The National Times - Verdacht auf Wettbewerbsverstoß: EU-Beamte durchsuchen Impfstoff-Hersteller Sanofi

Verdacht auf Wettbewerbsverstoß: EU-Beamte durchsuchen Impfstoff-Hersteller Sanofi


Verdacht auf Wettbewerbsverstoß: EU-Beamte durchsuchen Impfstoff-Hersteller Sanofi
Verdacht auf Wettbewerbsverstoß: EU-Beamte durchsuchen Impfstoff-Hersteller Sanofi / Foto: © AFP/Archiv

Wegen des Verdachts auf einen Verstoß gegen die europäischen Wettbewerbsregeln haben Beamte der EU-Kommission die Standorte des Impfstoff-Herstellers Sanofi in Deutschland und Frankreich durchsucht. Das Vorgehen am Montag stehe "im Zusammenhang mit Ermittlungen im Bereich saisonaler Grippeimpfstoffe", teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Die EU-Kommission hatte zuvor erklärt, sie habe die Räume eines Impfstoff-Herstellers durchsucht.

Textgröße ändern:

Sanofi erklärte sich "überzeugt", im Einklang mit den EU-Vorschriften gehandelt zu haben. Das Unternehmen werde "aufgrund der laufenden Ermittlungen keinen weiteren Kommentar abgeben und uneingeschränkt mit der Europäischen Kommission zusammenarbeiten", teilte Sanofi mit.

Unangekündigte Durchsuchungen wie diese sind der erste Schritt für eine Wettbewerbsuntersuchung der EU-Kommission. In der Folge könnte Brüssel ein formales Verfahren gegen Sanofi eröffnen, an dessen Ende dem Unternehmen ein Bußgeld drohen könnte.

Sanofi ist ein französischer Medikamenten- und Impfstoffhersteller und erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen weltweiten Umsatz von gut 41 Milliarden Euro. In Deutschland hat Sanofi einen Standort in Höchst bei Frankfurt, wo hauptsächlich Diabetes-Medikamente hergestellt werden.

S.Arnold--TNT

Empfohlen

Oberstes US-Gericht: "Christliche Therapie" gegen sexuelle Orientierung erlaubt

In Deutschland sind sogenannte Konversionstherapien zur Änderung der sexuellen Orientierung unter anderem bei Homosexuellen verboten - das Oberste Gericht in den USA hat dagegen am Dienstag in einem Modellfall zugunsten einer evangelikalen Therapeutin entschieden, die durch ein ähnliches Verbot ihr Recht auf Meinungsfreiheit verletzt sah. Das Urteil gilt als Rückschlag für die Rechte sexueller Minderheiten.

Urteil: Bei verlorenem Gepäck auch Anspruch auf Teil der Reisekosten

Bei einer Pauschalreise mit dem Flugzeug verlorenes oder beschädigtes Gepäck ist einem Urteil zufolge ein so großer Mangel des Urlaubs, dass der Veranstalter neben dem Gepäck auch einen Teil der Reisekosten ersetzen muss. In einem am Dienstag vom Landgericht Frankenthal veröffentlichten und bereits rechtskräftigen Urteil bekam eine fünfköpfige Familie ein gutes Drittel des Reisepreises ersetzt. Der Reiseveranstalter musste insgesamt knapp 5000 Euro zahlen. (Az.: 7 O 321/25).

Bundeswehr bekommt autonome Kampfdrohnen aus australischer Produktion

Die Bundeswehr soll bis 2029 mit einem autonomen Kampfdrohnen-System aus australischer Produktion ausgestattet werden. Der Rüstungskonzern Rheinmetall und Boeing Australia schlossen dazu eine strategische Partnerschaft, wie Rheinmetall am Dienstag in Düsseldorf mitteilte. Die "MQ-28 Ghost Bat" genannte Drohne wurde von Boeing Australia zusammen mit der australischen Luftwaffe entwickelt und wird nach einem erfolgreichen Test im vergangenen Jahr derzeit in die australische Armee integriert.

Bundesverfassungsgericht darf Manuskript zu Fachgespräch geheim halten

Ein von dem Portal FragDenStaat unterstützter Kläger ist vor dem Verwaltungsgericht Karlsruhe mit dem Versuch gescheitert, ein Vortragsmanuskript eines Fachgesprächs des Bundesverfassungsgerichts zu bekommen. Nach dem Informationsfreiheitsgesetz bestehe der Anspruch auf Informationszugang nicht, wenn die notwendige Vertraulichkeit internationaler Verhandlungen beeinträchtigt würde, entschieden die Verwaltungsrichter in dem am Dienstag veröffentlichten Urteil. Dies sei bei diesem Fachgespräch der Fall gewesen. Außerdem sei das Manuskript des Vortrags urheberrechtlich geschützt.

Textgröße ändern: