The National Times - Bafin befasst sich mit mutmaßlichem Ausfall von Sicherheitssystem bei Paypal

Bafin befasst sich mit mutmaßlichem Ausfall von Sicherheitssystem bei Paypal


Bafin befasst sich mit mutmaßlichem Ausfall von Sicherheitssystem bei Paypal
Bafin befasst sich mit mutmaßlichem Ausfall von Sicherheitssystem bei Paypal / Foto: © AFP

Ein mutmaßlicher Ausfall des Sicherheitssystems beim Zahlungsdienstleister Paypal beschäftigt auch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin). Die Bafin sei in engem Austausch mit der luxemburgischen Aufsichtsbehörde, sagte eine Sprecherin des Bundesfinanzministeriums am Mittwoch in Berlin. In Luxemburg hat Paypal seinen Europa-Sitz. Zuvor hatte die "Süddeutsche Zeitung" (SZ) darüber berichtet, dass bei Paypal offenbar Sicherheitssysteme ausgefallen seien, die betrügerische Zahlungen herausfiltern sollen.

Textgröße ändern:

Dem Finanzministerium sei der Vorfall bekannt, es beobachte die Lage genau und stehe mit der Bafin in Kontakt, sagte die Sprecherin. Bislang lägen noch keine abschließenden Informationen zu den betroffenen Instituten vor. Es werde derzeit untersucht, "ob und in welcher Größenordnung es tatsächlich zu unberechtigten Abbuchungen gekommen ist".

Nach Recherchen der "SZ" hatten mehrere deutsche Banken am Montag Paypal-Zahlungen in Milliardenhöhe blockiert. Demnach bemerkten die Geldhäuser zuvor den Eingang von Millionen von verdächtig oder betrügerisch wirkenden Lastschriften des Zahlungsdienstleisters.

Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) erklärte am Mittwoch, es sei "in den vergangenen Tagen zu Vorfällen mittels unberechtigter Lastschriften von Paypal gegenüber verschiedenen Kreditinstituten gekommen". Das habe "erhebliche Auswirkungen auf den Zahlungsverkehr in ganz Europa und insbesondere auch in Deutschland". Auch die Kundschaft von Instituten der Sparkassen-Finanzgruppe habe das am Montag während einiger Stunden "zu spüren" bekommen - seit Dienstagmorgen laufe der Zahlungsverkehr wieder normal, stehe "aber weiter unter Beobachtung".

Paypal habe "die Störungen im Geschäftsbetrieb eingeräumt und versichert, dass das Problem mittlerweile behoben sei", fuhr der Verband fort. Von Störungen betroffene Kundinnen und Kunden sollten sich zur Klärung direkt an das Unternehmen wenden. Die Sprecherin des Bundesfinanzministeriums versicherte, "dass betroffene Verbraucherinnen und Verbraucher gegen Schäden aufgrund unautorisierte Abbuchungen geschützt sind."

S.Arnold--TNT

Empfohlen

IG Metall: 175.000 Beschäftigte beim Aktionstag Automobilindustrie

Rund 175.000 Beschäftigte in der Automobilindustrie haben nach Angaben der Gewerkschaft IG Metall am Montag an bundesweiten Aktionen gegen Stellenabbau und Werksschließungen demonstriert. Sie beteiligten sich an insgesamt rund 280 Aktionen, wie die Gewerkschaft am Montag mitteilte. IG-Metall-Chefin Christiane Benner erklärte: "Beschäftigte sind nicht länger bereit, für eine Krise zu zahlen, die sie nicht verschuldet haben."

"Trassenrabatt": Nahverkehrsunternehmen fordern Unterstützung

Analog zum Tankrabatt der Bundesregierung fordern Schienenverkehrsunternehmen einen "Trassenrabatt". Mit den 800 Millionen Euro, die der Tankrabatt pro Monat koste, könne die Finanzlücke beim Schienenpersonennahverkehr (SPNV) für zwei Jahre geschlossen werden, rechnete der Bundesverband Schienennahverkehr am Montag vor. "Vom SPNV profitieren dabei aber 2,75 Milliarden Fahrgäste pro Jahr."

IG Metall fordert Unterstützung für kriselnde Autoindustrie - Kritik auch an Konzernen

Die IG Metall hat an ihrem Automobil-Aktionstag neben Forderungen an die Unternehmen auch die Politik in die Pflicht genommen. Die Gewerkschaft kritisierte am Montag "mangelhafte industriepolitische Rahmenbedingungen" für die Autohersteller auf deutscher und europäischer Ebene. IG-Metall-Chefin Christiane Benner forderte bei einem Auftritt am Stammwerk von Volkswagen in Wolfsburg einen besseren Schutz vor unfairem Wettbewerb aus China und eine wirksamere Subventionspolitik der EU.

OVG: Berliner Verkehrsbetriebe müssen Nius-Werbekampagne fortsetzen

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) müssen eine Werbekampagne des rechtspopulistischen Onlineportals "Nius" fortsetzen. Das entschied das Oberverwaltungsgericht (OVG) Berlin-Brandenburg nach einer Mitteilung vom Montag. Nius habe "Anspruch auf gleichen und diskriminierungsfreien Zugang zu den Werbeflächen der BVG". (OVG 1 S 63/26)

Textgröße ändern: