The National Times - Verkehrsminister Bayerns sieht Klärungsbedarf bei Deutschlandticket-Finanzierung

Verkehrsminister Bayerns sieht Klärungsbedarf bei Deutschlandticket-Finanzierung


Verkehrsminister Bayerns sieht Klärungsbedarf bei Deutschlandticket-Finanzierung
Verkehrsminister Bayerns sieht Klärungsbedarf bei Deutschlandticket-Finanzierung / Foto: © AFP/Archiv

Der bayerische Verkehrsminister sieht Klärungsbedarf bei der Finanzierung des Deutschlandtickets. "Offen ist nach wie vor, wie die Verteilung der Finanzierung insgesamt zwischen Bund und Ländern geregelt wird", sagte Christian Bernreiter (CSU) in Nürnberg dem "Tagesspiegel Background" in Berlin (Mittwochsausgabe). Die Zukunft der beliebten Nahverkehrskarte sei dennoch "grundsätzlich" gesichert. Am Mittwochmorgen begann die Konferenz der Verkehrsminister der Länder.

Textgröße ändern:

Eine Entscheidung zur endgültigen Finanzierung des bundesweit gültigen Deutschlandtickets erwartet Bernreiter durch die Konferenz der Verkehrsministerinnen und Verkehrsminister der Länder am Mittwoch nicht. Das wäre "Kaffeesatzleserei, solange die neue Bundesregierung nicht steht", sagte er dem "Tagesspiegel". Es werde jedoch eine Sonderverkehrsministerkonferenz geben, sobald sich eine neue Regierung gebildet hat.

Bernreiter geht zudem davon aus, dass die 100 Milliarden Euro, die im Zuge des 500-Milliarden-Euro-Sondervermögens in den Klima- und Transformationsfonds (KTF) fließen sollen, komplett in die Elektrifizierung und der Digitalisierung der Schiene gehen werden. "Ich glaube nicht, dass was übrigbleibt", sagte der Landesminister der Zeitung.

Das Deutschlandticket wird derzeit jeweils zur Hälfte von Bund und Ländern getragen. Die Finanzierung ist für 2025 gesichert; wie es danach weitergeht, war zunächst unklar. In den Koalitionsverhandlungen einigten sich Union und SPD zwar zu dessen Fortsetzung, aber zu höheren Kosten für die Fahrgäste. Ab 2027 soll der Monatspreis des Abos von derzeit 58 Euro "schrittweise und sozialverträglich" erhöht werden.

Der parteilose Infrastrukturminister Mecklenburg-Vorpommerns, Wolfgang Blank, forderte "ein klares Bekenntnis des Bundes, sich auch über das Jahr 2025 hinaus wie bisher an der Finanzierung zu beteiligen". Bereits jetzt sei das Ticket ein Erfolg. Ohne die anhaltenden Diskussionen über die Zukunft der Fahrkarte könne es jedoch noch viel mehr Menschen überzeugen.

Blank forderte mit Blick auf das Sondervermögen zudem, "ein ordentliches Stück vom Kuchen" in Investitionen für die deutschen Häfen zu nutzen. Den Bedarf der "unerlässlichen" Hafeninfrastruktur bezifferte er auf rund zwei Milliarden Euro.

J.Sharp--TNT

Empfohlen

Deutsche Zentralbankerin Schnabel wechselt von EZB zum Internationalen Währungsfonds

Die deutsche Zentralbankerin Isabel Schnabel tritt von ihrem Posten im Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) zurück und übernimmt stattdessen eine zentrale Rolle beim Internationalen Währungsfonds (IWF). Schnabel habe EZB-Präsidentin Christine Lagarde mitgeteilt, dass sie "ihr Amt am 3. Januar 2027 niederlegen wird", erklärte die Zentralbank am Donnerstag. Zum 4. Januar wird demnach IWF-Chefin Kristalina Georgieva die Deutsche zur Leiterin der Abteilung für Geld- und Kapitalmärkte des Fonds ernennen.

Xi von Trump im Weißen Haus empfangen

US-Präsident Donald Trump hat den chinesischen Staatschef Xi Jinping mit militärischen Ehren am Weißen Haus empfangen. Trump und seine Ehefrau Melania begrüßten Xi und seine Ehefrau Peng Liyuan am Donnerstag zu den Klängen einer Militärkapelle. Anschließend schritten sie über einen roten Teppich ins Weiße Haus.

Berliner Polizei startet KI-gestützte Videoüberwachung

Besonders kriminalitätsbelastete Orte in Berlin sollen künftig mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) überwacht werden. Zunächst soll das System am Kottbusser Tor in Kreuzberg installiert werden, wie die Polizei am Donnerstag in der Hauptstadt mitteilte. Nach einer etwa vierwöchigen Konfigurationsphase werde der Testbetrieb des Pilotprojekts gestartet. Später folgten weitere kriminalitätsbelastete Orte in Kreuzberg, Friedrichshain und Mitte.

Allianz-Studie: Hitzewellen im Sommer 2026 kosten Deutschland 25 Milliarden Euro

Die Hitzewellen des vergangenen Sommers kommen die deutsche Wirtschaft teuer zu stehen: Laut einer Studie des Versicherungskonzerns Allianz und des Kreditversicherers Allianz Trade dürfte die Wirtschaftsleistung durch die Hitzewellen um rund 25 Milliarden Euro geschmälert werden. Grund sind demnach vor allem eine hitzebedingt geringere Arbeitsproduktivität, längere Pausen und Fehlzeiten sowie ein nur teilweiser Zugang zu Kühlung.

Textgröße ändern: