The National Times - Zahl der Patentanmeldungen in Europa auf neuem Höchststand

Zahl der Patentanmeldungen in Europa auf neuem Höchststand


Zahl der Patentanmeldungen in Europa auf neuem Höchststand
Zahl der Patentanmeldungen in Europa auf neuem Höchststand

Nach einem pandemiebedingten Rückgang sind die Patentanmeldungen in Europa 2021 wieder angestiegen. Wie das Europäische Patentamt (EPA) in München am Dienstag mitteilte, wurden vergangenes Jahr insgesamt 188.600 und damit 4,5 Prozent mehr Patente als im Vorjahr angemeldet. Damit verzeichnete die Behörde einen neuen Rekord. Haupttreiber waren demnach digitale und medizinische Innovationen sowie chinesische Unternehmen.

Textgröße ändern:

Im Bereich digitale Kommunikation wurden demnach 15.400 Anträge gestellt - 9,4 Prozent mehr als 2020. Knapp dahinter folgte Medizintechnik mit 15.231 Anträge, was 8,8 Prozent Wachstum entsprach, vor Computertechnik mit 14.671 Anträgen beziehungsweise 9,7 Prozent Wachstum.

Die Zahlen für 2021 zeigen "eine Rückkehr zur Normalität", sagte der Chefökonom des EPA, Yann Ménière, der Nachrichtenagentur AFP. Die meisten Anmeldungen kamen aus den USA und Deutschland, gefolgt Japan und China. Die USA reichten mit 46.533 rund fünf Prozent mehr Anträge ein, China mit 16.665 gar fast ein Viertel mehr. Aus Deutschland kamen 25.969 Anträge, was einem Plus von 0,3 Prozent entsprach.

Ménière zufolge hat China "seine Patentanmeldungen in Europa für Anwendungen der künstlichen Intelligenz verdoppelt". Der chinesische Technologiegigant Huawei ist Sptzenreiter unter den Unternehmen, die ihre Innovationen in Europa patentieren lassen - gefolgt von den beiden koreanischen Firmen Samsung und LG, vor den europäischen Firmen Ericsson und Siemens.

"In Europa gibt es noch viel Innovation, aber vor allem in der traditionellen Industrie, im Transportwesen, in der Luftfahrt, in der Chemie und bei Werkzeugmaschinen", erklärte Ménière. Im traditionell von Deutschland dominierten Transport-Bereich ging die Zahl der Patentanmeldungen bei Verbrennungsmotoren zurück, während sie bei intelligenter Fahrzeugtechnologie und Elektromotoren deutlich anstieg.

G.Morris--TNT

Empfohlen

Nach Scheitern von Wohnungsgesetz in Spanien: Zehntausende demonstrieren für bezahlbaren Wohnraum

Nach dem Nein des spanischen Parlaments zu einem Regulierungspaket gegen die Wohnungsnot haben am Samstag erneut zehntausende Menschen im Land für bezahlbaren Wohnraum demonstriert. In Madrid zogen mehrere Demonstrationszüge durch das Stadtzentrum. Auf einem großen Transparent stand "Auf zum Generalstreik". Nach Behördenangaben beteiligten sich alleine in der Hauptstadt 70.000 Menschen an den Demonstrationen, die Organisatoren sprachen von 500.000.

Trump lobt Freigabe europäischer Ölreserven - Keine Drohung mit Diesel-Exportstopp mehr

US-Präsident Donald Trump hat die Entscheidung der europäischen G7-Staaten zur Freigabe der Ölreserven gelobt - seine Drohung mit einem Diesel-Exportstopp der USA zog er zurück. "Was Europa gemacht hat, war wirklich eine großartige Sache", sagte Trump am Freitag (Ortszeit) auf die Frage eines AFP-Journalisten. Ein Exportstopp habe auch nie "wirklich auf dem Tisch gelegen". In Deutschland kritisierten die Grünen die Freigabe als "politische Dummheit".

Grüne kritisieren Freigabe von Ölreserven als "politische Dummheit"

Die Grünen haben die Entscheidung der G7-Staaten zur Freigabe von Öl und Diesel aus ihren nationalen Reserven scharf kritisiert. "Die Freigabe ist ein Fehler, schlimmer noch: eine politische Dummheit", sagte der Grünen-Energiepolitiker Michael Kellner am Samstag der Nachrichtenagentur AFP in Berlin. "Die Reserven sind für echte Notfälle da und nicht für einen amerikanischen Präsidenten, dem im Wahlkampf die Felle davonschwimmen."

Argentinien bietet Ausländern im Gegenzug für Investitionen Staatsbürgerschaft an

Argentinien will ab Ende des Jahres Ausländern, die mindestens 350.000 Dollar (rund 311.000 Euro) in dem Land investieren, die argentinische Staatsbürgerschaft anbieten. Das Programm zum Erwerb der Staatsbürgerschaft im Gegenzug für eine "Investition" sieht "zwei einfache und transparente Mechanismen" vor, wie die Regierung des ultrarechten Präsidenten Javier Milei am Samstag mitteilte.

Textgröße ändern: