Unwetter im Süden - Wetterdienst erwartet weitere Gewitter
Nach der Hitze kommen die Gewitter: Der Süden Deutschlands ist am Dienstagabend und Mittwoch von Unwettern getroffen worden. In Nürnberg wurden mehrere Menschen verletzt, einer davon schwer durch einen umfallenden Baum. In Reutlingen fiel kurzzeitig der Strom aus. Der Deutsche Wetterdienst erwartet für die kommenden Tage weitere Gewitter.
In Nürnberg und Umgebung entstand am Dienstagabend sehr plötzlich eine Extremwetterlage, wie die Feuerwehr in der bayerischen Stadt mitteilte. Innerhalb von fünf Stunden ging bei der integrierten Leitstelle demnach die Rekordzahl von rund 3000 Notrufen ein. Die Feuerwehr rückte zu rund 1100 Einsätzen wegen umgestürzter Bäume, vollgelaufener Keller, überfluteter Straßen und Schäden an Dächern aus. Zudem ereigneten sich zahlreiche Verkehrsunfälle.
Mehrere Menschen wurden verletzt. Ein Mensch wurde den Angaben zufolge von einem umstürzenden Baum getroffen und mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert. Auch der Nürnberger Flughafen war betroffen. Dort mussten nach Angaben der Feuerwehr Sturmschäden an Gebäuden, Überschwemmungen infolge des Starkregens sowie Schäden an der Infrastruktur beseitigt werden. Der Flugbetrieb wurde zeitweise eingestellt.
Im baden-württembergischen Reutlingen fiel teilweise vorübergehend der Strom aus, wie die dortige Feuerwehr mitteilte. Durch den starken Regen und den Hagel seien außerdem Abflussschächte vollgelaufen und Straßen teilweise überflutet worden. Es gab keine Meldungen über Verletzte.
Schon seit Montag ziehen Unwetter über Deutschland, am Montag und Dienstag zunächst vor allem über den Norden. Für den Mittwoch erwartet der Deutsche Wetterdienst weiterhin eine erhöhte Gewittergefahr für den Süden, vor allem den Bereich von der Schwäbischen Alb ostwärts südlich der Donau bis in die Alpen südlich von München. Vornehmlich nachmittags und abends könnten sich schwere Gewitter mit großen Hagelkörnern, orkanartigen Böen und Starkregen bilden.
Im Südwesten bleibe es weiter heiß, und es herrsche eine starke Wärmebelastung. Das soll aber nur noch bis Donnerstag gehen, wie der Wetterdienst ausführte. Dann könne es wieder einzelne Gewitter geben. Am Freitag vollziehe sich ein Luftmassenwechsel, der das endgültige Ende der aktuellen Hitze einläute. Dabei soll es aber verbreitet wieder Gewitter gaben, die "durchaus heftig ausfallen" können.
M.Davis--TNT