The National Times - Umwelthilfe: Brauchen Smartmeter und Energy Sharing statt neuer Gaskraftwerke

Umwelthilfe: Brauchen Smartmeter und Energy Sharing statt neuer Gaskraftwerke


Umwelthilfe: Brauchen Smartmeter und Energy Sharing statt neuer Gaskraftwerke
Umwelthilfe: Brauchen Smartmeter und Energy Sharing statt neuer Gaskraftwerke / Foto: © AFP

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert vom Bundeswirtschaftsministerium einen stärkeren Fokus auf Solarenergie für die breite Bevölkerung statt neuer Gaskraftwerke. Photovoltaik-Anlagen auf Dächern seien ein "zentraler Hebel für kommunalen Klimaschutz", erklärten die Umweltschützer am Dienstag. Es brauche aber flächendeckende Smartmeter und Modelle wie Energy Sharing und Mieterstrom, um die Energiewende effizienter zu gestalten.

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Die erneuerbaren Energien decken bereits mehr als die Hälfte der deutschen Stromproduktion ab und ihr Anteil soll weiter steigen. Problematisch ist jedoch die geographische und zeitliche Verteilung: Wenn der Wind nicht weht und die Sonne nicht scheint oder der Strom dort benötigt wird, wo gerade nicht genug Öko-Strom produziert wird, braucht es Ausgleich. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) will deshalb neue Gaskraftwerke mit einer Leistung von 20 Gigawatt zubauen.

Die DUH hält dies für deutlich zu viel und nicht im Interesse der Bürger, denn Strom aus importiertem Gas sei deutlich teurer als selbst produzierter Solarstrom. Vielmehr brauche es dezentrale Stromproduktion, Stromspeicher und eine intelligente Verbrauchssteuerung. Fünf Gigawatt Leistung an neuen Gaskraftwerken würde dann "bei Weitem" ausreichen. Überlegungen wie ein Ende der Förderung privater PV-Anlagen seien hingegen hinderlich.

Leider habe Ministerin Reiche aber "ein sehr offenes Ohr" für die fossilen Großkonzerne wie Eon und RWE, sagte DUH-Bundesgeschäftsführerin Barbara Metz. Auch Akteure wie der Stadtwerkeverband VKU würden "maximal lobbyieren für den Zubau von Gaskraftwerken".

S.Mitchell--TNT

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