The National Times - Biden verurteilt schärferes Abtreibungsgesetz in Florida

Biden verurteilt schärferes Abtreibungsgesetz in Florida


Biden verurteilt schärferes Abtreibungsgesetz in Florida
Biden verurteilt schärferes Abtreibungsgesetz in Florida

US-Präsident Joe Biden hat ein vom Parlament des Bundesstaates Florida beschlossenes verschärftes Abtreibungsrecht scharf kritisiert. Das "gefährliche Gesetz", das Schwangerschaftsabbrüche nach der 15. Woche verbietet, werde den Zugang von Frauen zu reproduktiver Gesundheitsversorgung "stark einschränken", erklärte Biden am Freitag im Kurzbotschaftendienst Twitter. "Meine Regierung wird die anhaltende Aushöhlung von verfassungsmäßigen Rechten von Frauen nicht zulassen."

Textgröße ändern:

Floridas konservative dominierter Senat hatte am Donnerstagabend ein zuvor bereits vom Repräsentantenhaus des Bundesstaates gebilligtes Abtreibungsgesetz beschlossen, das Schwangerschaften nach der 15. Woche verbietet. Ausnahmen gibt es zwar bei einem schweren Risiko für die Gesundheit der Frau oder eine tödlicher Missbildung des Fötus, nicht aber bei Vergewaltigungen oder Inzest. Der konservative Gouverneur Ron DeSantis muss das von ihm unterstützte Gesetz noch mit seiner Unterschrift in Kraft setzen.

Das Gesetz steht im Widerspruch zu einem fast 50 Jahre alten Grundsatzurteil des Obersten Gerichtshofs der USA, das Abtreibungen grundsätzlich so lange erlaubt, bis der Fötus außerhalb des Mutterleibs lebensfähig wäre. Das ist etwa nach 24 Schwangerschaftswochen der Fall.

Das als "Roe v. Wade" (Roe gegen Wade) bekannte Grundsatzurteil aus dem Jahr 1973 könnte aber bald vom Supreme Court aufgeweicht oder gar gekippt werden. Der Gerichtshof, an dem das konservative Lager eine klare Mehrheit von sechs zu drei Richtern stellt, prüft derzeit ein Abtreibungsgesetz aus dem Südstaat Mississippi, das ebenfalls Abtreibungen nach der 15. Schwangerschaftswoche verbietet. Eine Entscheidung wird für den Juni erwartet.

Konservativ regierte Bundesstaaten haben in Erwartung der Supreme-Court-Entscheidung bereits schärfere Abtreibungsgesetze beschlossen. Am weitesten ist dabei Texas gegangen. Dort ist seit vergangenem September das sogenannte Herzschlag-Gesetz in Kraft, das Abtreibungen etwa ab der sechsten Schwangerschaftswoche verbietet. Viele Frauen wissen zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht, dass sie schwanger sind.

Das Abtreibungsrecht ist eines der umstrittensten gesellschaftspolitischen Themen in den USA. Präsident Biden tritt trotz seines katholischen Glaubens für das Recht von Frauen ein, Schwangerschaftsabbrüche vornehmen zu lassen.

A.M.Owen--TNT

Empfohlen

Studie: Bessere Vereinbarkeit pflegender Angehöriger mit Erwerbsarbeit nötig

Die wachsende Zahl pflegender Angehöriger angesichts der alternden Gesellschaft dürfte dem Arbeitsmarkt in den kommenden Jahren immer mehr Arbeitskräte entziehen. In einer am Dienstag vorgestellten Analyse fordert die Bertelsmann Stiftung daher eine bessere Vereinbarkeit pflegender Angehöriger mit dem Job - andernfalls könnten 2045 über 200.000 Stellen gefährdet sein.

Bundesregierung erwartet zahlreiche Unternehmenschefs bei Investitionsgipfel

Zum internationalen Investitionsgipfel in Berlin werden am Dienstag zahlreiche Unternehmenschefs erwartet. Der Gipfeltag startet mit einer Rede von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) (09.30 Uhr). Es folgen eine Gesprächsrunde mit Unternehmensvertreterinnen und -vertretern sowie Gespräche zu verschiedenen Themen etwa mit Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) und Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU). Klingbeil und Reiche werden zum Abschluss des Gipfels mit Merz vor die Presse treten (gegen 15.30 Uhr).

Steinmeier empfängt mongolischen Staatspräsidenten Khurelsukh

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier empfängt am Dienstag (10.00 Uhr) in Berlin den mongolischen Staatspräsidenten Ukhnaa Khurelsukh. Am Nachmittag eröffnen die beiden Staatsoberhäupter gemeinsam eine Ausstellung über Dschingis Khan, abends gibt es ein Staatsbankett. Ein Treffen mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ist für Mittwoch geplant. Bei einem Mittagessen im Bundeskanzleramt stehen dann "die bilateralen Beziehungen, wirtschaftspolitische Fragen und die internationale Sicherheitspolitik im Mittelpunkt".

Sonde für japanische Marsmonde-Mission löst sich erfolgreich von Trägerrakete

Bei der japanischen Weltraummission zur Erkundung der Marsregion ist ein weiterer wichtiger Schritt erfolgreich verlaufen: Gut eine Stunde nach dem Start der H3-Trägerrakete in Japan am frühen Montag (Ortszeit, später Montagabend MESZ) löste sich nach Angaben der Raumfahrtbehörde Jaxa die Raumsonde, die zwei Marsmonde erforschen soll. Die Sonde begann "ihre Reise zum Mars-System", wie Jaxa in einer Live-Übertragung angab.

Textgröße ändern: