The National Times - Konjunkturschwäche in Deutschland: Söder will Unternehmenssteuern schneller senken

Konjunkturschwäche in Deutschland: Söder will Unternehmenssteuern schneller senken


Konjunkturschwäche in Deutschland: Söder will Unternehmenssteuern schneller senken
Konjunkturschwäche in Deutschland: Söder will Unternehmenssteuern schneller senken / Foto: © AFP/Archiv

Angesichts der Konjunkturschwäche in Deutschland hat sich Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) für eine schnellere Senkung der Körperschaftsteuer für Unternehmen ausgesprochen. Es wäre seiner Meinung nach "sinnvoll", mit der schrittweisen Reduzierung schon im Juli kommenden Jahres zu beginnen, sagte der CSU-Chef dem "Handelsblatt" nach Angaben vom Sonntag. "Sofern es unsere finanziellen Spielräume zulassen", schränkte er ein.

Textgröße ändern:

Auch der baden-württembergische Finanzminister Danyal Bayaz (Grüne) plädierte im "Handelsblatt" dafür. "Die Körperschaftsteuer kann zum kommenden Jahr um zwei Prozentpunkte gesenkt werden, statt erst 2028 mit einer stufenweisen Senkung zu beginnen", sagte Bayaz der Zeitung.

Die schrittweise Senkung der Körperschaftsteuer gehört zu dem von der Bundesregierung vorgelegten und vom Parlament beschlossenen Investitionsbooster-Paket zur Ankurbelung der schwächelnden Wirtschaft. Bislang soll die Steuer ab 2028 sinken. Vorgesehen ist eine jährliche Reduzierung in fünf Schritten um jeweils ein Prozent auf eine Zielmarke von zehn Prozent bis 2032.

Die Körperschaftsteuer ist eine Art Einkommensteuer für Unternehmen, der Satz liegt derzeit bei 15 Prozent des zu versteuernden Einkommens. Daneben müssen Firmen weitere Abgaben wie etwa die Umsatzsteuer zahlen.

Die stark exportabhängige deutsche Wirtschaft stagniert seit längerem und kommt weiterhin nicht in Schwung. Im dritten Quartal entging sie nach ersten Schätzungen des Statistischen Bundesamts nur knapp einer sogenannten technische Rezession. Der Bundesverband der deutschen Industrie (BDI) warnte vor einigen Tagen vor der tiefsten Krise seit Bestehen der Bundesrepublik".

A.Davey--TNT

Empfohlen

Südkoreanischer Leitindex Kospi überspringt erstmals Marke von 8000 Punkten

Der südkoreanische Leitindex Kospi hat am Freitag erstmals die Marke von 8000 Zählern übersprungen. Der Börsenindex kletterte im Vormittagshandel kurzzeitig über diese Schwelle; im weiteren Verlauf fiel er dann in den Bereich um 7900 Punkte zurück. Noch vor einem Jahr hatte der Index bei 2600 Punkten gelegen.

China will laut Trump Öl aus den USA kaufen

China hat laut US-Präsident Donald Trump Interesse am Kauf von Öl aus den Vereinigten Staaten bekundet. Peking habe dem "zugestimmt", sagte Trump am Rande seines Staatsbesuchs in China in einem Interview mit dem Sender Fox News, das am späten Donnerstagabend in den Vereinigten Staaten ausgestrahlt wurde. Demnach will China auch Sojabohnen aus den USA kaufen.

Neuer US-Zentralbankchef Warsh tritt Amt an

Der neue Vorsitzende der US-Notenbank Fed, Kevin Warsh, tritt das Amt am Freitag an. Der Senat in Washington hatte den 56-Jährigen am Mittwoch für vier Jahre an der Spitze der Federal Reserve (Fed) bestätigt. Warsh ist der Wunschkandidat von US-Präsident Donald Trump. Er folgt Jerome Powell nach, der acht Jahre lang Fed-Chef war.

Stromversorgung in Kuba zusammengebrochen - Regierung: Ölvorräte aufgebraucht

Wegen massiver Energieengpässe ist in Kuba erneut großflächig die Stromversorgung zusammengebrochen. Die von Russland gelieferten Ölreserven seien nun "aufgebraucht", sagte Energieminister Vicente de la O Levy am Donnerstag im Staatsfernsehen. Nahe der Hauptstadt Havanna kam es wegen der Stromausfälle zu Protesten, die auf der kommunistischen Karibikinsel eher selten sind. Die Krise hatte sich in den vergangenen Wochen durch die US-Blockade der venezolanischen Öllieferungen verschärft.

Textgröße ändern: