The National Times - Proteste gegen Taxonomie-Beschluss vor Büros der EU-Kommission in Deutschland

Proteste gegen Taxonomie-Beschluss vor Büros der EU-Kommission in Deutschland


Proteste gegen Taxonomie-Beschluss vor Büros der EU-Kommission in Deutschland
Proteste gegen Taxonomie-Beschluss vor Büros der EU-Kommission in Deutschland

In Berlin und anderen deutschen Städten haben am Mittwoch Dutzende Menschen vor Vertretungen der EU-Kommission gegen die Einstufung von Atomenergie und Gas als klimafreundlich protestiert. An den Aktionen gegen den Beschluss zur sogenannten Taxonomie-Verordnung beteiligten sich nach den Angaben von Sprechern teilnehmender Organisationen in Berlin etwa 55 sowie in Bonn 60 Menschen.

Textgröße ändern:

Auch in München war ein Protest vor einem Büro der EU-Kommission geplant. In Berlin forderten die Demonstranten die Bundesregierung einem Sprecher zufolge unter anderem auf, einer von Österreich angekündigten Klage gegen den Kommissionsbeschluss beizutreten. Zu den Demonstrationen hatten unter anderem die Anti-Atom-Organisation Ausgestrahlt sowie die Organisation Naturfreunde Berlin aufgerufen.

Die Kommission hatte ihren Beschluss zur Aufnahme von Atomkraft und Gas in die Taxonomie-Verordnung am Mittwoch in Brüssel verkündet. Die Verordnung soll Investitionen in "grüne Energien" ankurbeln.

Die Ampel-Koalition in Berlin hatte zuvor erfolglos gegen diese Art "Klima-Siegel" für Atomkraft protestiert. Die Bundesregierung hatte sich in ihrer Stellungnahme zugleich allerdings für die Aufnahme von Gas als sogenannte Brückentechnologie in die Taxonomie-Verordnung eingesetzt. Bei Umweltschützern stieß dies auf scharfe Kritik.

Theoretisch können die Mitgliedstaaten oder das Europaparlament das geplante Inkrafttreten der neuen Regeln 2023 noch verhindern. Dies gilt wegen hoher Hürden aber als schwierig: So müssten mindestens 20 Mitgliedstaaten dagegen stimmen oder aber eine absolute Mehrheit im Europaparlament.

T.Allen--TNT

Empfohlen

Merz wirbt in Südkorea für verlässliche bilaterale Partnerschaft

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat bei seinem Besuch in Südkorea für eine verlässliche Partnerschaft beider Länder geworben. Südkorea und Deutschland sollten sich gemeinsam für die Entwicklung von Zukunftstechnologien und den Schutz kritischer Lieferketten einsetzen, sagte Merz am Freitag bei der Eröffnung der 19. Asien-Pazifik-Konferenz der Deutschen Wirtschaft in Seoul. Beiden Staaten stünden einer autokratischen Machtpolitik sowie der Verletzung internationalen Völkerrechts gegenüber.

G20-Außenminister beraten über Kriege im Iran und in der Ukraine

Die Außenminister der führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) beraten ab Freitag in Atlanta im US-Bundesstaat Georgia über die Kriege im Iran und in der Ukraine. Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) appellierte vor dem zweitägigen Treffen an Russland und den Iran, Handelswege freizugeben - unter anderem die Straße von Hormus in der Golfregion. Durch deren Blockade waren die Energiepreise weltweit massiv gestiegen.

Lagarde tritt im Februar als EZB-Chefin zurück - rechtzeitig zur Frankreich-Wahl

Die Chefin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, tritt vorzeitig von ihrem Posten zurück. Sie wolle sich künftig auch zu anderen Themen als der Geldpolitik äußern, sagte die Französin am Donnerstag - und befeuerte damit Spekulationen mit Blick auf die Präsidentschaftswahl in ihrem Heimatland im kommenden Jahr.

"Augsburger Allgemeine": Audi-Aufsichtsrat tagt zu Döllner-Auftritt mit Trump

Der umstrittene Auftritt des Audi-Chefs Gernot Döllner an der Seite von US-Präsident Donald Trump wird einem Medienbericht zufolge Thema im Aufsichtsrat des Autobauers. Das Gremium kommt am frühen Freitagnachmittag in Ingolstadt zu einer Sondersitzung zusammen, wie die "Augsburger Allgemeine" am Donnerstag berichtete. Döllners Auftritt mit Trump werde Thema der Sitzung sein, zitierte die Zeitung aus Unternehmenskreisen.

Textgröße ändern: