The National Times - 60 Prozent der Deutschen fürchten sich vor weiteren Naturkatastrophen

60 Prozent der Deutschen fürchten sich vor weiteren Naturkatastrophen


60 Prozent der Deutschen fürchten sich vor weiteren Naturkatastrophen
60 Prozent der Deutschen fürchten sich vor weiteren Naturkatastrophen / Foto: © AFP

Die Mehrheit der Menschen in Deutschland fürchtet sich einer Umfrage zufolge vor einer Zunahme der Naturkatastrophen. Fast ein Jahr nach dem verheerenden Hochwasser in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen sind die Umweltängste bei 60 Prozent der Befragten außergewöhnlich hoch, wie aus einer am Montag vorgestellten Sonderbefragung der R+V Versicherung in Wiesbaden hervorgeht.

Textgröße ändern:

In den vergangenen 30 Jahren sei dieser Wert in der Langzeitstudie "Die Ängste der Deutschen", in der diese Sorgen ebenfalls abgefragt werden, nur zweimal höher ausgefallen. Gemessen wurden diese Höchstwerte demnach einmal im vergangenen Jahr sowie im Jahr 2010. Bei einer Umfrage unmittelbar nach der Flut hatte 69 Prozent der Befragten große Angst vor Naturkatastrophen. Nach dem Ausbruch des Vulkans Eyjafjallajökull in Island und der Ölpest im Golf von Mexiko waren es 64 Prozent der Befragten.

Vor den Folgen des Klimawandels fürchten sich der Sonderbefragung zufolge ebenfalls 60 Prozent der Deutschen. Die Angst vor Wetterextremen sei mit 63 Prozent am stärksten ausgeprägt. Auffällig sei, dass alle Werte auch ein Jahr nach dem Hochwasser deutlich höher ausfielen als vor dem Sturmtief "Bernd", das das verheerende Hochwasser ausgelöst hatte. Demnach liegen die Umweltängste im Sommer 2022 rund 20 Prozentpunkte über dem Wert unmittelbar vor der Flut.

In der Langzeitstudie zeigen sich Frauen demnach grundsätzlich ängstlicher als Männer. Am deutlichsten sei dieser Unterschied bei der Angst vor Naturkatastrophen zu beobachten: Von den befragten Frauen gaben 63 Prozent an, Angst vor Naturkatastrophen zu haben, bei den Männern waren es 57 Prozent.

Im Ost-West-Vergleich sei die Angst in Westdeutschland traditionell höher. Der Sonderbefragung zufolge fürchten sich 65 Prozent der Westdeutschen vor Wetterextremen, im Osten sind es 56 Prozent. Für die repräsentative Umfrage wurden rund tausend Menschen im Zeitraum vom 27. Juni bis zum 1. Juli dieses Jahres befragt.

C.Blake--TNT

Empfohlen

Wirtschaftsweise: AfD-Regierung in Sachsen-Anhalt würde Fachkräfte abschrecken 

Sollte die AfD nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt an die Regierung kommen, könnte dies nach den Worten der Chefin der Wirtschaftsweisen, Monika Schnitzer, dringend benötigte Fachkräfte abschrecken und somit schwere wirtschaftliche Folgen haben. "Angesichts des Wahlprogramms ist zu erwarten, dass bei einer Regierungsübernahme der AfD das Bundesland als Standort für Fachkräfte und Unternehmen deutlich an Attraktivität verlieren würde", sagte Schnitzer dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Sonntag).

Bis September rund 52.500 Anträge für E-Auto-Prämie bewilligt

Mehr als drei Monate nach dem Start der neuen Kaufprämie für E-Autos hat das zuständige Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) knapp 52.500 Anträge für die staatliche Förderung für ein Elektroauto bewilligt. Bis zum 1.September seien 52.473 Bewilligungen erteilt worden, teilte das Bafa am Samstag mit. Die Höhe der ausgezahlten Fördermittel betrug 230 Millionen Euro.

Panamakanalbehörde reduziert wegen El Niño Anzahl der täglich erlaubten Schiffe

Wegen des Klimaphänomens El Niño hat am Freitag die Reduzierung des Schiffsverkehrs im Panamakanal begonnen. Die Zahl der Schiffe, welche die Wasserstraße zwischen dem Atlantik und dem Pazifik durchqueren dürfen, wird bis Mitte September schrittweise von 36 auf 32 pro Tag gesenkt, wie die Panamakanalbehörde mitteilte. Als Grund für die Entscheidung nannte die Behörde die niedrigen Wasserstände in den beiden künstlichen Seen, aus denen der Kanal gespeist wird.

Forscher: Tausende OpenAI-KI-Agenten kapern deutsche Website

Tausende autonome KI-Agenten des US-Technologieunternehmens OpenAI haben einer am Freitag veröffentlichten Untersuchung zufolge eigenmächtig eine deutsche Programmierer-Website gekapert. Auf der frei bearbeitbaren Plattform DSEwiki hinterließen sie demnach rund 18.000 Beiträge, in denen sie Antworten auf Testfragen und Tipps zum Umgehen digitaler Sicherheitsbarrieren austauschten.

Textgröße ändern: