The National Times - Mehrere Verletzte bei Großbrand auf Mittelmeer-Fähre vor griechischer Insel Korfu

Mehrere Verletzte bei Großbrand auf Mittelmeer-Fähre vor griechischer Insel Korfu


Mehrere Verletzte bei Großbrand auf Mittelmeer-Fähre vor griechischer Insel Korfu
Mehrere Verletzte bei Großbrand auf Mittelmeer-Fähre vor griechischer Insel Korfu

Bei einem Großbrand auf einer Fähre vor der griechischen Ferieninsel Korfu sind am Freitag mehrere Menschen verletzt worden. Von den knapp 300 Menschen an Bord hätten zwei Passagiere und ein Besatzungsmitglied Verletzungen davongetragen, teilten Rettungskräfte mit. Zwei Menschen saßen laut griechischer Küstenwache noch auf der in Flammen stehenden "Euroferry Olympia" fest, zu ihrer Rettung wurde ein Hubschrauber losgeschickt.

Textgröße ändern:

Die unter italienischer Flagge fahrende Fähre mit 237 Passagieren und 51 Besatzungsmitgliedern an Bord war nach Angaben der Küstenwache auf der Route Igoumenitsa-Brindisi unterwegs, als gegen 04.30 Uhr (Ortszeit; 03.30 Uhr MEZ) plötzlich das Feuer ausbrach. Auf im Fernsehen verbreiteten Bildern war zu sehen, dass das 1995 erbaute Schiff der italienischen Reederei Grimaldi komplett in Flammen stand.

"Wir hörten, dass das Feuer im Laderaum ausgebrochen war, aber es war nicht sicher", sagte ein Mann, der nach eigenen Angaben an Bord war, dem Sender Skai TV. "Es dauerte 15 Minuten, bis das Feuer das Deck erreichte." Die überwiegend italienische Besatzung habe "einfach perfekt" auf die Gefahr reagiert, berichtete der Mann. Andere Passagiere sprachen von "Panik an Bord".

Eine Sprecherin der Küstenwache sagte, die Löscharbeiten könnten noch mehrere Stunden dauern. Auch der Rettungseinsatz dauere noch an. Zwei Fahrer, die sich in dem Fahrzeugen vorbehaltenen Laderaum befanden, hätten per Telefon um Hilfe gerufen und sollten nun von einem Hubschrauber abgeholt werden.

Zuvor hatte die Gouverneurin der Ionischen Inseln, Rodi Kratsa, im Fernsehsender ERT gesagt, alle Passagiere seien "sicher" auf Rettungsbooten nach Korfu gebracht worden. Berichte griechischer Medien, dass an Bord noch Menschen vom Feuer eingeschlossen seien, bestätigte sie nicht. Es gab Befürchtungen, dass blinde Passagiere an Bord waren. Es kommt hin und wieder vor, dass sich Migranten auf Fähren von Griechenland nach Italien schleichen.

Der Direktor des Krankenhauses in Korfu, Leonidas Roumbatis, sagte auf ERT, zwei Passagiere mit leichten Verletzungen seien vorsorglich in seine Klinik eingeliefert worden. Zuvor hatte ein Patrouillenboot der griechischen Küstenwache das verletzte Besatzungsmitglied an Land gebracht. Auf Fernsehbildern war zu sehen, dass der 42-jährige Mann mit Atemproblemen nur mit Mühe laufen konnte und von Feuerwehrleuten gestützt werden musste. Auch er wurde auf Korfu ins Krankenhaus gebracht.

Nach Angaben der Küstenwache hatte der Fährkapitan die Passagiere nach Ausbruch des Feuers aufgefordert, das Schiff sofort zu verlassen. Gleichzeitig seien italienische und griechische Patrouillenboote und Schlepper der Küstenwache sowie Feuerwehrleute aus Korfu an den Unglücksort entsandt worden. Ebenfalls an dem Rettungseinsatz beteiligt waren demnach eine Fregatte und zwei Hubschrauber der griechischen Marine.

Auch Fischer eilten den Menschen auf der Fähre zur Hilfe. "Wir können Explosionen hören, das müssen Frachtlaster sein", sagte Nikos Bardis, einer der Fischer, auf ERT.

Die Brandursache war zunächst unklar. Möglicherweise sei das Feuer von einem auf der Fähre abgestellten Lastwagen ausgegangen, berichtete die italienische Nachrichtenagentur Ansa unter Berufung auf die Besatzung.

Zwischen der griechischen Westküste und der italienischen Adria gibt es einen regen Fährverkehr. Vor der Adriaküste hatte sich im Dezember 2014 ein Brand an einer zwischen Patras und Ancona verkehrenden Fähre ereignet. Bei dem Unglück starben 13 Menschen, darunter neun Passagiere.

S.O'brien--TNT

Empfohlen

DB-Fernverkehr im Norden wieder angelaufen - Kritik an Krisenmanagement der Bahn

Der Fernverkehr der Deutschen Bahn in Norddeutschland ist zwei Tage nach dem Wintersturm "Elli" wieder angelaufen, es kam jedoch weiterhin zu Zugausfällen und Verspätungen. Am Sonntag führen "etwa zwei Drittel" des planmäßigen Angebots stabil, sagte Bahn-Chefin Evelyn Palla. Fernverkehrsverbindungen von Berlin, Hannover und Hamburg an die Küsten verkehrten jedoch weiterhin nicht, zahlreiche Ausfälle gab es auch im Nahverkehr in den Ländern Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Dies sorgte für Kritik am Krisenmanagement der DB, gegen die Palla sich verteidigte.

Bahnchefin verteidigt Krisenmanagement: Sicherheit hat immer "oberste Priorität"

Nach der Einstellung des Fernverkehrs der Deutschen Bahn wegen Wintersturms "Elli" in Norddeutschland hat Konzernchefin Evelyn Palla das Krisenmanagement verteidigt. Die Sicherheit von Reisenden und Mitarbeitenden habe für ihr Unternehmen immer "oberste Priorität", sagte die Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn am Sonntag im Hauptbahnhof Hannover. Die Lage sei "sehr dynamisch" gewesen, "weitreichende Schneeverwehungen" hätten seit Freitag immer wieder bereits freigeräumte Streckenabschnitte blockiert.

Landwirte in Frankreich und Irland protestieren gegen Mercosur-Handelsabkommen

Nach der Einigung der EU auf ein Handelsabkommen mit den südamerikanischen Mercosur-Staaten haben am Wochenende Landwirte in mehreren europäischen Ländern protestiert. Im Westen Frankreichs blockierten in der Nacht zum Sonntag rund hundert Landwirte den Zugang zum Hafen von Le Havre, im irischen Athlone versammelten sich Bauern mit Traktoren. Europäische Landwirte fürchten wegen des Handelsabkommens Konkurrenz durch günstigere südamerikanische Produkte.

Bundeskanzler Merz reist nach Indien

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) bricht am Sonntag zu seinem ersten Besuch in Indien seit seinem Amtsantritt auf. Zugleich ist es die erste Asien-Reise des Kanzlers - nach China soll es einige Wochen später gehen. Offiziell empfangen wird Merz am Montag von Indiens Premierminister Narendra Modi in Ahmedabad. Am Dienstag geht es weiter in die Industriemetropole Bangalore. Merz wird von einer großen Wirtschaftsdelegation begleitet.

Textgröße ändern: