The National Times - Commerzbank macht 2021 wieder Gewinn

Commerzbank macht 2021 wieder Gewinn


Commerzbank macht 2021 wieder Gewinn
Commerzbank macht 2021 wieder Gewinn

Nach einem Milliardenminus im Vorjahr ist die Commerzbank 2021 in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt. Wie die zweitgrößte deutsche Bank am Donnerstag in Frankfurt am Main mitteilte, belief sich der Nettogewinn "trotz hoher Sonderbelastungen" auf 430 Millionen Euro. 2020 hatte die Bank noch einen herben Verlust von 2,9 Milliarden Euro verbucht.

Textgröße ändern:

Die Commerzbank steckt derzeit mitten in einem weitreichenden Umbau des Unternehmens, der auch einen Stellenabbbau und Filialschließungen vorsieht. Insgesamt sollen bis 2024 rund 10.000 Vollzeitstellen wegfallen. Davon sei "auch dank erfolgreicher Freiwilligen- und Altersteilzeitprogramme" der Abbau von mehr als 6000 Stellen über einzelvertragliche Regelungen mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bereits fixiert, erklärte die Commerzbank. Insgesamt hatte die Bank Anfang 2022 demnach noch knapp 36.700 Vollzeitstellen, fast 2800 weniger als ein Jahr zuvor.

Im Zuge des Umbaus, der vor allem Kosten für die Bank einsparen soll, wird außerdem das Filialnetz deutlich verkleinert. 2021 sei die Zahl der Standorte von rund 800 auf rund 550 weiter reduziert worden, erklärte die Commerzbank. Damit sei "der größte Teil der Wegstrecke zu einer Zielgröße von 450 Filialen bereits erreicht." Vor der Corona-Pandemie hatte die Bank, an der der deutsche Staat seit der Finanzkrise einen Anteil von gut 15 Prozent hält, etwa 1000 Filialen.

Die laufenden Kosten seien im vergangenen Jahr "planmäßig gesenkt" worden, erklärte die Commerzbank. "Wir haben im ersten Jahr der Transformation geliefert, was wir versprochen haben", erklärte Vorstandschef Manfred Knof, der Anfang vergangenen Jahres die Führung der Commerzbank übernommen hatte. "Wir treiben unsere strategischen Initiativen entschlossen voran. Damit wächst die Zuversicht, dass wir unsere ehrgeizigen Ziele für 2024 erreichen werden."

2022 werde nun "ein entscheidendes Jahr bei der Umsetzung unserer Strategie", führte Knof weiter aus. "Wir wollen an das erfolgreiche Kundengeschäft des vergangenen Jahres anknüpfen und den Konzerngewinn auf mehr als eine Milliarde Euro steigern." Damit werde für das Geschäftsjahr 2022 auch die Zahlung einer Dividende angestrebt.

W.Baxter--TNT

Empfohlen

US-Prozess zu Social-Media-Sucht: Instagram-Chef bestreitet Suchtpotenzial der App

In dem womöglich wegweisenden US-Prozess gegen mehrere Internetriesen wegen des Vorwurfs der Förderung von Social-Media-Sucht hat der Chef des Onlinedienstes Instagram das Suchtpotenzial der App bestritten. "Ich denke, es ist wichtig, zwischen klinischer Sucht und problematischer Nutzung zu unterscheiden", sagte Instagram-Chef Adam Mosseri am Mittwoch vor dem Gericht in Los Angeles. Auch er habe schon einmal gesagt, nach einer Fernsehserie "süchtig" zu sein - das sei jedoch mit einer klinischen Sucht nicht vergleichbar.

Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände entsetzt über geplante Führerscheinreform

Die Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände (BVF) hat mit scharfer Kritik auf die von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) geplante Führerscheinreform reagiert. Der Reformvorschlag sei "absolut entsetzend" und käme einem "massiven Angriff auf die Verkehrssicherheit" gleich, sagte der Vize-Vorsitzende der BVF, Kurt Bartels, der "Rheinischen Post" (Donnerstagsausgabe). "Das System in Deutschland ist auf die Verkehrssicherheit ausgelegt und das radiert Herr Schnieder einfach weg", fügte er hinzu.

Bundesjustizministerin Hubig verteidigt Mietrechtspläne gegen Kritik

Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) hat sich angesichts der Kritik an ihren Plänen für Mietrechtsverschärfungen wenig überrascht gezeigt. Sie habe zu ihren Vorschlägen "viel Zustimmung", aber "natürlich" auch Kritik wahrgenommen, sagte Hubig der "Rheinischen Post" (Donnerstagsausgabe). "Alles andere hätte mich überrascht", fügte sie hinzu.

Lufthansa-Piloten zu ganztägigem Streik am Donnerstag aufgerufen

Die Piloten der Lufthansa sind für Donnerstag zum Streik aufgerufen. Nach Angaben der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) betrifft der Ausstand ganztägig sämtliche Flüge der Kernmarke Lufthansa und der Frachtsparte Cargo, die aus Deutschland starten. Zeitgleich ist das Kabinenpersonal der Lufthansa CityLine von der Gewerkschaft Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) zu einem Warnstreik aufgerufen.

Textgröße ändern: