The National Times - Schleswig-Holstein: Pferd auf Koppel von Drohne in Tod gehetzt

Schleswig-Holstein: Pferd auf Koppel von Drohne in Tod gehetzt


Schleswig-Holstein: Pferd auf Koppel von Drohne in Tod gehetzt
Schleswig-Holstein: Pferd auf Koppel von Drohne in Tod gehetzt / Foto: © AFP/Archiv

Eine Drohne hat auf einer Koppel im Kreis Ostholstein ein Pferd in den Tod gehetzt. Ein 23 Jahre altes irisches Sportpferd wurde durch das Fluggerät derart in Panik versetzt, dass es stürzte und starb, wie die Polizeidirektion Lübeck am Freitag berichtete. Die Identität des Drohnenpiloten war unbekannt.

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Die Polizei nahm Ermittlungen wegen des Verdachts der Sachbeschädigung und des Verstoßes gegen die Luftverkehrsordnung auf. Auch mögliche Verstöße gegen das Tierschutzgesetz werden demnach geprüft.

Mittwochmittag flog den Angaben zufolge eine schwarze Drohne mehrfach in geringer Höhe über eine Pferdekoppel bei Sieversdorf, auf der sich vier Tiere befanden. Dabei soll sich die Drohne wiederholt mit hoher Geschwindigkeit auf und ab bewegt haben. Die Pferde gerieten offenbar in Panik und ergriffen die Flucht.

Eines der Pferde strauchelte dabei und stürzte. Zwei Menschen versuchten demnach vergeblich, dem 23 Jahre alten Sportpferd zu helfen. Das Tier verendete noch auf der Koppel. Die genauen Todesumstände waren zunächst unklar. Ein Zusammenhang mit der durch den Drohnenflug ausgelösten Panikreaktion liegt nach Erkenntnissen der Polizei jedoch nahe.

Grundsätzlich ist der Betrieb von unbemannten Fluggeräten demnach im Rahmen geltender gesetzlicher Bestimmungen erlaubt. Die Luftverkehrsordnung sieht jedoch für bestimmte Bereiche und Situationen Einschränkungen vor.

Ob ein Drohnenflug zulässig ist, hängt unter anderem vom Flugort, der Flughöhe und den konkreten Umständen ab. Die Polizei prüft daher im Einzelfall, ob die geltenden luftverkehrsrechtlichen Bestimmungen eingehalten wurden. Die Ermittler in Schleswig-Holstein suchen nun Zeugen, die die Drohne, Verdächtige oder Fahrzeuge beobachtet haben.

M.Wilson--TNT

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