The National Times - Experten der Bundesbank rechnen mit Inflation von bis zu fünf Prozent 2022

Experten der Bundesbank rechnen mit Inflation von bis zu fünf Prozent 2022


Experten der Bundesbank rechnen mit Inflation von bis zu fünf Prozent 2022
Experten der Bundesbank rechnen mit Inflation von bis zu fünf Prozent 2022

Die Fachleute der Deutschen Bundesbank rechnen für 2022 mit Gesamtinflation von bis zu fünf Prozent. "Ich erwarte, dass wir unsere Prognose für die Inflationsrate in Deutschland 2022 abermals anheben müssen", erklärte Bundesbankpräsident Joachim Nagel anlässlich der Vorstellung des Geschäftsberichts für 2021 am Mittwoch. Auch für den Euroraum sei mit einer höheren Inflationsrate zu rechnen. "Wir müssen die Normalisierung unserer Geldpolitik im Blick behalten", forderte Nagel.

Textgröße ändern:

Die genauen Folgen des Ukraine-Krieges ließen sich laut Nagel aktuell noch nicht abschätzen. Klar sei jedoch, dass ein weiterer Anstieg der Energiepreise auch zu höheren Verbraucherpreisen führen werde. "Mittlerweile rechnen die Fachleute der Bundesbank damit, dass die Inflationsrate im Jahresdurchschnitt 5 Prozent erreichen könnte", warnte Nagel.

Laut dem Statistischen Bundesamt erreichte die Teuerungsrate im Februar in Deutschland voraussichtlich 5,1 Prozent im Vorjahresvergleich. Insbesondere die Energiepreise trieben die Inflation - diese stiegen um 22,5 Prozent. Auch auf europäischer Ebene stieg die Inflation im Februar auf einen neuen Höchststand von 5,8 Prozent. Auch hier waren die Energiepreise wichtigster Faktor, für Verbraucher und Unternehmen in der Eurozone stiegen sie um fast ein Drittel.

Die Preise an den Rohstoffmärkten erreichten vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs zuletzt Höchststände: Der Ölpreis durchbrach am Mittwoch die Marke von 110 Dollar (99 Euro) pro Barrel. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent stieg um mehr als fünf Prozent auf 110,87 Dollar. Der Preis der Sorte WTI durchbrach diese Marke wenig später ebenfalls und stieg am Mittwochmorgen um 6,5 Prozent auf 110,18 Dollar. Beide Ölsorten lagen damit auf dem höchsten Niveau seit 2014.

Der Erdgaspreis in Europa erreichte am Mittwoch ein neues Rekordhoch: Am wichtigen niederländischen Handelspunkt TTF eine Megawattstunde für 194,715 Euro gehandelt. Ende 2021 lag der Preis bei rund 148 Euro je Megawattstunde. Im langjährigen Mittel bewegte er sich laut Vergleichsportalen zwischen zehn und 25 Euro.

T.Ward--TNT

Empfohlen

Konjunkturerwartungen von Finanzexperten kräftig gestiegen

Die Konjunkturerwartungen von Finanzexpertinnen und -experten sind im Juli kräftig gestiegen. Wie das Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag in Mannheim mitteilte, legte der ZEW-Index deutlich um 15,8 Punkte auf nun plus 26,3 Zähler zu. Insbesondere hellten sich demnach die Aussichten für den Maschinenbau und den privaten Konsum auf.

Wegen Gewalt: Deutsche Bahn verbietet Alkohol an Bahnhöfen

Die Deutsche Bahn verbietet das Trinken von Alkohol an Bahnhöfen. "Die neue Regel gilt bundesweit und wird bis zum 15. Oktober 2026 schrittweise an 5.400 Bahnhöfen umgesetzt", erklärte der Konzern am Dienstag. "Zu oft mussten wir feststellen, dass dort, wo zu viel Alkohol fließt, auch die Gewalt zunimmt", erklärte DB-Chefin Evelyn Palla. Die Polizeigewerkschaft begrüßte den Schritt.

Deutsche Bahn plant Alkoholverbot an Bahnhöfen - Polizei für Ausweitung auf Züge

Die Deutsche Bahn plant ein Alkoholverbot an allen rund 5400 Bahnhöfen in Deutschland. "Wir wollen mehr Ordnung und Sicherheit auf unseren Bahnhöfen und in unseren Zügen", sagte Bahn-Chefin Evelyn Palla der "Bild"-Zeitung (Dienstag). Demnach soll das Verbot bis Mitte Oktober eingeführt werden. Die Gewerkschaft der Polizei begrüßte die Ankündigung grundsätzlich, zweifelt jedoch an der Umsetzbarkeit angesichts des Personalstandes.

"Bild": Deutsche Bahn plant Alkoholverbot an allen 5400 Bahnhöfen in Deutschland

Die Deutsche Bahn plant nach "Bild"-Informationen ein Alkoholverbot an allen rund 5400 Bahnhöfen in Deutschland. Die flächendeckende Umsetzung der neuen Maßnahme solle bis zum 15. Oktober abgeschlossen sein, berichtete die Zeitung am Dienstag. Zugleich zitierte sie Bahnchefin Evelyn Palla mit der Aussage: "Es reicht. Genug ist genug. Wir greifen jetzt noch härter durch."

Textgröße ändern: