The National Times - Christel Heydemann ist neue Chefin von Orange

Christel Heydemann ist neue Chefin von Orange


Christel Heydemann ist neue Chefin von Orange
Christel Heydemann ist neue Chefin von Orange

Die neue Generaldirektorin des französischen Telekom-Konzern Orange, Christel Heydemann, hat am Montag ihren neuen Posten übernommen. Die 47-Jährige ist damit die zweite Frau an der Spitze eines CAC40-Unternehmens. Ihr Vorgänger Stéphane Richard war im November wegen Beihilfe zur Veruntreuung öffentlicher Gelder verurteilt worden. Er wurde mit einer Sonderzahlung von 475.000 Euro verabschiedet.

Textgröße ändern:

Der Posten von Richard wurde aufgeteilt. Neben der Generaldirektorin soll es künftig einen Präsidenten geben. Dafür ist der 67 Jahre alte Jacques Aschenbroich im Gespräch, derzeit an der Spitze des Autozulieferers Valeo.

Heydemann hat zwei französische Elite-Hochschulen besucht. Sie arbeitete als Personalchefin von Alcatel-Lucent und war zuletzt Europa-Chefin von Schneider Electric. Wirtschaftsminister Bruno Le Maire hatte sich dafür ausgesprochen, bei gleicher Qualifikation "eine Frau" als Nachfolgerin von Richard zu ernennen.

Bisher war Engie-Chefin Catherine MacGregor die einzige Frau an der Spitze eines Unternehmens aus dem französischen Leitindex CAC40. Im Juli soll Estelle Brachlianoff an der Spitze von Veolia hinzukommen.

Richard war in einem Berufungsverfahren um eine Affäre des Geschäftsmanns Bernard Tapie zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt worden. In dem Prozess ging es um einen staatlichen Schadenersatz in Höhe von mehr als 400 Millionen Euro, den ein privates Schiedsgericht 2008 Tapie zugesprochen hatte. Tapie war vor Gericht gezogen, weil er seine Adidas-Anteile an die damals staatliche Bank Crédit Lyonnais verkauft hatte und diese die Beteiligung mit großem Gewinn weiterverkaufte.

Richard war damals Stabschef der damaligen Wirtschaftsministerin Christine Lagarde, die im Verdacht stand, im Auftrag des damaligen konservativen Präsidenten Nicolas Sarkozy keine Rechtsmittel eingelegt zu haben.

T.Bennett--TNT

Empfohlen

Rekordpreis: Pink-Floyd-Gitarre für mehr als 14 Millionen Dollar versteigert

Eine von David Gilmour auf sechs Pink-Floyd-Alben gespielte Gitarre ist in New York zum Rekordpreis von 14,55 Millionen Dollar (knapp 13 Millionen Euro) versteigert worden. Wie das Auktionshaus Christie’s am Freitag mitteilte, wurde die legendäre Fender Stratocaster, die auch als "The Black Strat" bekannt ist, damit zur teuersten jemals verkauften Gitarre. Der bisherige Rekord lag bei sechs Millionen Dollar, die 2020 für eine Gitarre von Nirvana-Sänger Kurt Cobain gezahlt worden war.

US-Freigabe von russischem Öl stößt in Deutschland auf scharfe Kritik

Die Entscheidung der US-Regierung zur vorübergehenden Freigabe von russischem Öl ist in Deutschland parteiübergreifend verurteilt worden. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) nannte das Lockern von Sanktionen gegen Russland am Freitag "falsch". Politiker von SPD, Grünen und Linken kritisierten die Öl-Freigabe als verheerendes Signal in Richtung Ukraine. Hingegen forderten AfD und BSW die Wiederaufnahme des Bezugs von russischem Öl.

DGB-Studie: Viele Beschäftigte im öffentlichen Dienst machen Überstunden

Rund 40 Prozent der Beschäftigten im öffentlichen Dienst machen regelmäßig Überstunden. Das geht laut einem Bericht der Funke Mediengruppe aus einer Auswertung des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) hervor. 22 Prozent leisten demnach durchschnittlich ein bis fünf Überstunden pro Woche. Weitere 17 Prozent arbeiten mehr als fünf Stunden pro Woche länger als vertraglich vereinbart.

Deutliche Kritik aus Europa an Lockerung von Öl-Sanktionen gegen Russland durch die USA

Die Lockerung der Öl-Sanktionen gegen Russland durch die USA ist in Europa auf deutliche Kritik gestoßen. "Jetzt Sanktionen zu lockern, aus welchen Gründen auch immer, das halten wir für falsch", sagte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Freitag bei einem Besuch in Norwegen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warnte, der Schritt werde "auf jeden Fall zu einer Stärkung der Position Russlands führen". Die britische Regierung forderte, "alle Partner" sollten "den Druck auf Russland und seine Kriegskasse aufrechterhalten". Russland drängte hingegen auf eine Aufhebung weiterer Sanktionen gegen Moskau im Energiebereich.

Textgröße ändern: