The National Times - Christine Lagarde dementiert erneut Wechselpläne

Christine Lagarde dementiert erneut Wechselpläne


Christine Lagarde dementiert erneut Wechselpläne
Christine Lagarde dementiert erneut Wechselpläne / Foto: © AFP

Die EZB-Präsidentin Christine Lagarde hat erneut Berichte dementiert, sie verkürze ihre Amtszeit und werde Chefin des Weltwirtschaftsforums in Davos. "Ich bin entschlossen, meine Amtszeit zu beenden", sagte sie am Donnerstag nach der Sitzung des Zentralbankrats in Frankfurt am Main. "Sie werden mich nicht so schnell von hinten sehen." Um den Hals trug sie eine Kette mit dem Schriftzug "in charge" (verantwortlich).

Textgröße ändern:

Die achtjährige Amtszeit Lagardes bei der Europäischen Zentralbank (EZB) endet regulär im Oktober 2027. Die "Financial Times" hatte Ende Mai unter Berufung auf den WEF-Gründer Klaus Schwab berichtet, Lagarde habe mit ihm über einen Wechsel an die Spitze des WEF "spätestens Anfang 2027" gesprochen. Den Wechsel Lagardes zum WEF hätten beide schon "mehrere Jahre lang" diskutiert - zuletzt im April. Zwei weitere "mit der Sache vertraute Personen" hätten die Übereinkunft zwischen Schwab und Lagarde bestätigt, schrieb die Zeitung. Die EZB wies den Bericht zurück.

Schwab war im April vom Vorsitz des Kuratoriums des WEF zurückgetreten. Zwei Tage später bestätigte das Weltwirtschaftsforum eine Untersuchung gegen Schwab wegen Vorwürfen finanziellen und ethischen Fehlverhaltens. Das "Wall Street Journal" hatte über Vorwürfe gegen den 87-Jährigen und seine Frau Hilde unter anderem wegen der Veruntreuung von WEF-Mitteln berichtet.

Hilde Schwab soll auf Kosten des WEF luxuriöse Urlaubsreisen unternommen haben. Laut Zeitung geht es auch um Schwabs Auftreten gegenüber weiblichen Angestellten sowie sein Umgang mit Vorwürfen sexueller Belästigung innerhalb des WEF. Schwab ließ die Vorwürfe laut "WSJ" mittels eines Sprechers zurückweisen.

Schwab hatte das WEF 1971 gegründet und war mehr als 50 Jahre lang das Gesicht der Organisation. Bekannt geworden ist das Weltwirtschaftsforum insbesondere für seine jährlichen Treffen zwischen Politikern und führenden Vertretern der Wirtschaft im Schweizer Alpenort Davos.

Q.Marshall--TNT

Empfohlen

Benzinpreis-Proteste in Irland: Polizeichef sieht "den Staat in Gefahr"

Die teils gewaltsamen Proteste in Irland gegen die hohen Spritpreise bringen nach Ansicht des obersten Polizeichef des Landes "den Staat in Gefahr". Justin Kelly warnte am Samstag in drastischen Worten vor einer Fortsetzung der Blockade von Tankstellen im ganzen Land sowie der einzigen Ölraffinerie im Land. Zugleich wurden zusätzliche Sicherheitskräfte entsandt, um die Blockaden aufzubrechen.

Pilotengewerkschaft VC ruft für Montag und Dienstag zu Streiks bei Lufthansa auf

Nach dem Streik des Kabinenpersonal ereilt die Lufthansa gleich der nächste Ausstand: Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hat die Pilotinnen und Piloten für kommenden Montag und Dienstag zu "umfassenden Arbeitskampfmaßnahmen" bei der größten deutschen Fluggesellschaft aufgerufen. Der Streik beginnt am Montag um 00.01 Uhr und endet am Dienstag um 23.59 Uhr, wie die Gewerkschaft am Samstag mitteilte.

ICE nach Riss von Oberleitung in Sachsen-Anhalt gestoppt - Zwei Verletzte

Auf der vielbefahrenen Bahnstrecke zwischen Berlin und München ist am Samstag eine Oberleitung gerissen und auf einen ICE gestürzt. Wie die Bahn mitteilte, kam der betroffene Zug daraufhin in Höhe Zahna in Sachsen-Anhalt außerhalb eines Bahnhofs zum Stehen. Zwei Fahrgäste wurden leicht verletzt, weil durch die gerissene Leitung an einer Stelle im Zug Scheiben zu Bruch gingen.

Noch keine Einigung im Streit um Entlastungen bei Energiepreiskrise in Sicht

Im Streit um Entlastungen von den hohen Energiepreisen ist noch keine Einigung in Sicht. In Berlin berieten am Samstag die Spitzen der Regierungskoalition über einen Ausweg aus der Krise und weitere Themen. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) pochte im Vorfeld trotz der Absage von Kanzler Friedrich Merz (CDU) auf Markteingriffe in der Spritpreiskrise - Wirtschaftsexperten rieten davon ab. Die Grünen warfen Merz ein schlechtes Krisenmanagement vor.

Textgröße ändern: