The National Times - Gaskraftwerke: Uniper für schnellen Ausbau - Vattenfall warnt vor Überkapazität

Gaskraftwerke: Uniper für schnellen Ausbau - Vattenfall warnt vor Überkapazität


Gaskraftwerke: Uniper für schnellen Ausbau - Vattenfall warnt vor Überkapazität
Gaskraftwerke: Uniper für schnellen Ausbau - Vattenfall warnt vor Überkapazität / Foto: © AFP/Archiv

Beim Blick auf die Pläne der neuen Bundesregierung für den Ausbau der Kraftwerkskapazität für Erdgas herrscht in der Energiebranche Uneinigkeit. Der Chef des Gaskonzerns Uniper forderte einen schnellen Bau neuer Kraftwerke, während der Deutschland-Chef des schwedischen Energiekonzerns Vattenfall vor Überkapazitäten warnte. Laut Koalitionsvertrag sollen bis 2030 neue Gaskraftwerke mit einer Gesamtleistung von 20 Gigawatt gebaut werden.

Textgröße ändern:

Uniper-Chef Michael Lewis forderte dafür insbesondere schnellere Genehmigungsverfahren. "Wir brauchen das Deutschlandtempo für Gaskraftwerke", sagte er der "Süddeutschen Zeitung". Er verwies auf den Bau von Importterminals für Flüssigerdgas, den die Bundesregierung 2022 nach dem russischen Angriff stark vorangetrieben hatte.

Auch bei den Gaskraftwerken dürfe Berlin keine Zeit verlieren. "Deutschland benötigt mehr verlässliche Kapazität: Kraftwerke, die immer liefern können. Da klafft schon jetzt eine Lücke, und die wird bis 2030 deutlich größer werden", sagte der britische Manager. Uniper war lange vor allem im Gasgeschäft mit Russland aktiv und musste 2022 staatlich gerettet werden.

Vattenfall-Chef Robert Zurawski hält die Ausbaupläne der Bundesregierung hingegen für übertrieben. "20 Gigawatt sind aus unserer Sicht zu viel", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Gaskraftwerke können nur erzeugen - das ist die alte Welt." Vielmehr brauche es deutlich mehr Speicherkapazitäten, um Engpässen zu begegnen.

M.Wilson--TNT

Empfohlen

Nvidia verzeichnet Rekordumsatz im vierten Quartal - Markterwartungen übertroffen

Der US-Technologieriese Nvidia hat im vierten Quartal einen Rekordumsatz von 68,1 Milliarden Dollar (57,6 Milliarden Euro) verzeichnet und dabei die Markterwartungen deutlich übertroffen. Damit stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal um 73 Prozent, wie die von Nvidia am Mittwoch (Ortszeit) veröffentlichten Quartalszahlen zeigten. Der Nettogewinn des Unternehmens verdoppelte sich in dem Quartal im Vorjahresvergleich auf 42,9 Milliarden Dollar.

USA lockern Restriktionen für venezolanische Ölexporte nach Kuba

Die US-Regierung lockert die Beschränkungen für venezolanische Ölexporte nach Kuba aus humanitären Gründen. Das Finanzministerium in Washington teilte am Mittwoch mit, es handele sich um eine Maßnahme der "Solidarität mit dem kubanischen Volk", die Regierung in Havanna dürfe hingegen nicht von den Lockerungen profitieren. Die Wirtschafts- und Energiekrise in Kuba hat sich durch die US-Blockade von Öllieferungen aus Venezuela massiv verschärft.

ADAC: Spritpreise an den Zapfsäulen "so hoch wie zuletzt 2024"

Die Kraftstoffpreise an deutschen Tankstellen haben spürbar angezogen. Wie der ADAC am Mittwoch in München mitteilte, stieg der Preis für einen Liter Super E10 im Vergleich zur Vorwoche im bundesweiten Mittel um 1,8 Cent auf 1,776 Euro. Noch deutlicher verteuerte sich Diesel: Ein Liter kostet dem Automobilclub zufolge im Schnitt derzeit 1,740 Euro - ein Plus von 2,9 Cent.

Merz ruft bei Wirtschaftsgesprächen in China zu Abbau "marktverzerrende Subventionen" auf

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat bei seinem China-Besuch bei Wirtschaftsgesprächen mit chinesischen Vertretern einen Abbau "marktverzerrender Subventionen" und einen "möglichst offenen, fairen" Handel gefordert. Es müsse zu "einer Konsolidierung des Marktes" kommen, "wo wir Überkapazitäten sehen", sagte er am Mittwoch bei einer Sitzung des Beratenden Ausschusses der deutsch-chinesischen Wirtschaft in Peking.

Textgröße ändern: