The National Times - Greenpeace-Studie: Jugend hat beim Klimaschutz wenig Vertrauen in die Politik

Greenpeace-Studie: Jugend hat beim Klimaschutz wenig Vertrauen in die Politik


Greenpeace-Studie: Jugend hat beim Klimaschutz wenig Vertrauen in die Politik
Greenpeace-Studie: Jugend hat beim Klimaschutz wenig Vertrauen in die Politik / Foto: © AFP/Archiv

Junge Menschen fühlen sich einer Greenpeace-Studie zufolge beim Zukunftsthema Klimaschutz von der Politik im Stich gelassen. Eine große Mehrheit von 71 Prozent der befragten 15- bis 24-Jährigen bejahte dies, wie das am Donnerstag veröffentlichte Nachhaltigkeitsbarometer der Umweltorganisation zeigte. 68 Prozent gaben außerdem an, sie hätten das Gefühl oder "eher" das Gefühl, sie müssten die Fehler der Älteren im Umgang mit der Umwelt ausbaden.

Textgröße ändern:

Greenpeace sieht in den Ergebnissen einen Hinweis auf ein "geringes Vertrauen junger Menschen in die Politik zur Bewältigung einer wesentlichen Herausforderung". Das könne langfristig der Demokratie schaden, warnte der Leiter des Greenpeace-Bildungsteams, Dietmar Kress. Nötig seien daher verbindliche Mitspracherechte für junge Menschen, nachvollziehbare Entscheidungsprozesse in den Bereichen, die junge Menschen beträfen sowie ein gut ausgestatteter Bildungssektor.

Das Nachhaltigkeitsbarometer zeigt laut der Umweltschutzorganisation zugleich, dass das Thema Umwelt zwar nach wie vor eine große Rolle für die jungen Menschen spielt - zugleich aber soziale Sorgen an Relevanz gewinnen. Dazu gehören etwa die Lebenshaltungskosten, die mittlerweile für 29 Prozent der Befragten ein wichtiges Thema darstellen, während sie in vorangegangenen Studien nicht auftauchten. Für 16,5 Prozent spielt mittlerweile auch das Thema Demokratiekrise eine Rolle.

Das Barometer zeige eine "deutliche Verschiebung der wahrgenommenen Bedeutung von ökologischen Nachhaltigkeitsaspekten zu sozioökonomischen Themen", heißt es in der Studie. Hier müsse die Politik handeln.

Für die Studie wurden im Juni vergangenen Jahres im Auftrag von Greenpeace 1506 junge Menschen durch das Institut Aris befragt. Für die Bevölkerungsgruppe der 15- bis 24-Jährigen ist die Befragung demnach repräsentativ.

V.Allen--TNT

Empfohlen

UN-Biodiversitätskonferenz endet mit Kompromissen - gemischte Reaktionen von Umweltschützern

Nach zwei Wochen zäher Verhandlungen ist die UN-Biodiversitätskonferenz (COP17) in Armenien mit einer Verständigung auf weitere Vereinbarungen zum Schutz der Natur zu Ende gegangen. Nach der Einigung am Freitagabend brach Applaus im Plenarsaal in der Hauptstadt Eriwan aus, verhandelt wurde aber bis in den Samstagvormittag. Der genaue Wortlaut der Texte war da allerdings weiter unklar. Vielen Umweltschützern und Politikern gingen die Beschlüsse nicht weit genug.

UN-Biodiversitätskonferenz einigt sich bei mehreren zentralen Themen

Bei der Weltnaturkonferenz zur biologischen Vielfalt (COP17) in der armenischen Hauptstadt Eriwan haben die rund 200 Teilnehmerstaaten nach langen Verhandlungen bei zentralen Themen eine Einigung erzielt. Nach dem ursprünglich geplanten Ende der Konferenz am Freitag gab es Applaus, als die entsprechenden Dokumente verabschiedet wurden. "Das war’s. Perfekt", sagte der COP17-Präsident und armenische Umweltminister Hambardzum Matevosyan.

Region Ulm scheidet aus der engeren Endlagersuche aus

Region Ulm scheidet aus der engeren Endlagersuche aus. Die Region Ulm ist aus der Suche nach einem potenziellen Standort für ein Atommüllendlager ausgeschieden.

Fünf Bundesländer scheiden aus der Suche nach einem Atommüllendlager aus

Fünf Bundesländer scheiden aus der Suche nach einem Atommüllendlager aus. Peine (dpa) - Die Bundesländer Rheinland-Pfalz, Hessen, Berlin, Sachsen und das Saarland sind nicht mehr Teil der laufenden Suche nach einem Endlager für hoch radioaktiven Atommüll.

Textgröße ändern: