The National Times - Schäden durch Hagel und Starkregen im Norden - weitere Unwetter erwartet

Schäden durch Hagel und Starkregen im Norden - weitere Unwetter erwartet


Schäden durch Hagel und Starkregen im Norden - weitere Unwetter erwartet
Schäden durch Hagel und Starkregen im Norden - weitere Unwetter erwartet / Foto: © AFP/Archiv

Zentimetergroße Hagelkörner, geflutete Tiefgaragen und umgestürzte Bäume: Unwetter haben im Norden Deutschlands für erhebliche Schäden gesorgt. Betroffen waren am Montag und in der Nacht zum Dienstag unter anderem Teile des Landkreises Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern und der niedersächsische Kreis Harburg, wo Hagelkörner Löcher in Dächer schlugen und Autoscheiben zerstörten. Für die kommenden Tage erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) weitere Unwetter in verschiedenen Landesteilen.

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Im Landkreis Ludwigslust-Parchim waren wegen der enormen Regenmengen und Hagelschauern Feuerwehr und Polizei bis in die Nacht zum Dienstag hinein im Dauereinsatz. Betroffen waren vor allem die Regionen Zarrentin, Wittenburg und Hagenow, allein bis zum Montagabend meldete die Feuerwehr mehr als 160 Einsätze. Ein vom Landkreis veröffentlichtes Video zeigte eine zentimeterhohe Hagelschicht, die wie eine Winterlandschaft aussah.

Die Hagelkörner schlugen Löcher in Dächer, die Einsatzkräfte berichteten zudem von überfluteten Straßen und Kellern, umgestürzten Bäumen und teils schweren Schäden an Fahrzeugen. Am Bahnhof Ludwigslust strandeten nach Angaben des Polizeipräsidiums Rostock in der Nacht rund 35 Reisende, darunter sechs Kinder, nachdem die Zugverbindung nach Hamburg aufgrund des Unwetters ausgefallen war. Wegen der gesunkenen Temperaturen und der Wartezeit auf Ersatzbusse versorgten Polizeibeamte die Betroffenen mit Decken und Wasser.

Auch in Heidenau im niedersächsischen Landkreis Harburg gingen zentimetergroße Hagelkörner nieder, die nach Angaben eines Feuerwehrsprechers Dächer und Fotovoltaikanlagen beschädigten sowie Autoscheiben zerschlugen.

Ein starkes Unwetter sorgte auch in der Region Hannover für einen Großeinsatz. Nach Angaben der Feuerwehr bearbeitete die zuständige Leitstelle vom späten Montagabend bis Dienstagmorgen rund 2300 Notrufe und koordinierte etwa tausend wetterbedingte Einsätze in der Region und der Landeshauptstadt. Der Starkregen setzte Keller, Aufzugsschächte und Tiefgaragen unter Wasser. Es kam zu Verkehrsbehinderungen, weil beispielsweise Unterführungen überflutet wurden.

Ähnliches berichteten die Feuerwehren aus dem niedersächsischen Celle und Elmshorn in Schleswig-Holstein. Fotos zeigten unter anderem einen Einsatzwagen der Polizei in einer überfluteten Unterführung in Elmshorn. Die Feuerwehr musste dort zudem einen Dachstuhlbrand löschen, nachdem vermutlich ein Blitz in ein Haus eingeschlagen war. In Lage im Nordosten von Nordrhein-Westfalen liefen in der Nacht von Montag auf Dienstag ebenfalls zahlreiche Keller voll.

In den kommenden Tagen ist dem DWD zufolge noch keine Wetterberuhigung in Sicht. Ein Höhentief berge zusammen mit der vorherrschenden schwülen Luft weiterhin eine große Unwettergefahr. Am Mittwoch besteht demnach die größte Unwettergefahr im Süden, wo vor allem südlich der Donau schwere Gewitter, darunter auch sogenannte Superzellen mit Regen, Hagel und Sturm möglich seien.

Am Donnerstag drohen im Nordosten und auch im äußersten Süden neuerliche Gewitter. Auch am Freitag hält die Unwettergefahr laut derzeitiger Prognose an, wohl nur der Nordwesten bleibt davon verschont. Ab dem Wochenende könnte sich das Wetter laut DWD dann beruhigen.

A.Parker--TNT

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