The National Times - Italien vereinbart zusätzliche Gas-Lieferungen mit Algerien

Italien vereinbart zusätzliche Gas-Lieferungen mit Algerien


Italien vereinbart zusätzliche Gas-Lieferungen mit Algerien
Italien vereinbart zusätzliche Gas-Lieferungen mit Algerien

Italien will künftig mehr Erdgas aus Algerien beziehen. Regierungschef Mario Draghi verkündete am Montag bei einem Besuch in Algier die Unterzeichnung einer entsprechenden Vorvereinbarung mit der algerischen Regierung. Die Regierung in Rom will so vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs die Abhängigkeit von russischen Energieimporten reduzieren.

Textgröße ändern:

"Unmittelbar nach dem Einmarsch in die Ukraine habe ich angekündigt, dass Italien rasch Maßnahmen ergreifen würde, um seine Abhängigkeit von russischem Gas zu verringern", sagte Draghi. "Die heutigen Vereinbarungen sind eine wichtige Reaktion auf die Erreichung dieses strategischen Ziels, und weitere werden folgen."

Italien bezieht über 40 Prozent seiner Erdgas-Einfuhren aus Russland. Auch Algerien gehört bereits zu den wichtigsten Gaslieferanten des Landes. Die Belieferung über die Transmed-Pipeline durch das Mittelmeer soll nun weiter erhöht werden. Genauere Angaben dazu, wie viel mehr Gas fließen soll, machte Draghi nicht.

Beobachter wandten ein, dass zum einen die Kapazität der Transmed-Pipeline und zum anderen der wachsende Eigenbedarf Algeriens enormen Exportsteigerungen entgegenstünden. "Es gibt da eine Menge Fragen", sagte Energie-Experte Aydin Calik von der Fachzeitschrift Middle East Economic Survey der Nachrichtenagentur AFP.

Der frühere algerische Energieminister Abdelmajid Attar sagte zu AFP, dass sein Land einen Ausfall russischer Gas-Lieferungen kurzfristig nicht ausgleichen könnte. Zusätzliche Investitionen in Gas-Infrastruktur könnten mittelfristig aber helfen.

T.F.Russell--TNT

Empfohlen

Tausende in der Türkei demonstrieren gegen Einschränkung der Pressefreiheit

In der Türkei haben tausende Menschen gegen wachsenden Druck der Behörden auf Journalisten und Medien demonstriert. "Genug!", riefen Demonstrierende am Samstag in der Metropole Istanbul mit Blick auf Repressionen gegen Medienschaffende. "Wir können nicht mehr atmen." Sie hielten Fotos von inhaftierten Journalisten hoch und riefen: "Wir werden uns dem Druck nicht beugen."

Bundesverkehrsminister: Deutschlandticket für Gelegenheitsfahrer "spannende Idee"

Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) unterstützt die Idee, ein neues Ticket für gelegentliche Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel in ganz Deutschland einzuführen. "Das Deutschlandticket für Gelegenheitsfahrer ist eine spannende Idee. Denn ein einfacher Zugang zu den Angeboten von Bus und Bahn ist wichtig", sagte der Minister dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Samstagsausgabe). Die Digitalisierung könne dazu neue Möglichkeiten schaffen.

"Rassistischer Terroranschlag": Ein Toter bei Angriff in Pariser Vorstadt

Bei einem offenbar rassistisch motivierten Anschlag auf offener Straße im Großraum Paris hat ein Mann einen Menschen erschossen und fünf weitere verletzt. Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron sprach am Freitag von einem "rassistischen Terroranschlag". Der polizeibekannte Angreifer konnte festgenommen werden. Die französische Anti-Terror-Staatsanwaltschaft übernahm die Ermittlungen zu dem Angriff, bei dem auch ein zwölfjähriges Mädchen schwer verletzt wurde.

Weißes Haus: Melania Trump vermittelt Waffenruhe in südukrainischer Stadt Oleschky

First Lady Melania Trump hat nach US-Angaben eine befristete Waffenruhe in einer von Russland besetzten Stadt im Süden der Ukraine erreicht. Die Ehefrau von US-Präsident Donald Trump habe "erfolgreich eine Feuerpause zwischen Russland und der Ukraine bewirkt, die auf die Stadt Oleschky begrenzt ist", erklärte ihr Büro im Weißen Haus am Freitag. Die Waffenruhe solle ab dem kommenden Donnerstag gelten.

Textgröße ändern: