The National Times - Weiter große Probleme durch Eisregen - Flughafen Berlin-Brandenburg steht still

Weiter große Probleme durch Eisregen - Flughafen Berlin-Brandenburg steht still


Weiter große Probleme durch Eisregen - Flughafen Berlin-Brandenburg steht still
Weiter große Probleme durch Eisregen - Flughafen Berlin-Brandenburg steht still / Foto: © AFP/Archiv

Gefrierender Regen sorgt weiterhin für erhebliche Probleme in Teilen Ostdeutschlands. Am Freitagmorgen galten entsprechende Unwetterwarnungen des Wetterdienstes für einen breiten Streifen von der Ostseeküste in Mecklenburg-Vorpommern bis nach Berlin. Am Hauptstadtflughafen Berlin-Brandenburg (BER) waren nach Betreiberangaben auch am Freitag zunächst keine Starts und Landung wegen der Wetterbedingungen möglich.

Textgröße ändern:

Bereits seit Donnerstagabend ging an dem Großflughafen bei Berlin nichts mehr. Wegen spiegelglatter Rollbahnen stellte der Airport nach eigenen Angaben gegen 19.30 Uhr den Flugbetrieb ein, alle Starts und Landungen fielen seither aus. Reisende wurden aufgefordert, vor der Anreise zum Flughafen den aktuellen Status ihres Fluges zu prüfen.

Auch der Nahverkehr in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg war schwer beeinträchtigt. In etlichen Landkreisen rund um Berlin wurde der Busverkehr wegen Blitz- und Glatteisbildung am Donnerstagabend ganz eingestellt. Vielfach galt dies weiterhin auch am Freitagmorgen - so unter anderem im Landkreis Prignitz in Brandenburg oder im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte in Mecklenburg-Vorpommern.

In anderen Kreisen wie Ostprignitz-Ruppin nahmen die Buslinien den Betrieb am Freitagmorgen nach eigenen Angaben zunächst nur langsam auf ersten Linien wieder auf. Der Landkreis Ostprignitz-Ruppin rief Menschen dazu auf, den Aufenthalt im Freien aufgrund "einer hohen Glättegefahr in der Region" möglichst zu vermeiden und insbesondere das Fahrverhalten im Straßenverkehr an die Bedingungen anzupassen.

Auf den Straßen ereigneten sich bereits zahlreiche Autounfälle. Am Donnerstag kam es laut Polizeiangaben auf der Autobahn 10 bei Potsdam in Brandenburg auf glatter Strecke gehäuft zu Unfällen. Es gab demnach insgesamt 19 Leichtverletzte. Insgesamt etwa 15 Unfälle auf vereisten Straßen meldete die Polizei aus den Landkreisen Vorpommern-Rügen und Mecklenburgische Seenplatte in Mecklenburg-Vorpommern. Oft blieb es bei Blechschäden, mehrere Menschen wurden leicht verletzt. Auch die Polizei in Neubrandenburg riet zum Verzicht auf unnötige Autofahrten.

Am BER kamen die Einsatzkräfte nach Angaben einer Flughafensprecherin nicht mit dem Enteisen der spiegelglatten Rollbahnen hinterher. "Wir tun unser Möglichstes", sagte sie der Nachrichtenagentur AFP. Neuer Eisregen mache die Erfolge aber sofort wieder zunichte. Wann und in welcher Form der Flugverkehr wieder aufgenommen werden könne, sei unklar. Flugausfälle und Verspätungen seien absehbar, die Entscheidung über konkrete Flüge liege jeweils bei den Airlines.

Laut Wetterdienst war schwerpunktmäßig die Region zwischen Ostsee sowie Prignitz und Altmark von gefrierendem Regen mit Eisansatz betroffen. Dort galten entsprechende Unwetterwarnungen. Die Lage im Nordosten Deutschlands werde sich im Tagesverlauf voraussichtlich nur zögerlich entspannen, hieß es. Auch in anderen Landesteilen war demnach aber gebietsweise mit Eisregen und Glatteisgefahr zu rechnen.

S.M.Riley--TNT

Empfohlen

Taifun "Noul" trifft in China auf Land

Der Taifun "Noul" ist am frühen Sonntagmorgen an der südlichen Küste Chinas auf Land getroffen. Der bislang heftigste Sturm, der das Land in diesem Jahr getroffen hat, erreichte das Festland nahe der Stadt Pinghai in der Provinz Guangdong, etwa 80 Kilometer nordöstlich der Finanzmetropole Hongkong, wie der staatliche Fernsehsender CCTV berichtete. Die Windgeschwindigkeiten betrugen bis zu 162 Stundenkilometer.

Warnstufe Rot: 340.000 Menschen in China wegen Taifun "Noul" in Sicherheit gebracht

Wegen des sich nähernden Taifuns "Noul" haben die chinesischen Behörden im Süden der Volksrepublik mehr als 340.000 Menschen in Sicherheit gebracht. Die Behörden riefen am Samstagabend die höchste Taifunwarnstufe Rot aus. "Noul" sollte am frühen Sonntagmorgen (Ortszeit) mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 173 Stundenkilometern in der Provinz Guangdong zwischen den Städten Shenzhen und Haifeng an Land treffen.

Über 40 Grad: Japan verzeichnet fünften "grausam heißen Tag" in Folge

Japan hat am Samstag den fünften "grausam heißen Tag" in Folge verzeichnet. Sechs Städte im Zentrum des Landes hätten die Schwelle von 40 Grad überschritten, ab der es sich um einen "Kokushobi" - einen "grausam heißen Tag" - handelt, teilte der japanische Wetterdienst (JMA) mit. Der Begriff wurde angesichts der steigenden Temperaturen vom Wetterdienst offiziell geprägt, um die Bevölkerung vor extremer Hitze zu warnen.

Brände in Frankreich und Spanien: Rund 270.000 Menschen von Evakuierungen betroffen

Die beispiellosen Waldbrände in Frankreich und Spanien haben nach offiziellen Angaben bis Samstag rund 270.000 Menschen in die Flucht getrieben. In Südwestfrankreich brannte im Département Gironde bislang eine Fläche von der vierfachen Größe der Hauptstadt Paris ab, wie Innenminister Laurent Nuñez sagte. in Spanien gab es bei dem Brand nahe Madrid trotz verbesserter Löschbedingungen vorerst keine Entwarnung. In beiden Ländern waren weiter hunderte Feuerwehrleute im Einsatz.

Textgröße ändern: