The National Times - Preise für Bestattungen überdurchschnittlich gestiegen

Preise für Bestattungen überdurchschnittlich gestiegen


Preise für Bestattungen überdurchschnittlich gestiegen
Preise für Bestattungen überdurchschnittlich gestiegen / Foto: © AFP

Die Preise für Bestattungen sind im vergangenen Jahr überdurchschnittlich gestiegen: Särge, Urnen, Grabsteine und andere Begräbnisartikel wurden um 3,9 Prozent im Vorjahresvergleich teurer, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte. Die Preise für Bestattungsleistungen und Friedhofsgebühren stiegen sogar um 4,6 Prozent. Zum Vergleich: Die Verbraucherpreise insgesamt kletterten im selben Zeitraum um 2,2 Prozent.

Textgröße ändern:

Nicht immer können die Hinterbliebenen die Kosten einer Bestattung bezahlen: Im vergangenen Jahr übernahm das Sozialamt für rund 16.300 Angehörige oder testamentarisch eingesetzte Erben die Bestattungskosten, wie das Statistikamt weiter mitteilte. Die Kosten beliefen sich auf insgesamt 54,2 Millionen Euro. Die Zahlen gingen allerdings in den vergangenen zehn Jahren zurück: 2014 wurden die Kosten für rund 23.000 Angehörige übernommen und erreichten eine Summe von rund 59 Millionen Euro.

Die Nachfrage nach Bestattungsdienstleistungen steigt laut Statistikamt stetig an, weil der Anteil älterer Menschen in Deutschland steigt. 2024 starben hierzulande rund eine Million Menschen, das waren 16 Prozent mehr als 2014.

Damit steigt auch die Nachfrage nach Fachkräften in der Branche. 2023 waren rund 26.300 Menschen im Bestattungshandwerk tätig, 2,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Zahl der Auszubildenden erreichte Ende 2024 ein Rekordhoch von 890 Menschen, das waren fast doppelt so viele wie zum Jahresende 2014.

Mit der höheren Nachfrage steigt der Umsatz der Branche: 2023 erreichte der Umsatz rund 2,32 Milliarden Euro, das waren rund 2,65 Prozent mehr als im Vorjahr. Und Städte und Gemeinden nahmen durch Gebühren und ähnliche Entgelte im Friedhofs- und Bestattungswesen rund 930 Millionen Euro ein, 1,3 Prozent mehr als im Vorjahr und ein Viertel mehr als 2013.

P.Johnston--TNT

Empfohlen

Sexualisierte Gewalt im Internet: Tausende demonstrieren in Berlin

In der Debatte über sexualisierte Gewalt im Internet stoßen Pläne für ein schärferes Vorgehen und härtere Strafen parteiübergreifend auf Unterstützung. Auch die Zivilgesellschaft machte im Fall der Schauspielerin Collien Fernandes mobil: Am Brandenburger Tor in Berlin versammelten sich am Sonntagnachmittag mehrere tausend Menschen, um gegen sexualisierte Gewalt zu demonstrieren und schärfere Gesetze zu fordern.

Wildberger erwartet dramatische Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt durch KI

Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) erwartet dramatische Veränderungen in der Arbeitswelt in Deutschland durch Künstliche Intelligenz (KI). "Die Zeit, in der die Industrie eine Jobmaschine war, geht zu Ende", sagte Wildberger der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstagausgabe). "Mein Appell geht daher an alle Gruppierungen, an Arbeitgeber, Gewerkschaften und aus der Zivilgesellschaft: Wir müssen uns zusammenraufen und die Zukunft neu gestalten."

Woidke entsetzt über ausländerfeindlichen Vorfall in Diskothek

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat sich entsetzt über einen ausländerfeindlichen Vorfall in einer Diskothek im Landkreis Elbe-Elster geäußert. Ähnlich wie bei einem früheren Vorfall in Sylt hatten Jugendliche den Song "L'amour toujours" dort mit rassistischen Gesängen "Deutschland den Deutschen. Ausländer raus" unterlegt. Woidke schrieb dazu im Portal Instagram, er sei "fassungslos" angesichts solcher "Nazi-Parolen" und: "Wir dürfen dazu niemals schweigen."

"Spiegel": Weimer lässt Listen von Kultur-Jurymitgliedern erstellen

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) lässt laut einem Bericht des "Spiegel" Listen der mit Kulturförderung befassten Jurymitglieder erstellen. Das Magazin beruft sich auf ihm vorliegende E-Mails, in denen solche Aufstellungen angefordert würden. Ziel sei, sich einen Überblick über jurybasierte Verfahren zu verschaffen, hieß es demnach.

Textgröße ändern: