The National Times - Verbraucherschützer gegen mögliches EU-Namensverbot für Veggie-Burger

Verbraucherschützer gegen mögliches EU-Namensverbot für Veggie-Burger


Verbraucherschützer gegen mögliches EU-Namensverbot für Veggie-Burger
Verbraucherschützer gegen mögliches EU-Namensverbot für Veggie-Burger / Foto: © AFP/Archiv

Veggie-Burger, -Würste und -Schnitzel: Verbraucherschützer haben sich gegen ein mögliches EU-Verbot solcher Bezeichnungen für vegetarische Fleischersatzprodukte ausgesprochen. Ein solcher Schritt "ergibt aus Verbrauchersicht wenig Sinn", erklärte die Lebensmittelbeauftragte der europäischen Verbraucherorganisation BEUC, Irina Popescu, am Donnerstag. Die Pläne stehen in der kommenden Woche vor einer vorläufigen Abstimmung im Europaparlament in Straßburg.

Textgröße ändern:

Die Abgeordneten stimmen am Dienstag über einen Antrag ab, mit dem sie sich für ein Verbot aussprechen würden: Nur wenn Fleisch enthalten ist, drüften Burger, Schnitzel und Würste auch so heißen. Die Abstimmung ist aber nicht endgültig: Das Parlament müsste im Anschluss noch mit den 27 EU-Staaten über die vorgeschlagene Gesetzesänderung verhandeln.

Die Verhandlungen im Europaparlament führt die Abgeordnete der französischen Konservativen, Céline Imart. Sie wolle mit ihrem Antrag einerseits dafür sorgen, dass die Bezeichnungen für Fleisch "den europäischen, den französischen Betrieben vorbehalten sind", sagte sie der Nachrichtenagentur AFP. Außerdem seien die Bezeichnungen "irreführend für die Verbraucher".

Die Verbraucherorganisation BEUC widerspricht und verweist auf eigene Umfragen zu dem Thema. "Die Mehrheit der Verbraucherinnen und Verbraucher ist über diese Begriffe nicht verwirrt", schreibt die BEUC-Expertin Popescu in einem am Donnerstag veröffentlichten Online-Beitrag. Wichtig sei aber, dass Fleischersatzprodukte "klar als vegetarisch oder vegan gekennzeichnet" seien. Popescu rief die EU-Gesetzgeber dazu auf, anstelle eines Namensverbots für eine klare Kennzeichnung zu sorgen.

Die Vorschläge für Veggie-Produkte sind ein Zusatz zu einer Gesetzesreform, mit der die EU die Stellung der Bauern in der Lieferkette verbessern will. Dabei geht es in unter anderem um schriftliche Verträge, die Bauern mehr Macht in Preisverhandlungen mit großen Supermarktketten geben sollen. Das Parlament legt am Dienstag seine Position zu den Vorschlägen fest, danach geht es in die Verhandlungen mit den EU-Staaten.

M.Davis--TNT

Empfohlen

Wirtschaftsweise Grimm nennt neuen Tankrabatt "zynisch"

Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm hat die Entscheidung der Bundesregierung für einen neuen Tankrabatt scharf kritisiert. Es sei "zynisch", auf Kosten der jungen Generation das Fahren von Autos mit Verbrennungsmotor zu subventionieren, sagte die Ökonomin dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Sonntagsausgabe).

Bericht: Geheime Technik von US-Tarnkappenjet F-35 nach Hongkong umgeleitet

Geheime Technik des hochmodernen US-Tarnkappenjets F-35 ist einem Medienbericht zufolge womöglich China in die Hände gefallen. Die Plattform Politico berichtete am Freitag, dass eine Ladung mit Teilen des Flugzeugs, darunter die Cockpithaube mit der Tarnkappentechnologie, auf dem Weg von Australien in die USA nach Hongkong umgeleitet wurde und seither als vermisst gilt. Der Tarnkappen-Jet F-35 gilt als das modernste Kampfflugzeug der Welt, erst am Freitag nahm Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) den ersten Jet für die Bundeswehr in Empfang.

Neuer Chef der Meyer Werft sieht Kreuzfahrtschiffbauer auf gutem Kurs

Der neue Chef der Meyer Werft, André Walter, sieht das finanziell angeschlagene Traditionsunternehmen auf einem guten Kurs. "Die Werft hatte finanzielle und wirtschaftliche Probleme, das ist bekannt. Aber es gibt einen klaren Plan, um da herauszukommen, und den arbeiten wir jetzt konsequent ab", sagte der 60-Jährige ehemalige Airbus-Manager der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ, Samstagsausgabe). Der Kreuzfahrtschiffbauer habe eine "sehr gute Zukunftsperspektive".

Google-KI Gemini hat während eines Tests Cyberattacken ausgeführt

Inmitten der Debatte über die Gefahren durch die rasante Entwicklung der Künstlichen Intelligenz (KI) hat auch Google einen Sicherheitsvorfall beim Test seines KI-Modells Gemini gemeldet. Gemini habe Cyberangriffe auf mehrere Websites ausgeführt, teilte die Google-Managerin Heather Adkins am Freitag der Nachrichtenagentur AFP mit. Die Hackerangriffe, die sich im Mai ereignet hatten, waren im Juli von Google entdeckt worden. Zunächst hatte das "Wall Street Journal" über die Vorfälle berichtet.

Textgröße ändern: