The National Times - Ford in Köln: Beschäftigte stimmen für unbefristeten Streik

Ford in Köln: Beschäftigte stimmen für unbefristeten Streik


Ford in Köln: Beschäftigte stimmen für unbefristeten Streik
Ford in Köln: Beschäftigte stimmen für unbefristeten Streik / Foto: © AFP

Beim Autobauer Ford in Köln drohen unbefristete Streiks. Bei einer Urabstimmung am Donnerstag sprachen sich 93,5 Prozent der bei Ford tätigen Mitgliedern der Industriegewerkschaft IG Metall für einen Arbeitskampf aus, wie die Gewerkschaft in Köln mitteilte. Nun werde kurzfristig entschieden, in welchem Umfang und in welchen Bereichen Streikmaßnahmen beginnen.

Textgröße ändern:

Hintergrund sind Forderungen nach einem Sozialtarifvertrag: Die Gewerkschaft fordert finanzielle Absicherungen für alle 11.500 Beschäftigte am Standort Köln - auch bei einer möglichen Insolvenz. Dabei geht es unter anderem um die Höhe von Abfindungen für Beschäftigte, die das Unternehmen verlassen müssen.

Der angeschlagene US-Autobauer Ford hatte im vergangenen Jahr angekündigt, tausende Stellen in Deutschland zu streichen. Bis Ende 2027 sollen in Europa 4000 Jobs abgebaut werden, darunter 2900 in Deutschland. Dies betrifft vor allem den Standort Köln. Ford müsse seine Wettbewerbsfähigkeit steigern und Kosten senken, hieß es im November zur Begründung.

N.Johns--TNT

Empfohlen

CDU-Politiker Kuban fordert Söder zu Verzicht auf Mütterrenten-Ausweitung auf

Vor dem Koalitionsausschuss hat der CDU-Wirtschaftsexperte Tilman Kuban den CSU-Chef Markus Söder zum Verzicht auf die Ausweitung der Mütterrente aufgefordert. "Wenn wir jetzt Haushaltslöcher stopfen und Steuerentlastungen auf den Weg bringen wollen, liegt hier eine große Chance für Markus Söder", sagt Kuban dem "Focus" laut Vorabmeldung vom Mittwoch. Söder könne den Ball ins Rollen bringen, indem er sage, er sei bereit, auf die Ausweitung der Mütterrente zu verzichten, um so fünf Milliarden Euro pro Jahr zu sparen.

EU führt neuen Zoll auf Päckchen ein

Die Europäische Union führt ab Mittwoch einen neuen Zoll auf Päckchen aus Ländern außerhalb der EU ein. Pro Bestellung werden mindestens drei Euro fällig. Die EU will damit eine Paketflut eindämmen, die in den vergangenen Jahren mit der Beliebtheit von Onlinehändlern wie Shein und Temu gewachsen ist und für Probleme in den Zollbehörden sorgt.

Umsetzung von US-Zolldeal in der EU tritt in Kraft

Die Europäische Union setzt am Mittwoch ihre Zollvereinbarung mit US-Präsident Donald Trump aus dem vergangenen Jahr um. Um Mitternacht fielen europäische Zölle auf US-Industrieprodukte weg. Die EU hält damit eine von Trump gesetzte Frist am 4. Juli ein.

US-Regierung hebt Exportbeschränkungen für Anthropic-Modelle auf

Die US-Regierung hat ihre Exportbeschränkungen für besonders leistungsstarke KI-Modelle des Anthropic-Konzerns aufgehoben. Der weltweite Zugang zu den Modellen Fable 5 und Mythos 5 solle deshalb wieder möglich gemacht werden, teilte das US-Unternehmen am Dienstag (Ortszeit) mit. Zuvor hatten die US-Behörden den Zugang zu den KI-Modellen beschränkt und dies mit Gründen der "nationalen Sicherheit" begründet.

Textgröße ändern: