistand seit der EU-Osterweiterung 2014. "Halbleiter und Rohstoffe sind nach wie vor knapp, was in der Produktion zu erheblichen Beeinträchtigungen führt. Die erhoffte Erholung dürfte sich auch aufgrund der strikten Lockdown-Politik in China weiter verzögern", erklärte EY-Experte Peter Fuß.

Er rechnet damit, dass die Verfügbarkeit von Neuwagen eingeschränkt, die Neuwagenpreise hoch und die Lieferzeiten lang bleiben werden. Die Hersteller würden sich auch weiterhin auf die Produktion von Fahrzeugen konzentrieren, mit denen sie am meisten Geld verdienen können.

S.Mitchell--TNT

Empfohlen

Glücksspiel im Internet: BGH prüft Rückforderung von verlorenen Einsätzen

Die Frage, ob Spieler verlorene Einsätze von möglicherweise verbotenen Glücksspielen im Internet zurückbekommen, wird nun grundsätzlich vom Bundesgerichtshof (BGH) geklärt. Am Donnerstag verhandelte er in Karlsruhe über einen Fall, den er zum Leitentscheidungsverfahren erklärte. Andere Gerichte können sich später an dem Urteil orientieren - noch fiel aber keine Entscheidung. (Az.I ZR 216/25 und I ZR 78/25)

KI-Aufholjagd: Europa macht bei industriellen Anwendungen Boden gut

Bei Künstlicher Intelligenz (KI) droht Europa bei großen Sprachmodellen wie ChatGPT und Co. den Anschluss zu verlieren – bei industrieller KI gibt es laut einer Studie jedoch eine Aufholjagd: Die Investitionen in KI-Anwendungen, die in der Realwirtschaft zum Einsatz kommen, nähern sich dem US-Niveau, wie das Beratungsunternehmen McKinsey und das Software-Branchennetzwerk Boardwave am Donnerstag mitteilten. Laut Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) haben Deutschland und Europa das Potenzial, "zur führenden Kraft der industriellen KI zu werden".

US-Kongress will Haushalte vor steigenden Stromkosten durch Rechenzentren schützen

Das US-Repräsentantenhaus hat einen Gesetzentwurf zum Schutz von Privatleuten vor steigenden Stromkosten durch Rechenzentren verabschiedet. Für den parteiübergreifenden Entwurf stimmten am Mittwoch (Ortszeit) in Washington 417 Abgeordnete - nur drei votierten dagegen. Das Gesetz schreibt Kontrollen durch die Aufsichtsbehörden vor, um sicherzustellen, dass die Betreiber von Rechenzentren die zusätzlichen Kosten für den immensen Strombedarf sowie die dafür erforderliche Infrastruktur tragen.

Ukrainische Regierung plant 2027 Rekordausgaben für Verteidigung

Wegen steigender Militärausgaben im Ukraine-Krieg plant die Regierung in Kiew im Haushalt 2027 Rekordausgaben für die Verteidigung. Zwei Drittel des Haushaltes sind für diesen Bereich vorgesehen, wie aus Regierungsdokumenten hervorgeht, welche die Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag einsehen konnte. 4,9 Billionen Hrywnja (etwa 95 Milliarden Euro) sind laut Finanzministerium für Verteidigung und Sicherheit eingeplant - so viel wie noch nie seit Beginn des russischen Einmarsches in die Ukraine im Februar 2022.

Textgröße ändern: