The National Times - Lieferdienst Lieferando entlässt jeden fünften Fahrer

Lieferdienst Lieferando entlässt jeden fünften Fahrer


Lieferdienst Lieferando entlässt jeden fünften Fahrer
Lieferdienst Lieferando entlässt jeden fünften Fahrer / Foto: © AFP

Der Lieferdienst Lieferando hat die Entlassung von bis zu 2000 Mitarbeitern angekündigt. Hintergrund sei eine Umstrukturierung, nach der künftig bei der Auslieferung stärker mit lokalen Drittfirmen zusammengearbeitet werden solle, teilte Lieferando am Donnerstag mit. Dabei sei eine Reduzierung der eigenen Flotte um rund 20 Prozent geplant. Die von Entlassungen betroffenen Fahrer würden "mit einem Sozialplan unterstützt", hieß es weiter.

Textgröße ändern:

Lieferando will nach eigenen Angaben künftig "in besonders nachfrageintensiven Gebieten" weiter selbst ausliefern, "wo nötig" aber Aufträge an "lokal agilere Lieferunternehmen" weitergeben. "Diese liefern dort schon länger auch für andere Anbieter aus, mit entsprechenden Synergien", teilte das Unternehmen mit. "Die Auftragsverteilung wird von Stadt zu Stadt variieren, abhängig von den örtlichen Anforderungen."

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) kritisierte die geplanten Stellenstreichungen scharf. Der Referatsleiter NGG Gastgewerbe, Mark Baumeister forderte das Unternehmen auf, "die Entlassungen zurückzunehmen" und seiner Verantwortung gegenüber seinen Beschäftigten gerecht zu werden. "Lieferando gibt die Verantwortung für Arbeitssicherheit für Beschäftigte ab." Dem könne die Politik "nicht tatenlos zusehen", sagte er.

C.Blake--TNT

Empfohlen

Heizkosten 2025 wieder gestiegen - fossile Heizungen "langfristig immer teurer"

Die Heizkosten sind 2025 nach einer Entspannung in den beiden Vorjahren wieder gestiegen - und auch für 2026 rechnet die Beratungsgesellschaft co2online mit weiteren Kostensteigerungen. Langfristig werden fossile Heizungen "immer teurer", erklärte co2online am Dienstag. Laut dem jährlich zusammen mit dem Deutschen Mieterbund erhobenen Heizspiegel können 90 Prozent aller Haushalte ihre Heizkosten heute senken.

Düngemittel-Deal: Trump will Kalisalz aus Belarus statt aus Kanada kaufen

US-Präsident Donald Trump bereitet nach eigenen Angaben ein "umfassendes" Abkommen mit Belarus über den Kauf von Kalisalz vor. "Der Preis wäre deutlich niedriger als das, was wir heute an Kanada zahlen", erklärte Trump am Montag in seinem Onlinedienst Truth Social. Dies sei eine "sehr gute Nachricht für unsere Bauern und Viehzüchter".

Zehntausende Beschäftigte protestieren gegen "Kahlschlag" in der Autoindustrie

Mit Betriebsversammlungen, Kundgebungen und Demonstrationen haben bundesweit zehntausende Beschäftigte der Automobilindustrie gegen einen "Kahlschlag" in ihrer Branche demonstriert. Die IG Metall erklärte am Montag, an dem von ihr ausgerufenen Aktionstag Autoindustrie beteiligten sich rund 175.000 Beschäftigte. IG-Metall-Chefin Christiane Benner erklärte: "Beschäftigte sind nicht länger bereit, für eine Krise zu zahlen, die sie nicht verschuldet haben."

IG Metall: 175.000 Beschäftigte beim Aktionstag Automobilindustrie

Rund 175.000 Beschäftigte in der Automobilindustrie haben nach Angaben der Gewerkschaft IG Metall am Montag an bundesweiten Aktionen gegen Stellenabbau und Werksschließungen demonstriert. Sie beteiligten sich an insgesamt rund 280 Aktionen, wie die Gewerkschaft am Montag mitteilte. IG-Metall-Chefin Christiane Benner erklärte: "Beschäftigte sind nicht länger bereit, für eine Krise zu zahlen, die sie nicht verschuldet haben."

Textgröße ändern: