The National Times - Bundesnetzagentur: Internet bei vielen Kunden langsamer als versprochen

Bundesnetzagentur: Internet bei vielen Kunden langsamer als versprochen


Bundesnetzagentur: Internet bei vielen Kunden langsamer als versprochen
Bundesnetzagentur: Internet bei vielen Kunden langsamer als versprochen / Foto: © AFP/Archiv

Viele Kunden bekommen nicht die versprochene Internetgeschwindigkeit. Über alle Bandbreiteklassen und Anbieter hinweg wurde im Festnetz nur bei 36,5 Prozent der Nutzer die vertraglich vereinbarte maximale Downloadgeschwindigkeit voll erreicht oder überschritten, wie die Bundesnetzagentur in Bonn am Dienstag mitteilte. Mindestens die Hälfte der vereinbarten maximalen Datenübertragungsrate erhielten im Messzeitraum von Oktober 2020 bis September 2021 demnach 83,5 Prozent der Nutzer.

Textgröße ändern:

Zwischen den einzelnen Bandbreiteklassen und Anbietern fielen die Ergebnisse laut Bundesnetzagentur unterschiedlich aus. Mit rund 80 Prozent waren trotzdem die meisten Kunden mit der Leistung ihres Breitbandanschlusses zufrieden. Weniger als zehn Prozent bewerteten ihren Anschluss mit den Schulnoten 5 oder 6.

Im Mobilfunk lag das generelle Niveau den Angaben zufolge erneut deutlich unter dem im Festnetz. So wurde nur bei 2,6 Prozent der Nutzer die vertraglich vereinbarte maximale Datenübertragungsrate im Download voll erreicht oder überschritten. Im Vorjahreszeitraum war dies bei 2,1 Prozent der Fall.

Mindestens die Hälfte der vereinbarten Geschwindigkeit erhielten 20,1 Prozent - im Vorjahreszeitraum 17,4 Prozent - der Nutzer. Auch im Mobilfunk zeigten sich demnach hinsichtlich der Anbieter Unterschiede. Die Endkunden bewerteten die Anbieter jedoch weit überwiegend - zu rund 76 Prozent - mit Noten von 1 bis 3.

Laut Bundesnetzagentur lassen sich aus der Breitbandmessung keine Aussagen zur Versorgungssituation oder Verfügbarkeit von Breitbandinternet ableiten. Es werde lediglich geprüft, ob die Anbieter ihren Kunden die vertraglich zugesicherte Übertragungsrate liefern.

"Die Ergebnisse sind noch nicht zufriedenstellend", erklärte der Präsident der Bundesnetzagentur Klaus Müller. Kunden würden weiterhin oft nicht die versprochene Internetgeschwindigkeit erreichen.

I.Paterson--TNT

Empfohlen

Trump: US-Kriegsschiff greift iranischen Frachter im Golf von Oman an

Die US-Marine hat nach Angaben von Präsident Donald Trump ein iranisches Frachtschiff im Golf von Oman beschossen und unter ihre Kontrolle gebracht. Das Schiff habe versucht, die von den USA errichtete Blockade iranischer Häfen in der Straße von Hormus zu umgehen, schrieb Trump am Sonntag in seinem Onlinedienst Truth Social.

Merz hält bei Eröffnung der Hannover Messe Plädoyer für Standort Deutschland

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat zur Eröffnung der Hannover Messe ein Plädoyer für den Standort Deutschland gehalten und zugleich auf "strukturelle" Defizite hingewiesen. "Als Europas größte Volkswirtschaft und drittgrößte Volkswirtschaft der Welt stellt Deutschland einen unverzichtbaren Markt für jedes Unternehmen dar", sagte Merz in seiner Rede am Sonntag. Deutschland sei "das wichtigste Tor zum europäischen Binnenmarkt". Investitionen in Deutschland seien "sicher und sie sind wirtschaftlich attraktiv". Zugleich sei klar: "Es geht noch besser. Und es muss auch noch besser geben."

Jeff Bezos' Firma Blue Origin gelingt Wiederverwertung von New-Glenn-Raketenantrieb

Blue Origin, das Raumfahrtunternehmen von US-Milliardär Jeff Bezos, hat erstmals den Antrieb seiner New-Glenn-Rakete wiederverwendet und damit einen Fortschritt im Wettbewerb mit dem Konkurrenten SpaceX erzielt. Der Antrieb der riesigen Rakete sei am Sonntag wiederverwendet und danach erneut geborgen worden, teilte Blue Origin mit. Die aus Cape Canaveral im Bundesstaat Florida gestartete Rakete brachte demnach einen Kommunikationssatelliten für das Unternehmen AST SpaceMobile ins All.

US-Delegation am Montag zu Iran-Verhandlungen in Pakistan

Kurz vor dem Auslaufen der Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran werden US-Unterhändler am Montag zu weiteren Verhandlungen in Pakistan erwartet. Wie US-Präsident Donald Trump am Sonntag auf seiner Onlineplattform Truth Social weiter erklärte, biete er dem Iran einen "vernünftigen Deal" an. Falls Teheran dies aber ablehnen sollte, würden die USA "jedes Kraftwerk und jede Brücke im Iran" zerstören. Der Iran bestätigte seine Teilnahme zunächst nicht. Beide Länder warfen einander zudem Verstöße gegen die Waffenruhe vor.

Textgröße ändern: